Rund um die Erziehung

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Geschrieben von rabauken-mami am 12.07.2006, 20:45 Uhr

wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Hallo,
mich würde aus reiner neugierde mal interessieren wie ihr folgendermaßen reagieren würdet:
- euer kind zwischen 2,5 und 3,5 versucht durchzusetzen seine gummistiefel bei 28° im schatten anzuziehen, ihr müßt aber los und findet das sandalen und kurze hose besser angebracht wären
- beim essen wird wenn das kind satt ist,es aber nicht sagt das es satt ist, der teller vom küchentisch geschupst
- ein wutausbruch folgt der fast in jähzorn ausartet,es wird also mit gegenständen geschmissen
- es unbedingt ein lolli/bonbon haben möchte obwohl ihr dem kind erklärt habt das gleich mittaggegessen wird und ihr
-das kind aus wut über den bekommenen bonbon/lolli sein mittag auf den boden wirft
- das kind bei nicht bekommen willen so laut schreit das die nachbarn sich beschweren oder euch schräg angucken
- euer kind nachts aufwacht und schreit weil es eine geschichte vorgelesen haben möchte, ihr aber nächsten tag um 5:30 aufstehen müßt um zur arbeit zu gehen,
die trotzsituation dauern sehr lange teilweise 30 minuten und länger, ihr habt nicht die möglichkeit,dieser situation zu entgehen,weil ihr z.b unterwegs seit
-euer kind trödelt und ihr aber einen wichtigen termin habt
-euer kind über längere zeit das mittagessen verweigert( 5 monate und länger)
-nur noch apfelsaft aus der flasche möchte und kein wasser wie bisher,

so nur ein paar fallbeispiele die mich interessieren würden, bin mal auf verschieden oder gleiche ansichten gespannt
LG heidi

 
11 Antworten:

Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von patundced am 12.07.2006, 21:44 Uhr

Oh Mann, so viele Wünsche auf einmal!!!

- Gummistiefel, soll er sie doch anziehen, er schwitzt ja, nicht ich.
- Teller schubsen, kriegt den Lappen in die Hand, muss säubern und ich erkläre ihm, beim nächsten Mal sagt er mir, wenn er nicht mehr mag.
-Wutausbruch, ich gebe meinem Sohn statt der fliegenden Legosteine seinen Wutaffen aus Stoff (selbstgenäht, stolzbin), den beisst, kratzt und quetscht er immer, dann beruhigt er sich meist
- er bekommt auf keinen Fall das Bonbon, ich biete es ihm als Nachtisch an, mein Kind geht auch immer darauf ein. Falls Essen auf dem Boden landet, Lappen in die Hand und kein Mittagessen, keine Süssigkeiten für den ganzen Tag. Erst zur nächsten geplanten Mahlzeit wieder anständiges Essen. Falls Wutgeschrei, wieder den Wutaffen, da schreit er immer hinein, sollte es doch lauter werden, lasse ich ihn, tut ihm gut, kommt selten vor und die Nachbarn sollen doch dumm gucken. Ich würde es ihnen lustig verkaufen, z.B. Als ich Kind war, mussten meine Eltern die Wände mit Eierkartons auskleiden o.ä.
-Nachts Gexchichte, ich würde mein Kind mit in mein Bett nehmen oder mich in sein Bett legen, ihn streicheln und leise sein Lieblings-Gute-Nacht-Lied summen, bis er eingeschlafen ist
-wichtiger Termin, einfach eher aufstehen, falls nicht möglich, Kind schnappen, wie es ist
-Essen verweigern, dann koche ich halt abends warm und biete am Nachmittag noch mal was an
- nur noch Saft wollen, Pech gehabt, ich habe das Geld zum Einkaufen, ich bestimme, Kompromiss finden, z.B. am WE ist Saft erlaubt oder zum Abendbrot ist ein Glas Saft erlaubt
Aber ehrlich gesagt, all diese Situationen sind noch nie bei uns vorgekommen, dafür andere, aber derart nicht. Was schliesst Du nun aus den Antworten??? LG Pat

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von raphael04 am 12.07.2006, 21:48 Uhr

Hi,

einiges klingt ja fast schon ein bißchen lustig :-)

