Segelboot12
Hallo Herr Dr. Posth, ich schaffe es nicht meinem Sohn (11,5 Monate) das Einschlafstillen abzugewöhnen. Vor ca. 2 Monaten Methode Elizabeth Pantley, da Dauernuckler: anlegen bis er fast schläft – abdocken – wenn rebelliert wieder anlegen-solange bis eingeschlafen. Stilldauer wurde reduziert. Vor 1 Monat eine Woche lang abends keine Brust mehr, Alternativen: Milchflasche, Tragen, Kuscheltier, Schnuller – alles verweigert, geschrien bis heiser (aber nicht alleine), Versuch abgebrochen. Wacht nun nachts nicht mehr so oft auf. Abstillen wird jetzt vorangetrieben indem Brust schneller entzogen wird: „anlegen-abdocken“ bis er schläft, evtl. Mund sanft schließen. Ist diese Methode in Ordnung? Sohn war unruhiges, anhängliches Baby, viel im Tragetuch. Brei immer verweigert, klappt jetzt besser, isst auch gut am Familientisch mit. Schläft bei uns im Bett, bei mir schläft er leider nur an der Brust, sehr schlechter Mittagsschläfer daher Abstillversuch abends gemacht. Viele Grüße und herzlichen Dank!
Hallo, aus der Entwicklungssicht des Kindes gibt es eigentlich gar keinen Grund, das Einschlafstillen jetzt schon zu beenden. Es ist Teil des Einschlafrituals und wird auch vom Kind aufgrund der Zusammenhänge so gewertet. Es müsste also einen Grund Ihrerseits für die Beendigung geben. Ich empfehle das Einschlafstillen noch weit bis ins 2. Lebensjahr hinein beizubehalten. Es stärkt noch einmal die Bindung nachhaltig und sorgt für ruhige Nächte. Das einzige Problem, das dadurch entstehen kann, ist der Ausschluss des Vater aus dem Zubettgehvorgang. Es gibt aber viele Kinder, die schaffen es, bei dem Vater durch Tragen oder Schlaflieder singen etc. einzuschlafen, und bei der Mutter durch das Trinken und Nuckeln an der Brust. Das Prinzip gelingt besonders dann, wenn die Mutter abends nicht zu Hause ist und der Vater generell der Versorger. Die Methode von Frau Pantley halte ich für nicht überzeugend. Sie hat ja auch nur zu großem Protest bei Ihrem Sohn geführt. Vielleicht schreiben Sie mir noch einmal über Ihre Beweggründe. Viele Grüße
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