Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr, Posth, unsere Tochter (1 3/4 Jahre) trinkt schon immer abends auf unserem Schoß eine Flasche Wasser und schläft dann da auch ein. Dann legen wir sie in ihr Bett. Das Einschlafen in ihrem Bett verweigert sie vehement. Gegen 2/ 3 Uhr wird sie wach und wandert in unser Bett. Das ist auch ok. Aber sie verlangt (seit ca. 4 Monaten) dann ständig nach Wasser. Und das muss ich ihr dann geben. Eigenständiges Trinken aus der Flasche lehnt sie strikt ab. Am Anfang dachten wir, sie hätte wirklich Durst, aber mittlerweile ist es eher ein Ritual /Spleen. Die halbe Nacht ist für mich echt anstrengend und auch sie kriegt ja nicht genug Schlaf, weil sie ständig trinken möchte. Was können wir da tun? Trinken generell nicht mehr anbieten oder auf eigenständiges Trinken bestehen? Danke für ihre Antwort!
Hallo, es wird so sein wie Sie sagen, das Verlangen der Wasserflasche ist für Ihre Tochter so etwas wie ein Ritual und folgt also ihren Gewohnheiten. Das zu unterbinden geht nur mit Vorenthalten, aber Ersatz anbieten. Der negative Reiz des Vorenthaltens führt letztlich nur zu einer Verstärkung des Bedürfnisses (psych. Reaktanz), der Erfolg basiert auf dem Angebot von etwas Besserem. Das kann aber nur die Körpernähe bei der Bezugsperson sein, denn das Wasserfläschchen hatte ja auch orale Befriedigung bedeutet und den Charakter eines Übergangsobjektes. Also sollte solange, bis das Wasserfläschchen keine Rolle mehr spielt die Vergünstigung darin bestehen, dass Ihre Tochter von Anfang bei Ihnen im Zimmer schläft und von Ihnen geduldig in den Schlaf begleitet wird. Es wird bei der Umstellung aber einige Tage dauern, bis Ihre Tochter das auch so annimmt. Ist der Schlaf dann wieder durchgängig, können Sie langsam wieder damit anfangen, sie im eigenen Zimmer einschlafen zu lassen. Viele Grüße
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