Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Baby wird ständig wach

Frage: Baby wird ständig wach

Angel82

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Hallo!Unsere Kleine wird 10 Monate(berichtigt 81/2) und wird nach dem umziehen nochmal gestillt und dann mit leiser Musik ins Bett zum Einschlafen gelegt(ich rede nur leise und streichel sie).Sie schläft im Elternzimmer.Sie schreit zwar aber es klappt einigermaßen. Das Problem ist das sie ständig wach wird und höchstens 1 1/2 Std schläft.Oft weint sie schrecklich (manchmal ist sie so eine ganze Zeit wach,plappert,stemmt sich hoch und wird dann quenglig und weinerlich) und sie zu uns ins Elternbett legen tröstet sie wenig.Ich stille sie dann immer oder lass sie nuckeln was auch nicht auf Dauer so bleiben kann da ich schon Kreuzweh habe.Einschlfen tut sie oft auch nicht gleich wieder.Hunger hat sie nachts sicher auch noch da sie tagsüber meist nicht so viel isst.Warum wird sie ständig wach und wie können wir das in den Griff bekommen?Sie muss doch müde sein.Versuchen durziehen und nur neben sie ins Bett und leise reden,streicheln und nach einer bestimmten Zeit zum Stillen rausnehmen?Ins eigene Zimmer?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, vermutlich sind zwei Dinge noch unzureichend. Einmal die zu geringe Nahrungsaufnahme am Tag, die zu Folge hat, dass auch nachts noch Nahrung aufgenommen werden muss. Ich vermute, Sie stillen sie dann immer. Aber Stillen bedeutet auch immer, rhythmisch wieder Hunger zu bekommen, und so dienen die Nächte nicht nur dem Schlaf, sondern auch weiterhin noch dem Sättigungsbedürfnis. Das lässt sich nur so ändern, dass das Ernährungsprogramm am Tage reichhaltiger werden muss. Das zweite Problem ist der Einschlafzeitpunkt, der vermutlich zu früh gewählt ist oder zu spät, aber nicht optimal. Ist ein Säugling nicht müde genug, sieht er keine Grund zu schlafen und möchte seinen Tagesbetrieb fortsetzen, sprich er turnt im Bettchen herum. Ist er aber übermüdet, findet er keine Entspannung und schläft schlecht ein. Ist das Einschlafen jedoch von Stress begleitet, ist die Gefahr in den Traumschlafphasen wieder wach zu werden sehr groß. Hypokretin, das "Wachmachhormon", das übrigens auch den Appetit ankurbelt, ist zu hoch. Ein eigenes Zimmer zu diesem Zeitpunkt wäre genau der falsche Schritt. Jetzt kommt auch Verlassenheitsangst dazu. Aber das eigene Bett bei den Eltern kann bleiben. Das ruhige und v.a. zeitgerechte Einschlafritual muss bleiben. Einschlafstillen ist weiterhin kein Problem, weil eine ausreichende Abendmahlzeit (200g Brei) für die nötige Sättigung sorgt. Die aber muss sein. Wenn das alles klappt, können Sie an die endgültige Brustentwöhnung in der Nacht (s. gezielter Suchlauf) denken. Viele Grüße


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