1. Gummistiefel anziehen lassen, Sandalen mitnehmen - fertig!
2. haben wir z. Z. manchmal (Raphael ist aber erst knapp 20 Mon.). Wir erklären ihm geduldig, daß er den Teller auf dem Tisch stehen lassen kann, wenn er satt ist - erste Erfolge zeichnen sich ab :-)
3. Wutausbrüche haben ja eigentlich immer irgendeine Vorgeschichte. In der Regel lasse ich ihn sich abreagieren und versuche dann, leise mit ihm zu sprechen und ihn in den Arm zu nehmen, um zu fragen, ob er sich jetzt langsam wieder beruhigt hat.
4. das sehe ich nicht so. Raphael darf auch vor dem Mittagessen ein Bonbon haben (nicht gleich 3 kg natürlich), anschließend wird Mittag gegessen. Er ist ein relativ guter Esser (insofern keine Probleme), wenn er aber etwas nicht mag, muß er es weder essen noch auf biegen und brechen probieren (ICH muß schließlich auch keine Schnecken probieren, um zu wissen, daß ich sie nicht mag). In solchen Fällen gibts Nudeln mit Obst (meine Mutter kriegt Anfälle bei "solchen" Erziehungsmethoden *ggg*). Ich mache beim Essen überhaupt nie und keinerlei Streß - viiiiieeeel zu sensibles Thema!
5. ja nu, da müssen die Nachbarn mit leben! Ich denke auch immer, die Kleine über uns wird abgeschlachtet ;-)
6. wir gehen beide arbeiten, aber wenn Raphael nachts aufwacht und schreit, wird zur Not auch stundenlang getröstet! Aber eben auch von beiden! Er wacht auch manchmal auf und möchte in den Sand, daß geht natürlich nicht. Aber man kann es ruhig erklären und sein Kind auf den Arm nehmen ob dieser großen Enttäuschung. Klar, sieht man morgens aus, als hätte man die Nacht durchgemacht ;-)
7. Dringend irgendwohin müssen kann ich insoweit nicht nachvollziehen, als das man immer genug Zeit für alles im Leben hat. Es sei denn, irgendjemand liegt gerade im Sterben. Ich kann Hetze jeglicher Art nicht begreifen, man kann alles so rechtzeitig anfangen, daß niemand großartig in Streß geraten muß. Kinder können schon gar nicht einsehen, wieso alles zack zack gehen soll. Wir müssen auch morgens pünktlich zur Tagesmutter, aber wir gehen den Tag trotzdem in Ruhe an. Einstellungssache schätze ich ...

Monatelanges Essenverweigern hat meiner Meinung nach immer einen triftigen Grund. In der Regel ist irgendetwas im Zusammenhang mit dem Essen vorgefallen (es wurde als Druckmittel benutzt, gedrängelt, genötigt, zum x-ten Mal wieder hingestellt, was weiß ich!). Das muß man irgendwie herausfinden und versuchen, wieder ins Lot zu bringen. In Ruhe einkaufen (wenn möglich vorher ZUSAMMEN ein Essen aussuchen), GEMEINSAMES Zubereiten und GEMEINSAMES Essen - und das alles ohne Vorwürfe, ohne Druck und in Ruhe.

Zum letzten Punkt: einen Kompromiß finden? Apfelsaftschorle? Ansonsten ist von purem Apfelsaft noch niemand gestorben und ich habe den Eindruck, auch hier wird verweigert um des verweigerns Willen?

LG ... Marion

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von reasonAlia am 12.07.2006, 21:48 Uhr

Oh je, das hört sich ja richtig nach Trotz an! Meine Tochter ist 2,5 Jahre und das eine oder andere Beispiel was du nanntest, kam mir bekannt vor! Wobei ich aber sagen muss, das meine Tochter da vielleicht noch ein bischen von entfernter ist, denn sie beruhigt sich immer relativ schnell wieder! Ich versuche meistens, klar klappt auch nicht immer, ruhig zu bleiben und ihr zu erklären Warum! Wenn es gar nicht geht - verlass ich die Situation! Sie soll sich beruhigen und ich komm auch wieder runter! Auf offener Straße hatte ich noch nicht! Wenn sie aus Trotz etwas runterschmeisst (Essen z.B.) soll sie es selber wieder aufheben! Das geht nur, (man muss ja nicht schreien) wenn du konsequent bist UND ganz wichtig, dein Partner auf deiner Seite steht! Dann dürftes es der kleine Trotzkopf echt schwer haben!
Viel kraft wünsche ich dir.....;)
LG Jessica

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von tinai am 12.07.2006, 22:19 Uhr

Hi,

kommt mir alles recht bekannt vor:

Zum ersten: Meine Tochter ist eine ganze Zeit mit Gummistiefeln im Hochsommer (was sind 28 Grad? 35 waren es) zum Kindergarten marschiert - keine Kämpfe angebracht. Sie hats irgendwann wieder gelassen, Schaden hat sie auch keinen davon getragen und ich auch nicht.

