Vijo
Hallo, Ich hätte zwei Fragen zu unserer aktuellen Schlafsituation. Mein Sohn ist 2 1/4 Jahre alt. Er hat sehr lange Probleme mit dem einschlafen gehabt und es gab viele Phasen in denen er nachts sehr oft aufgewacht ist. Die Situation hat sich seit seinem 2. Geburtstag deutlich verbessert. Zusätzlich wurde er ab Dezember 2025 abgestillt. Aktuell sieht unser Abend so aus, dass er gewickelt wird, sich dann ein Buch und Kuscheltier aussucht und in sein Bett bringt, dann wird Zähne geputzt und dann darf er im Bett noch lesen. Er braucht ca. 10-20 Minuten bis er einschläft, meist so gg. 19:30 und wacht zwischen 6:30-7:00Uhr auf. Er schläft bis zum ersten aufwachen im eigenen Bett, danach schläft er im Familienbett weiter. Aktuell hat er in der ersten nachhälfte öfters einen Nachtschreck oder wacht gg. 22 Uhr nochmal auf. In der zweiten nachthälfte wacht er sehr oft um ca. 4 Uhr auf und tut sich dann sehr schwer wieder einzuschlafen bzw. schläft sehr unruhig und wacht gefühlt alle paar Minuten wieder auf und beschwert sich. Auch reicht eine kleine Bewegung von mir aus, dass er sofort wieder wach wird. Er knibbelt beim Versuch wieder einzuschlafen in meinem Gesicht rum, teilweise kurz (als würde er sich vergewissern wollen, dass es wirklich Mama ist) teils jedoch exzessiv, was auch nervt/ schmerzhaft ist. Wenn man seine Hand weg tut, weint er. Wenn ich mich dann aus lauter Verzweiflung hinsetze und ihn mir in den Schoß lege dann schläft er nochmal 2-3 Stunden durch. Da wir in wenigen Wochen weiteren Nachwuchs erwarten, besteht irgendwie ein gewisser Druck, dass wir eine Lösung für das Problem finden. Das zweite Problem bezieht sich auf die Kita. Zu Beginn dieses Jahres hat er nach 10 Monaten „gelernt“ in der Kita zu schlafen (3. Versuch) was in mittlerweile 80% der Fälle gut klappt. Es gibt aber immer noch Tage, da schläft er nur 30-45 Minuten und ist dann am Nachmittag sehr übermüdet und missgelaunt. Das einschlafen an Abend sowie die Nacht werden dann auch katastrophal. Wir haben schon alles versucht, Kuscheltiere, Milch zu trinken, ein Oberteil, das nach Mama riecht, den einschlaf-Otter usw. Haben Sie eventuell noch einen Tipp was wir machen können? Vielen Dank und viele Grüße Vijo
Guten Tag, es ist schön, dass Sie schon einige Schlafprobleme selbst lösen konnten. Das aktuelle Problem kann sich von allein bessern, wenn bei besserem Wetter dem kindlichen Organismus der Tagesrhythmus durch Frischluftbewegung am Tage besser eingestellt ist. Ebenso wird durch die Zeitumstellung in 4 Wochen die morgendliche Unruhe eine Stunde nach hinten verlagert und fällt dann ggf. bereits in die Aufstehzeit. Dennoch können Sie bis dahin folgendes versuchen: -Sorgen Sie dafür, dass der Mittagsschlaf den Tag wirklich mittig teilt, damit der Nachmittag nicht zu lang wird und das Kind übermüdet in den Nachtschlaf geht. - 30-45 Minuten Mittagsschlaf sind eigentlich zu wenig. Versuchen Sie zumindest am Wochenende, den Mittagsschlaf durch Kuscheln o.ä. noch auf 1,5 Stunden zu verlängern. Wenn es zu Hause besser klappt, können Sie ernsthaft überlegen, ob Sie in der Elternzeit die Ganztagesbetreuung der Kita häufig nicht wahrnehmen, um Ihrem Kind zu Hause mehr Schlaf zu gönnen. - Ist der Mittagsschlaf zu kurz, muss ggf. das Abendprogramm bereits früher eingeläutet werden. Bei Übermüdung schüttet der Körper das Stresshormon Cortisol aus, ein Gegenspieler des Schlafhormons Melatonin. - Gestalten Sie den Abend so, dass der Übergang von Tagesaktivitäten zum Nachtschlaf ein langsamer "Sinkflug" ist, beginnend mit dem Abendessen, liebevoller Körperpflege, ggf. mit Körpererfahrung in Form von Massagen, dann ruhigem Spiel, Kuscheln, Buch schauen...kontrollierter Langweile. - Das Kniebeln sollten Sie tatsächlich, so wie Sie es jetzt machen unterdrücken indem Sie eine Alternative anbieten. Zeigen Sie ihm, welche Art von Körperkontakt für Sie angenehm ist, z.B. Hand halten o.ä. Knibbeln kann das Kind an einem Ersatzgegenstand. - Wenn das Baby da ist, stillen sie dieses bevor Sie versuchen den großen Schlafen zu legen. Wenn sich das Baby nicht gut ablegen lässt, nehmen Sie es in eine Tragehilfe, um bei den Schlafritualen ihrem großen Kind weiterhin gute Aufmerksamkeit widmen zu können (Bettkantenritual). Liebe Grüße, Mechthild Hoehl
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