amelly32
Hallo Herr Dr. Wahn, zunächst einmal vielen Dank für die Möglichkeit, hier Fragen stellen zu dürfen! Meine Tochter (9 Monate) hatte vor ca. 4 Wochen eine allergische Reaktion auf Cashew-Mus (sehr kleine Menge). Ihre Neurodermitis im Gesicht ist einige Minuten nach dem Verzehr regelrecht „aufgeblüht“ und die Haut um den Mund und am Kinn ist feuerrot geworden mit kleinen Pusteln. Wir haben daraufhin beim Kinderarzt Blut abnehmen lassen. Der Bluttest ergab dann laut KiÄ eine Cashew-Allergie (Wert: 1.34 Kl. 2). Wir sollen nun Cashew sowie Pistazie konsequent meiden, andere Allergene (inkl. Nüsse wie Mandeln, Hasenuss, Erdnuss etc) aber weiterhin geben. Wir haben ein Notfallset verschrieben bekommen (EpiPen, Cetirizin-Saft und Kortison-Zäpfchen) und haben (leider erst Mitte Juni) einen Termin in der Kinder-Allergologie. Da der Termin noch knapp 2 Monate hin ist und ich durch verschiedene Infos im Netzt leider sehr verunsichert bin, sind bei mir nun ein paar Fragen offen: 1) Die KiÄ hat empfohlen, alle Allergene (außer Cashew/Pistazie) weiter einzuführen. Im Internet steht vielerorts, dass man mit anderen Nüssen und Erdnüssen z.B bei bestehender Cashew-Allergie sehr vorsichtig sein soll und ggf. nur unter ärztlicher Aufsicht geben soll. Das hat mich nun sehr verunsichert. Wie schätzen Sie das ein? 2) Ich habe den Eindruck, dass sie auch auf Kuhmilch und Fisch reagiert. Zumindest ist ihre Neurodermitis im Gesicht nach dem Verzehr deutlich röter geworden (aber nicht so extrem wie nach dem Cashew-Mus). Und einige Stunden später hatte sie sehr dünnen Stuhl und Blähungen. Ich weiß aber nicht, ob es am Verzehr lag oder nicht. Soll ich Fisch und Milch nun vorsichtshalber auch nicht mehr geben? Mir ist das leider erst nach dem Kinderarzt-Besuch aufgefallen. 3) Zum Notfallset: Gibt man Cetirizin und Kortison bereits, wenn ihre Neurodermitis um den Mund bzw. im Gesicht „aufblüht“ und röter wird nach potentiellem Allergen-Verzehr? Das passiert nämlich recht häufig. Oder erst, wenn Quaddeln, Niesen/Husten/Heiserkeit etc dazu kommen? Ich finde das teilweise sehr schwer zu deuten, da ihre Neurodermitis auch so mal über den Tag aufblüht und sie niest oder mal hustet. Zur Info: Sie ist leider von Beginn an keine gute Beikost-Esserin, weshalb wir auch einige Nahrungsmittel und Allergene erst etwas später (zu spät?) eingeführt haben. Sie hat seit Beikoststart leider ziemliche Probleme mit der Verdauung (hauptsächlich Verstopfung, zwischendurch teils Durchfall mit kleinen Blutpünktchen) und bekommt nun Laxbene. Ich mache mir zudem Vorwürfe, Allergene wie Milch, Fisch, andere Nüsse (Mandel und Cashew hat sie ja schon mal probiert) oder Ei nicht noch früher eingeführt zu haben und nun ggf. Schuld an ihren Unverträglichkeiten bzw. Allergien zu sein. Kann das sein Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen! Vielen Dank im Voraus! Ihnen einen schönen Tag & beste Grüße!
Bitte machen Sie sich keine Vorwürfe, dazu sind die immer wieder neu formulierten Empfehlungen zur Beikost bei Allergikern viel zu schwach und widersprüchlich. Die atopische Dermatitis sollte konsequent und nach den Leitlinien (Elidel??) so lokal behandelt werden, dass akute Schübe möglichst vermieden werden. Die bereits jetzt bestehende Nahrungsmittelallergie verlangt eine möglichst breite Testung (Bluttest!), wozu sicher auch Milch, Ei, Soja und Fisch gehören. Eine fundierte Diätberatung kann erst nach Vorliegen aller Befunde erfolgen, die kinderallergologische Erfahrung zeigt aber, dass sich das Allergensprektrum ausweiten kann und Diäten eventuell anzupassen sind. Haben Sie bitte keine Sorge wegen zu später Beikost. Bis zum Allergologen -Termin würde ich die Nahrungskomponenten sehr überschaubar und eher schmal beibehalten. Es wird dadurch kein Schaden entstehen. Sollte eine unerwartete Akut-Reaktion auftreten so geben Sie Cetirizin und Cortison sofort (wirken erst verzögert), bei heftiger Reaktion auch gleich Adrenalin (wirkt in 3 Minuten) dazu. Gruß, Ulrich Wahn
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