Mitglied inaktiv
Lieber Herr Dr. Posth, vorab heute wieder einmal herzlichen Dank für Ihre so einfühlsamen Antworten, das möchte ich nicht versäumen. Eine Frage zum Trockenwerden: Unser Sohn ist exakt 2,5 und ich stehe auf dem Standpunkt, er wählt den Zeitpunkt des Trockenwerdens selbst zur rechten Zeit. Ist das wirklich so bzw. wieviel Unterstützung oder Ermutigung brauchen Kinder? Ein Töpfchen steht bereit, der Kleine spürt sein Bedürfnis, er scheint aber fast nie "Lust" zu haben, auf die Windel zu verzichten. Wenn wir ihm vorschlagen, doch mal auf den Topf zu gehen, macht er es mal, mal sagt er klar, er habe keine Lust. Er spricht in letzter Zeit sehr offen mit uns, wenn er sein "großes Geschäft" in die Windel macht oder stellt sich etwas abseits, aber es macht ihm nichts aus, darüber zu reden, im Gegenteil. Aber mir scheint, noch möchte er sich nicht von der Windel trennen. Bin etwas unsicher: Kommt das von allein oder braucht er mehr Ermutigung? Besten Dank und herzliche Grüße Caraly
Liebe Caraly, Ihr Sohn befindet sich offenbar in der "Anlaufzeit" für das Trocken- und Sauberwerden am Tag. D.h. er registriert seine Ausscheidungsvorgänge und teilt dies mit. Trotzdem möchte er nicht gedrängt werden, hieraus auch Konsequenzen zu ziehen. Getreu seinem Selbstbestimmungsbedürfnis im Trotz möchte er den Zeitpunkt für das Aufgeben der Windel selbst festlegen, und je mehr er Ihr Drängen spürt, desto hartnäckiger wird er sich erst einmal dagegen verweigern. Lassen Sie ihm also noch die Zeit die er braucht, um seinen sozialen Sprung nach "oben" zu wagen. Dann ist er überzeugt von seinem Handeln und meistens gibt es dann auch nie wieder Probleme damit. Viele Grüße
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