Ankup
Hallo Dr. Posth, meine Tochter (forumsgerecht) hat sich entsprechend Ihrer Tipps gut entwickelt. Mir fällt auf, d. Sie genau weiß, was sie möchte. Sagt z.B. wenn sie kein Küßchen will o. wenn man Bauch krabbelt auch mal "nein, mein Bauch". OK für uns. Wenn Sie ihre kl. "Freundin" trifft, freut sie sich u. möchte mit ihr an d. Hand laufen. Sie sagt oft sehr bestimmt "Lisa Hand" o. möchte ihr Brötchen abgeben u. wenn Lisa nicht möchte sagt sie drängend "Lisa, Brööötchen" u. möchte es aufdrängen. Meine Mutter meinte gestern "Das hast du nun vom Eingehen auf Ihre Bedürfnisse". Wir handeln wie in Ihren Büchern empfohlen (also lassen auch Willen wenn es um nichts geht o. nicht gefährlich ist, ansonsten gelten Regeln). Meine Mutter meinte, so macht sie sich mal unbeliebt bei Kindern. Wie sehen Sie dies? Regelt sich dies später in Kindergruppe von allein o. sollten wir auf etwas achten? lg
Hallo, die klassischen Erziehungsvorstellungen, von denen sicher auch Ihre Mutter beeinflusst ist, gehen grundsätzlich von der Entscheidungs- und Bestimmungsmacht der Eltern aus. Daraus ergibt sich letztlich ein die kindlichen Bedürfnisse unterdrückender Erziehungsstil. Dieser führt später, wenn die Kinder stärker werden und selbstbestimmter zu einem Widersetzen und Kämpfen gegen die elterlichen Anweisungen. Das Gehorchen muss dann mit noch mehr Autorität erzwungen werden. Kinder, die früh erlebt haben, dass Bestimmungsmacht bis zu einem gewissen Grade auch ihnen als Kind zugestanden wird, werden zwar früh recht selbstbewusst, sind später aber viel williger im Sich -Richten nach den (sinnvoll begründeten) elterlichen Anweisungen. Im frühen Kindesalter aber wirken diese KInder tatsächlich etwas bestimmungsfreudiger, was aber durch ein gut aufgestelltes Regelprinzip immer leicht in den Griff zu bekommen ist. Bestimmungsfreudige Kinder sind auch durchsetzungsfreudig, was man durch die eigene überzeugende Autorität ebenfalls gut gemanaget bekommt. Das selbstbewusstere Kind ist bereiter empathisches Verhalten zu entwickeln und mit dem geistigen Fortschritt auch mehr mit dem Anderen mitzudenken. Als Eltern sind sich mit diesem Erziehungsstil bei Ihren Kindern alles andere als unbeliebt. Viele Grüße
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