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Frage: 2 Jähriges Kind wacht 3 Mal auf

Rosanna

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Mein Sohn ist vor zwei Wochen zwei Jahre alt geworden und seit einem Monat haben wir große Probleme mit dem Schlafen. Ich werde unsere Situation beschreiben. Der Kleine hat schon von Anfang an extrem schlecht geschlafen, nie einen Schnuller akzeptiert, ich habe ihn 13 Monate lang intensiv gestillt, eine Flasche kam nicht in Frage. Als ich mit dem Stillen aufgehört habe, hat er die Flasche plötzlich akzeptiert und heiß geliebt, und mit etwa 18 Monaten begann er, sie als Schnuller zu benutzen, um sich zu beruhigen. Das hat uns nicht gestört, wir waren sogar froh, dass er sich dank dieser Flasche beruhigen konnte (er war ein High-Need-Baby, Schreikind, hatte Regulationsstörungen, ist bis heute ein unglaublich aktives Kind und sehr empfindlich gegenüber allen äußeren Reizen). Im Alter von 13 Monaten konnte ich ihn endlich in sein Bettchen legen und sogar das Bettchen in sein Zimmer stellen. Wir haben viel geübt und er hat die Nächte ziemlich lang durchgeschlafen. Aber seit etwa 4 Monaten ist die Flasche definitiv ein Problem, weil er daran sehr stark saugt, selbst wenn er spielt oder malt, möchte er die Flasche haben. In der Nacht erwacht er bis zum 3 Mal und ist absolut wütend, fordert Milch oder Wasser, pullert 3 Mal, steigert sich hoch, dreht sich und tritt ohne Ende, überstreckt als er Schmerzen hatte, und um 5-6 ist schon Ende des Schlafens. Kuscheltier wird dann weggedrückt, singen, summen möchte er nicht haben. Wie können wir die Flasche sanft abgewinnen und sein Schlaf verbessern? Hilfe!


M. Holtschlag

M. Holtschlag

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Liebe Rosanna, Sie haben schon viel erreicht, trotzdem ist es wichtig, die Flasche nun wirklich ab zu gewöhnen und dem Kleinen zu zeigen, dass es auch mal Situationen im Leben gibt, die sich nicht so leicht zu meistern anfühlen und trotzdem zu schaffen sind. Das ist wichtig, denn neben einer guten Bindung sollten wir unseren Kindern auch Krisensicherheit mit in das Leben geben. Es gibt mehrer Möglichkeiten, die Flasche abzugeben. Die Netteste ist, sie an ein Baby zu verschenken oder an die Oma zu schicken. Sie können sie aber auch gemeinsam im Müll entsorgen. Kündigen Sie das aber ein paar Tage vorher an und zeigen Sie ihm, welcher Becher dann die Alternative ist. Wegdrücken und überstrecken sind Zeichen einer absoluten Überforderung. Der Kleine macht das nicht, weil etwas vermeintlich nicht will, sondern weil er einfach nicht anders kann. Hier braucht er Halt, Zuwendung, Empathie und Klarheit. Nur Sie wissen wirklich, was gut für ihn ist und was er in der Situation benötigt. Er weiss nicht, was es bedeutet, Karies zu haben oder mit wenig Schlaf durch den Tag zu kommen. Anstatt zu lernen, dass man sich mit Flaschen beruhigen kann, sollten Sie ihm zeigen, dass Gefühle erlaubt sind und wie man damit umgehen kann. ZUr Verbesserung der Reizverarbeitung und auch als Alternative zum Saugen würde ich ihn auf jeden Fall 5-7 Mal in der Woche für 10 Minuten massieren. Gerne zeige ich da auch, wie ich das mache. Am Tage sollten Sie ihm viele Möglichkeiten für ein freies, selbstvergessenes Spiel geben und noch mal genau gucken, wie oft und wie schnell Sie bei kleiner Krisen eingreifen. Auch hier ist es wichtig, empathisch zu sein, Lösungswege aufzuzeigen, aber eben nicht sofort die Situation auflösen. Wenn Sie am Tage etwas verändern, wier die Nacht meist automatisch besser. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit dem Kleinen und stehe für eine weiterführende Beratung gerne zur Verfügung, Margit Holtschlag      


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