Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Bezüglich Frage v. letzter Woche: Studium abschliessen

Frage: Bezüglich Frage v. letzter Woche: Studium abschliessen

mamana

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Verehrt. Hr. Dr. Posth Da ich es mir "leisten" kann, die Prüfung auf Ende Dez. 14 zu verschieb., habe ich Frage gestellt. In d. Sinn Frage anders formuliert: ist es gut zu Beginn der Ll. mehr Papa-Betreuung anzustreben? Od. besser erst in der Mitte der Ll.? (Dann wäre ja auch die Wiederannäherungskrise = verm. auch nicht so gut, wenn erst dann vermehrt. Betr. v. Papa?) Papa ist seit Geburt stark einbezogen, ab. arbeitsbed., nur abends u. Woe anwes. Papa durfte vorher alles, jetzt weniger (zbsp. nicht ins Bett bringen, selten trösten. Wickeln, Füttern etc. geht) Tochter lieber bei mir, wenn ich anwes., wenn ich weg = geht gut mit Papa. Wie ist unter diesen Voraussetzung Ihre Einschätzung bez. der Übername von langs. gesteigerten 1-2 Betreuungstagen (bsp. im verlauf v. 1 Monat) durch den Vater? Vielleicht ja gerade gut für die Ll.? Bez. Ins Bett bringen: soll Papa immer wieder versuchen u. Mama springt dann ein oder Zuwarten? Lieben Dank!


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, die Wiederannäherungskrise ist ein offenbar je nach Veranlagung mehr oder wenige stark bemerkbares Phänomen bei jungen Kleinkindern. Deswegen aus taktischem Kalkül die Loslösung erst später zu beginnen, halte ich für nicht notwendig. die Dinge fügen sich ohnehin wie von selbst, zumindest wenn beide Eltern für das Kinder erreichbar sind. Anders wäre es vielleicht, wenn es eine Betreuungszeitteilung für beide Eltern einmal gibt, wobei die primäre Bezugsperon die erste 1 1/2 Jahre betreut und die sekundäre die zweiten 1 1/2 Jahre. Aber das ist vorläufig Zukunftsmusik. Den dafür müssten die gesellschafltiche Voraussetzungen geschaffen sein und der Arbeitsmarkt vorbereitet. Väter, die von Geburt an stark in die Kinderpflege mit einbezogen waren, haben in der Regel kaum Probleme bei der Loslösung. Aber dass die Kinder schon mal gerne Rollen verteilen, wie: nur Mama darf das eine und Papa soll das andere machen, ist normal und hat auch jetzt etwas mit Machtanspruch zu tun. Langsam gesteuerte Betreuungstage, wenn überhaupt nötig, sind sinnvoll, und was das Zubettbringen angeht, kann man das eher locker handhaben. Der Vater soll es schon immer versuchen, und wenn es gar nicht geht, darf die Mutter einspringen (vielleicht nicht zu früh). Der Vater sollte es aber in der Loslösungsphase immer wieder versuchen. Viele Grüße


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