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Meine Tochter ist 6,5 J., im Nov. ist unser 2. Kind geboren-Altersunterschied von 5,5 Jahren. Anfangs lief alles gut und sie zeigte keine Eifersucht. Das hat sich aber mit der Zeit geändert. Der Kleine ist jetzt 9 Monate und sie hat Verlustängste. Sie will nicht mehr irgendwo alleine hin (Oma, Freunde), da sie meint, ich würde sie dort nicht mehr abholen. Sie hat nachts Alpträume, dass ich sie alleine lasse oder dass wir in einen Zug einsteigen und sie bleibt da. Sie will deshalb auch nicht mehr mit Zügen oder U-Bahnen etc. fahren. ICh habe mit der Kinderärztin gesprochen und sie hat mir ein pflanzliches Medikament (sedinfant) gegeben,damit sie ohne Alpträume schlafen kann, andere Hilfsmittel, wie Kuscheltier oder Nachtlicht haben ihr nicht geholfen. Sie hat Bilder mit ihren Ängsten gemalt und habe mit ihr darüber gesprochen. Sie kann ihre Ängste sogar in Worte fassen. Wie kann ich ihr helfen? Könnte sich diese Angst auch auf die Schule übertragen? Sie kommt in die 1. Klasse. Danke!
Hallo, Sie müßten sich fragen, warum diese Ängste gerade jetzt auftreten. Hat es etwas mit dem Schulbeginn zu tun? Hat es damit zu tun, daß ihr kleiner Bruder jetzt immer expansiver wird, und ihr vielleicht droht den Rang abzulaufen. Wie wird zu Hause auf das Verhalten ihres Bruders und ihr eigenes eingegangen? Ist sie vielleicht dauernd unterlegen? Hat sie auch früher schon unter Ängsten gelitten, als der Bruder noch nicht auf der Welt war? Geht sie eigentlich gerne in die Schule? Fühlt sie sich dadurch aufgewertet, oder bereitet die Schule ihr Sorgen? Sedinfant ist dabei wenig hilfreich. Erst müssen Sie die Sorgen und Nöte ihrer Tochter erkannt und abgestellt, und dann wird man sehen was übrig bleibt um behandelt zu werden. Vielleicht holen Sie sich Hilfe bei einer Beratungsstelle für Erziehungsfragen (in jeder Stadt oder Kommune als öffentl. Angebot). Viele Grüße
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