NeuMami2024
Sehr geehrte Frau M. Holtschlag! Ich habe eine 15 Monate alten Sohn und wir versuchen schon seit 1 1/2 Monaten das Einschlafstillen zur Mittagszeit abzugewöhnen, da er jetzt in den Kindergarten kommt. Es funktioniert mäßig gut. Am Amfang hat er wirklich fast 60min durchgeweint/geschrien. Aktuell beschränkt sich das Schreinen/Weinen auf ca 5 min ABER davor sprintet er im Bett 60min hin und her. Wir haben ein Familienbett, weil er im Gitterbett noch mehr weint. Er verweigert Schnuller, Trinkflasche, Kuscheltier etc. Nachdem er 60min im Bett hin und her gesprungen ist nehme ich ihn meist hoch, Schaukel ihn kurz und er schläft weinend ein. Versuche ich das Schauckeln früher macht er sich steif und brüllt noch lauter. Ich muss dazusagen, dass er generell nicht gerne "festgehalten" wird- er muss immer das Gefühl haben weg zu können, wenn er will. Daher schreit er leider auch im Autositz gaaaanz schlimm und Kinderwagen fahren haben wir wegen den Gurten schon aufgegeben- mag er wirklich gar nicht. Aber im Kindergarten kann er ja auch nicht 60min hin und her hüpfen bis er so müde ist, dass er weinend einschläft. Bin schon etwas am Ende, weil kaum etwas fruchtet. Liegend bleiben würde er mir niemals. Und er ist beim Hinlegen auch müde. Aber es puscht ihn dann irgendwie. Haben Sie vl Tipps was ich machen könnte, dass er nicht soooo lange herumhüpft? Musik, Singen, Vorlesen, Kuscheln- es funktioniert nichts. danke :-) lg, NeuMami
Liebe Neu-Mami, der Kleine weiss leider noch nicht, was er wirklich braucht und was ihm fehlt, wenn er müde ist. Wenn er sich steif macht und überstreckt geschieht dieses aus einer absoluten Überforderungssitation heraus und nicht, weil er etwas nicht will. Hier braucht er Sicherheit, Halt und die Gewissheit, dass Sie besser wissen, was er braucht als er selber. Wenn man schon überreizt ist, helfen keine neuen Reize weiter. Hier helfen nur Ruhe und Gelassenheit. Wichtig ist, dass Sie selber wissen, wo Sie in 2 Wochen stehen möchten. Also, ob Sie dann immer noch Mittags stillen möchten, oder ob Sie gerne wieder etwas freier wäre. Für den Kleinen wäre es gut, wenn er lernen würde, dass man sich auch beruhigen kann, ohne etwas im Mund zu haben. Das ist auch wichtig für die Entwicklung der späteren Frustrationstoleranz. Konkret würde ich damit anfangen, den Tag zu entschleunigen und bei "Mini-Krisen" weniger schnell einzugreifen. Zudem würde ich mit dem Herunterfahren vor dem Schlafen legen und dem Schlafen legen selber mindestens 20 Minuten früher anfangen. Ich denke auch, dass es gut wäre, die Massage wieder einzusetzten. Darüber fließt Oxytocin und das hilft, in die Entspannung zu kommen. Wenn man müde ist kann man nur schlafen oder sich mit Bewegung wach halten. Wenn der Kleine im Autositz weint, liegt das auch daran, dass ihm erst in dieser Situation bewusst wird, wie müde er schon ist. Bislang hat er da mit Bewegung gegenreguliert, einfach, weil er es mit seinen 15 Monaten nicht besser weiss. Hier braucht er Ihre Unterstützung und Zuversicht, dass Sie es bessser wissen als er. Wenn Sie da weiteren Support brauchen, würde ich eine persönliche Beratung anbieten. Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Freude mit dem Kleinen und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Margit Holtschlag
NeuMami2024
Danke für Ihre ausführliche Antwort! Gerne würde ich die persönliche Beratung in Anspruch nehmen! LG
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