Was die Nachbarn angeht: Ich denke manchmal, stünde das jugendamt vor der Tür, könnte ich es ihnen nicht verdenken, also ist es mir wurscht.

Wenn meine Kinder nachts irgendwelche Wünsche haben, nehme ich sie mit ins Bett und wir schlafne weiter - vorlesen, spielen etc. mache ich nachts bestimmt nicht, muss auch täglich früh raus und die Kinder auch. Zu Trinken bekommen sie natürlich, wenn sie danach verlangen.

Essen vom Tisch werfen gibts nicht, irgendwann hats aufgehört.

Bonbon vor dem Essen oder ein Eis in der Regel auch nicht, aber Aussicht auf eins danach.

Ob die Kinder bei Tisch was essen oder nicht, bewerte ich nicht, solange sie stattdessen keine Süßigkeiten zwischendurch essen. Ich war selbst eine schlechte Esserein und habe fürchterlich gelitten, wenn ich zum Essen überredet werden sollte (bin dann auf totalen Widerstand gegangen). Also Anbieten, Abräumen fertig.

Flasche gabs bei meinen Kindern nicht! Abschaffen würde ich sagen.

Apfelschorle wollten meine auch eine ganze Weile ausschließlich, dann habe ihc keine mehr gekauft - also aus dem Angebot gestrichen und plötzlich schmeckte Wasser wieder - man muss natürlich Vorbild sein, wir haben dann auch nur noch Wasser getrunken.

Bei wichtigen Terminen - viel Zeit einplanen. Kinder brauchen mehr Zeit! und ich kenne das genau, je mehr wir drängeln, desto langsamer gehts und zum Schluss ist man eine treibende und meckernde Furie. Deswegen am besten 15 Minuten mehr als sonst einplanen, das entspannt ungemein.

was noch?

Es gibt einfach Kinder, da muss man sich sehr genau überlegen, wie wichtig einem bestimmte Dinge sind und wo man einfach auch mal den Willen des Kindes akzeptieren kann. Wenn meine Tochter mit Gummistiefeln im Sommer und mit Sandalen im Winter gehen will, finde ich Kompromisse (die Sandalen zieht sie eh ganz schnell wiweder aus, wenn sie merkt, dass es kalt ist) oder ich gebe Sandalen in den Rucksack für den Kindergarten - das lohnt überhaupt keine Auseinandersetzungen.

Wenn sie sich an der Straße aber losreißt, ist das nicht hinnehmbar und auf solche Dinge investiere ich dann auch Energie.

Mein Sohn war und ist übrigens ganz anders. Er zeigt mir fast zu schnell Einsicht und ich denke oft, er müsste sich doch mal widersetzen.

Kinder sind verschieden.

Gruß Tina

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von Jamilia am 12.07.2006, 22:25 Uhr

Hallo Heidi!

Das sind ja schon recht heftige Trotzsituationen, die du da beschreibst.
Mein Kleiner kann auch ganz schön bockig werden (ist gute 2 1/2), aber ganz so schlimm ist es (bisher; mal feste auf Holz klopfen!!!) nicht bei uns.

Also, werd mal deine Liste durchgehen:

-Gummistiefel (haben wir noch nicht), bei uns gehts dann eher um die Sportschuhe, die nicht ganz so schwitzig werden.
Mein Tip: Über die Zeit des warmen Wetters ganz wegpacken (Keller o.ä.) oder anziehen lassen! (Wenn du vorher weißt, dass ihr den ganzen Tag unterwegs seid, einfach die Sandalen mit einpacken (als Rettung, aber erst mal soll dein Kind merken, dass es nicht so angenehm ist...)

-bei uns kündigt sich satt sein durch rumspielen an (mit den Händen, Fäusten oder Besteck auf dem Tisch rumklopfen oder auch auf dem Geschirr, mit der Gabel in Essen rumkurven, rumhampeln); frage dann, ob er satt ist oder noch essen mag; möchte er noch, soll er mit dem rumalbern bitte aufhören oder ich nehme nach einer weiteren Warnung den Teller weg.
Dass der Teller direkt fliegt, ohne Vorwarnung, sowas hatten wir noch nicht und ich weiß ehrlichgesagt nicht so genau, was ich da machen würde, wahrscheinlich würd ich meckern und ihn aus der Küche schicken und Tür zu!
Und wenn wir uns beide beruhigt haben, erklären, dass er mir gefälligst sagen soll, wenn er nichts mehr essen mag, damit ich es weg stellen kann.
Gibt's denn bei Euch die Regel, was auf dem Teller ist, soll auch gegessen werden?
Das haben wir nämlich nicht.
Ich sag immer, wenn er satt ist und nicht mehr mag, dann ist's ok, dann soll er's stehen lassen.
Und er sagt mir dann auch meistens "Mama, mag ich nicht mehr."

