sara2312
Hallo, ich hoffe, Sie können mir vielleicht einen Rat geben. Meine Tochter ist 1,5 Jahre alt und war eigentlich immer ein sehr gutes Schläfer-Baby. Bis sie etwa 1 Jahr alt war, habe ich sie gestillt, und sie ist meistens einfach beim Stillen eingeschlafen. Danach wollte sie keine Flasche nehmen. Mit viel Geduld habe ich es aber langsam geschafft, dass sie ohne Stillen einschläft und inzwischen auch die ganze Nacht ohne Brust schläft. Selbst wenn sie nachts einmal geweint hat, hat es meistens gereicht, wenn ich ihr kurz über den Kopf oder den Nacken gestrichen habe. Manchmal habe ich sie auch kurz in den Arm genommen, nach ein paar Sekunden wieder ins Bett gelegt, und sie hat sofort weitergeschlafen. Vor etwa einem Monat hatte sie eine Erkältung, die ungefähr 10 Tage gedauert hat. Seitdem schläft sie nachts sehr schlecht. Sie wacht teilweise alle 10–20 Minuten auf und wirkt sehr unruhig im Bett. Auch tagsüber ist sie viel weinerlicher als sonst. Ich habe auch das Gefühl, dass sie vielleicht zahnt, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich der Grund ist oder ob es nur eine Phase ist. Außerdem hatte sie meine Brust für mehrere Monate komplett vergessen. Jetzt plötzlich, obwohl ich schon lange keine Milch mehr habe, sucht sie immer wieder nach meiner Brust, wenn sie nahe bei mir ist. Wenn ich sie nachts in den Arm nehme, drückt sie ihren Kopf oft stark nach hinten und möchte gar nicht richtig in meinen Armen bleiben. Sie wirkt sehr unruhig und ich weiß oft nicht, wie ich ihr am besten helfen kann, wieder zur Ruhe zu kommen. Vielen Dank im Voraus! Liebe Grüße
Guten Abend, Bei Krankheiten werden Kinder natürlich anders behandelt, als wenn sie gesund sind. Oft gewöhnen sie sich dabei an die intensive nächtliche Betreuung und wünschen sich diese auch weiterhin. Sie vermuten eine Phase des Zahnens. Dazu kann ich nichts sagen. Sie könnten höchstens einmal probatorisch ein Schmerzmittel geben und schauen wie sich das auf den Schlaf auswirkt. Die Idee ihres Kindes, dass Ihre Brust weiterhelfen könnte, würde ich nicht unterstützen. Oft entwickeln die Kinder dann Angewohnheiten zB die Brust kneten etc. was im weiteren Verlauf sehr hartnäckig und schwierig wird abzugewöhnen. Ich würde ihre Händchen in die Hände nehmen, anderweitig ihr Nähe anbieten, die Brust verpackt lassen und versuchen diesen Impuls auf ein Kuscheltier umzuleiten. Dieses Kuscheltier muss allerdings tagsüber außerhalb des Bettes mit emotionaler Bedeutung aufgeladen werden. Wenn sie nachts sich wegbiegt, (= ganz klar Verweigerungshaltung) würde ich nicht dagegen halten, sondern sie weglassen. Einfach ein Stückchen weg von Ihnen ins Bett legen. Sie wird schnell selber feststellen, dass sie gar nicht weg wollte und wird dann wieder selbstständig Ihre Nähe suchen. Man kann auch nicht immer die Unruhe einfach so abstellen. Es reicht völlig, wenn Sie selbst ihr eigenes Nervensystem kontrollieren, sie selber ruhig bleiben und redundant Ruhe ausstrahlen. Manchmal ist weniger mehr und je intensiver Sie versuchen die Unruhe abzustellen, desto schwieriger wird es. Es kann sich so aufschaukeln, dass ihr Kind sich hineinsteigert und nichts neues dazu lernt. In Wahrheit ist keine Gefahr im Verzug, es sind nur alle müde und das macht es so schwer. Vielleicht ist es eine gute Idee auch den Papa mit ins Boot zu holen, dann kann die Last des Schlafmangels auf mehrer Schultern verteilt werden. Herzliche Grüße Daniela Dotzauer