Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

3-Jähriger wie verhalte ich mich richtig?

Frage: 3-Jähriger wie verhalte ich mich richtig?

santa80

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Sehr geehrter Herr Pooth, habe 2 Kinder 1,5 und 3,2 Jahren. Über das Verhalten des Großen mache ich mir Sorgen. Bsp.: 1. Rede ich mit einer dritten Person, fängt er an Dinge anzustellen um aufmerksam auf sich zu machen 2. Papa wird derzeit abgelehnt, seit Kiga.. Ist berufsbedingt nicht immer sehr präsent, dafür aber der Opa. Den liebt er über alles 3. Ist sehr auf den Bruder eifersüchtig 4. Folgt oft nicht, wenn man ihm was sagt. Man muss sehr viel Mühe u. Kraft aufbringen. 5. Seit 2 Wo. im Kiga. Jetzt wieder sehr Mama fixiert. Davor war Papa wichtiger. Macht auch wieder in die Hose. 6. Sonst nicht ängstlich und eher zugänglich. Mache mir nun Sorgen, ob wir etwas falsch gemacht haben. Haben vor einem Jahr gebaut. Stressige Zeit und der Bruder kam auch dazu. Vielleicht war das zuviel, obwohl wir uns sehr Mühe gegeben haben. Könnten Sie mir Sagen, wie ich mich bei o. g. Probl. richtig verhalte. Da meine Jungs wild sind, bekomme ich das auch oft negativ v. Verwandten zu hören.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, die etwas schweirigen Verhaltensweisen Ihres Sohnes muss man vielleicht aus zwei Blickwinkeln betrachten. Einmal werden noch leichte Defizite im Selbstbewusstsein zu beklagen sein. Daher der Drang, sich immer dann in der Vordergrund zu spielen, wenn die Aufmerksamkeit der Bezugsperson nicht ihm gilt. Daher auch die Eifersucht auf den kleinen Bruder, der für ihn natürlich eine Konkurrenz darstellt. Und dann ist da die Herausforderung mit dem Ki-ga und der frühen Fremdbetreuung, die ihm gar nicht gut bekommt. Gibt es denn eine sanfte Ablösung oder muss er weinend im Ki-ga zurückbleiben? so etwas löst regressive Schritte aus (s. unter Regression im gezielten Suchlauf). Bei solchen Entwicklungskrisen ist es ratsam, mit dem Kind zusammen auf den zuletzt erfolgreichen Entwicklungsstand zurückzukehren. Das heißt, alles was das Störungsverhalten auslösend dazu gekommen ist, muss vorerst zurück genommen werden. Also Problem Nr. 1: der Ki-ga. Problem Nr. 2 der wenig verfügbare Vater (sicherlich eine älteres Dauerproblem). Im Ki-ga nur sanfte Ablösung tolerieren und bei entsprechender Bedürfnislage das Kind auch noch einmal wieder mit nach Hause nehmen. Gezielte Präsenz des Vaters bei seinem älteren Sohn, wenn er zu Hause ist. Viele Grüße


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