Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

auf den Arm mit 29 Monaten

Frage: auf den Arm mit 29 Monaten

karo09

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Lieber Dr. Posth, mein Sohn ist forumsgerecht erzogen. Folgende Fragen: Ist es so falsch ihn im Familienbett schlafen zu lassen. Er ist ein Kurzschläfer. Nachts 8,5-9 Std Tags nochmal ca 1,5Std. Ich schlafe abends mit ihm ein sonst habe ich zu wenig schlaf. Vater schon seit Geburt im eigenen Zimmer. Er liebt meine Schlafbegleitung schläft nur selten ohne mich ein (erst 2x). Schadet ihm das (wenn man liest sollen die Kinder doch alleine schlafen können)? Zu Hause will er viel getragen werden, soll ich dem immer nachgeben? (tue es meist sonst viele Weinen). Viel Trotz und Wut. LL schwierig, Vater wenig präsent. Wenn doch mal da, dann holt sich der Sohn was er braucht und schickt mich auch weg. Draussen mit mir sehr frei (geht auch gerne stiften) keine Scheu mehr mit (ihm sympatischen)Fremden (als Baby das Gegenteil). Gebe ich ihm zu viel Nähe? Sehr impulsives Temperament (bin oft überfordert). Sie haben ein Tolles Forum! Vielen Dank


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Ihr Sohn ist jetzt knapp 2 1/2 jahre alt, da gehört ein Kind nachts immer noch zu seinen Eltern ins Zimmer. Allerdings wäre es langsam erstrebenswert, wenn Kinder in diesem Alter es schon akzeptierten, im eigenen Bett zu schlafen. Aber so etwas ist natürlich auch gewohheitsabhängig und kann nicht einfach erzwungen werden. Liebevolle Einschlafbegleitung ist ebenfalls in diesem Alter noch nötig und richtig, und es ist alles andere als kindgerechte Pädagogik, jetzt schon das Alleine-einschlafen zu fordern. Nun muss man daraus aber nicht ableiten, dass jeder kritische Moment im Leben des Kleinkindes unbedingt durch intensive Nähe ausgeglichen werden muss. Nichts anderes ist aber der Wunsch, auf den Arm genommen zu werden. In dieser Entwicklungsphase steht ja längst die Loslösung an, und die ist ein weiterer Schritt in Richtung Autonomie und Selbstständigkeit. An dieser Stelle hapert es aber in Ihrer Familie, wie Sie schreiben, was sehr schade ist, und was die mütterlichen Angebote ein bisschen kompliziert macht (Stichwort Rückbindung). "Viel Trotz und Wut" bei Ihrem Sohn zeigt das auf, was ich meine. Schlechte oder "erschwerte Loslösung" fördert aggresssive Lösung aus der engen primären Bindung. Das lebhafte Temperament Ihres Sohnes kommt noch dazu. An diesem Punkt befinden sich also Fallstricke, die Sie umgehen sollten. Viele Grüße


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