Mitglied inaktiv
Hallo Dr. Posth, Julian ist 26 Monate alt. Sehr aufgeweckt, spricht sehr gut. Neuerdings hat er vor einigen Dingen Angst, wie Brotmaschinen in Backshops. Will er nicht mehr hin. Oder er mag nicht mehr an der Hand spazieren, weil er Angst vor Hunden hat. Das nehme ich schon ernst und vermeinde die Konfrontation. Frage: Geht das von allein weg, oder soll ich ihm helfen ? Und noch eins beschäftigt mich sehr. Er hat schon immer eine ganz offensichtl. Abneigung gegenüber seinem 5 Monate jüngeren Cousin. Vermutlich verstärkte sich das, nachdem er von ihm mehrfach am Pullover gezogen wurde etc. Julian ist ehr das sanfte Gemüt. Gibt es das denn bei den kleinen auch, das man jemanden nicht "riechen" kann oder liegt das an den Charakteranlagen ??? Möchte ihn nicht zwingen mit irgendjemanden spielen zu müssen. Wie sehen Sie das ?? Lieben Dank im voraus und Kompliment für Ihre Beiträge Teil 1-3 Trotz etc. die ich mit Begeisterung gelesen habe. Petra & Julian
Liebe Petra, diese Furcht vor unkalkulierbaren Ereignissen, z.B. vom Hund angesprungen werden oder merkwürdige Geräusche hören und auch unangenehme Anblicke, Beispiel Brotschneidemaschinen ist alterstypisch, wobei es sicherlich sensiblere Gemüter gibt und Kinder, die davon weitgehend frei sind. Am besten geht man mit seinem Kind zusammen "der Angst entgegen" und erklärt ihnen in einfachen Worten dabei, was da tatsächlich vorgeht. Bei der Angst vor Hunden wäre es gut, wenn das Kind einen ganz lieben und möglichst kleinen Hund einmal streicheln könnte und vielleicht im eigenen Beisein einmal an der Leine halten. Angst hat die Tendenz, sich immer mehr auszuweiten, insofern sollte man frühzeitig dagegen in geschilderter Form vorgehen. Sympathie und Antipathie bei Kindern gibt es durchaus. Durch Überredung seitens der Eltern oder bemühte Zusammenführungen ist da meist nichts zu machen. Am besten man wartet eine Zeitlang ab. Die Meinungen der Kinder ändern sich noch schnell. Viele Grüße und danke für Ihr Lob
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