Frage im Expertenforum Babyschlaf an Dr. med. Daniela Dotzauer:

Babyschlaf 9 Monate

Frage: Babyschlaf 9 Monate

Verenka

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Liebe Frau Dotzauer,  Mein Sohn (9 M. alt, kam aber 5 Wochen zu früh), hat große Probleme mit dem Schlafen. Tagsüber schläft er 2x 30 Minuten. Nach 30 Minuten wacht er auf und schafft es nicht, weiterzuschlafen. Hält er seinen Mittagsschlaf in der Federwiege unter ständigem wippen, schläft er ca. 1,5 Stunden.  Abends das gleiche Spiel. Er schläft in seinem Bett ein und wacht nach 30 min auf. Durch streicheln und singen schläft er wieder ein, wacht aber erneut nach 30 min auf. Das geht so 3-4x und dann schläft er ca. 3 stunden. Nachts trinkt er alle 3 Stunden 190ml pre. Tagsüber isst er seinen Brei, an „fester Kost“ hat er leider noch kein Interesse. Ich habe das Gefühl, dass er nur unter „Bewegung“, z.B Federwiege gut schläft.  Ist sein Schlafverhalten und das Trinkverhalten (alle 3 Stunden ein Fläschchen) altersentsprechend oder muss ich mir Sorgen machen? Wie kann ich ihn beim durchschlafen unterstützen?  Herzlichen Dank und liebe Grüße,  verenka


Dr. Dotzauer

Dr. Dotzauer

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Liebe Verenka, Ihr Sohn hat sich über die 9 Monate halt sehr an den Bewegungsschlaf gewöhnt. Der Nachtschlaf findet dann für ihn ungewohnter weise im Bett mit keiner aktiven Bewegung statt. Die aktive Bewegung  der Federwiege hilft ihm die Schlafphasen zu verbinden, aber ohne diese Hilfestellung ist er halt tagsüber nach 30 Minuten wach und abends auch und nachts auch. Nachts habt ihr euch auf das Trinken als Weiterschlafhilfe "geeinigt", was allerdings zu enormen nächtlichen Kalorien führt bei 3 Flaschen à 190ml. Das ist auch der Grund warum er tagsüber wenig Intersse an fester Kost hat.  Meine Empfehlungen: 1. am ersten Tagschlaf Einschlafen mit Einschlafroutine, immer gleich mit "Runterkuscheln" und ihn lehren, dass er schrittweise wacher ins Bett kommt und sein Bett als Schlafort versteht. 2. Tagsüber, in Tröste- und Beruhigungssituationen ein Kuscheltier mit emotionaler Bedeutung aufladen, um die Eigenregulation "anzuschieben" 3. den 2. Tagschlaf würde ich im Kinderwagen vorschlagen, dann hat er auch Bewegungshilfe, aber moderater und nach den 30 min hilft der bewegte Kinderwagen zum Weiterschlafen, sodass ein längeres Schläfchen ihn besser über den Tag kommen lässt. 4. Die nächtlichen Flaschen würde ich unbedingt mengenmäßig reduzieren und nach hinten schieben, sodass aus 3 Flaschen 2 werden und auch die entsprechende Menge weniger wird. 5. Das Aufwachen liegt nicht am nächtlichen Hunger, sondern am Schlafphasenwechsel, welchen er noch nicht gelernt hat, selbstständig zu meistern. Daher braucht er eigentlich keine Kalorien zum Weiterschlafen, sondern eine Weiterschlaf-Hilfe von euch Eltern. Eine Weiterschlafsprache ohne Milch. Schschsch, Hand auflegen, umlagern (von einer Seite auf die andere), Popo klpopfen, notfalls zu sich nehmen, beruhigen... Problem: er ist es anders gewöhnt und hat Bewegungs- und Trinkgewohnheiten verinnerlicht. Daher braucht es Geduld und schrittweise Gewöhnung an weniger Milch. Also in kleinen Schritten weniger Milch geben, (weniger an Menge und weniger an Konzentration) und das Weiterschlafen anders mit Beruhigung und (schrittweise weniger Bewegungsimpulsen) erreichen. Leidermühsam das braucht Geduld und Langmut.  6. Die Federwiege würde ich abgewöhnen, nur für den Notfall nutzen und irgendwann ganz abbauen.   Alles Gute für Sie und herzliche Grüße Daniela Dotzauer


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