Nordseeliebe2025
Liebe Frau Dr. Dotzauer, ich habe eine Frage zur Organisation der Tagschläfchen. Mein Baby ist 9 Monate alt und es schläft nachts viel ruhiger, wenn es spätestens um 20 Uhr ins Bett geht und davor ca. 3,5h wach ist. Das Problem: Wenn die Wachzeiten 2,5h/3h/4h sind, kommt man auf 9,5 h. Um einen 12-Stunden-Tag zu haben, müsste das Baby also 2,5 h am Tag schlafen. Das macht meins aber nie. Längere Wachzeiten schafft er im Moment nicht. Wenn ich einen 3. Schlaf mache, wird es abends spät (21 Uhr) und die Nacht unruhig. Meinen Kleinen gegen 18 Uhr in Bett zu bringen, passt nicht in den Alltag und dann müsste er ja jede Nacht 13 Stunden schlafen... Was macht man in diesem Fall? Ich habe gelesen, dass man die Babys gegen 17 Uhr für 15-20min hinlegt und dann aufweckt. Aber soll man sie dann wirklich jeden Tag wecken? Niemand wird doch gerne geweckt... (Dass er längere Schläfchen macht, ist im Moment nicht möglich. Da habe ich alles probiert und er ist sofort hellwach und krabbelt los.) Danke schon mal für Ihre Antwort! Viele Grüße
Guten Tag, für ein 9 Monate altes Baby passen folgende Wachzeiten: 3 - 3,5 - 4 Std. bei einem Nachtschlaf von 11 Std. 20.00 Uhr Einschlafen zur Nacht 07.00 Uhr Aufwachen 10.00 Uhr 1. Tagschlaf zB 45 min gerne mit Einschlafroutine im Bett 14.30 Uhr 2. Tagschlaf idealerweise 90 min gerne im Kinderwagen/Trage 16.00 Uhr danach nicht mehr schlafen 20.00 Uhr Nachtschlaf mit Einschlafroutine im Bett Wenn jetzt das längere Schläfchen nachmittags nicht gelingt, dann ist das Kind müde. Dieser Müdigkeitszustand führt auf Dauer zu einem längerem Schläfchen am Nachmittag zB im Kinderwagen. Aber wenn es gar nicht geht kann man im Übergang auch ein 20 min Powernap anbieten und dann aber nicht die volle wachzeit von 4 Std. sondern die halbe also 2 Std oder etwas mehr. Grundsätzlich ist es sinnvoll nur 2 Schläfchen anzubieten, denn dadurch verlängern sich die Tagschlsafphasen von 30 auf 45 min. Das Verlängern des 2. Tagschlafs geht nicht automatsch, auch das muss man üben. Es resultieren längere Wachzeiten und das führt zu höherem Schlafdruck und das wiederum zum leichteren Einschlafen, in diesem Alter. Wenn kein Machtkampf entsteht und sich keine Aufregung breit macht. In diesem Alter empfehle ich gerne mein Sortierkörbchen (Objekte gucken zum Ruhigwerden) Grundsätzlich sind das alles auch Gewohnheiten, die ihre Zeit und günstige Rahmenbedingungen brauchen. Alles Gute Daniela Dotzauer