-Richtig aus Jähzorn wurde bisher noch nicht mit was geschmissen. Eher beim zu aufgedrehten Spielen mit seinem Kumpel, aber da geh ich sofort hin und erkläre klar und deutlich, dass er nicht mit den Sachen werfen darf, sonst kann er damit nicht mehr spielen. Zur Not werden sie weggeräumt.

Da sei mal dazwischen was ganz allgemeines angemerkt: Wenn er anfängt völlig rumzuspinnen (z.B. mit Sachen werfen, andere Hauen, etc.) schnappe ich ihn mir und rede mit ihm, dass er das nicht darf (wir sind dabei in gleicher Augenhöhe). Oft ist er dann aufgedreht und will nicht zuhören. Dann behalte ich ihn bei mir (auf der Couch, Bank, Schoß, wo wir halt grad sind), bis er sich beruhigt hat und bereit ist, mir zuzuhören. Ich sag ihm, denn er will ja möglichst weg und weiter spielen etc., "Du bleibst so lange hier sitzen, bis du mir erst mal zugehört hast!" Darauf gibt's im ersten Moment meist tierisches Gebrüll, doch das legt sich normalerweise sehr schnell (dauert kaum 1-2 Minuten) und dann kommt schon "Janni zuhören" von ihm. Dann erklär ich ihm das alles, frage, ob er es verstanden hat und bitte ihn, sich daran zu halten. Dann darf er wieder spielen.

Nun weiter im Text:
-Thema Süßigkeiten vor dem Essen. Gibt es nicht. Mache dann den Vorschlag, dass er eine Süßigkeit als Nachtisch haben darf, wenn er vorher schön gegessen hat.

-Nachbarn haben sich noch nie beschwert. Viele haben hier selbst Kinder und kennen die "kleinen" Problemchen.
Mein Vorschlag: Je nachdem, wie das Verhältnis zu deinen Nachbarn ist oder wie du es weiterhin haben willst, entweder die Situation erklären, dass dein Kleiner eine sehr trotzige Phase durchmacht und manchmal leider etwas zu laut ist oder dir ein paar Kontersprüche zurecht legen ;-)

-Trödelt er, geht's halt in den Buggy, wenns schnell gehen muss..

-mit dem Essen haben wir eigentlich keine Probleme.
Wenn er das Essen strikt verweigert aus Trotz (oder gibt es evtl. andere Gründe? Mal mit ihm geredet?), dann soll er's halt lassen, dann gibt's aber auch keine Sonderwünsche zwischendurch.
Oder hast du Bedenken, dass er zu dünn wird?

-mit Apfelsaft hab ich keine Probleme, kriegt meiner auch viel (auch mit Wasser gemischt), reiner Saft ist doch ok (ohne Zuckerzusatz). Nur den ganzen anderen Kram wie Limo, Fruchtsaftgetränke etc., wo viel zusätzlicher Zucker drin ist und sonstige Zusätze, das gibt's bei uns nicht.

Soviel zu meiner Sicht der Dinge.
Vielleicht konnte ich dir ja ein paar Anregungen geben.
Und wenn nicht, wars hoffentlich wenigstens interessant zu lesen ;-))

Lieben Gruß

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von ny152 am 12.07.2006, 22:42 Uhr

1. sandalen in die tasche und mit gummistiefeln an den füßen erst mal los

2. schon vorher ausloten, wann der punkt erreicht ist, dass das essen runtergeschubst wird, und dann vorher schon essen in sicherheit bringen

3. gegenständig freundlich, ruhig und bestimmt aus der reichweite stellen, ruhig bleiben, warten, bis es vorbei ist

4. freundlich und ruhig sagen, warum es jetzt keinen lolli gibt, wieder ruhig bleiben, essen zur seite räumen, später anbieten

5. freundlich, ruhig und bestimmt bleiben (je ruhiger mal selber bleibt, desto weniger intensiv und laut trotzt das kind)

6. nachts keine geschichte, stattdessen kuscheln unter mamas bettdecke, wo beide im handumdrehen wieder einschlafen

7. kind gar nicht erst zu wichtigen terminen mitnehmen (und beim papa lassen) oder ganz viel vorlaufzeit einplanen, wenn es wirklich eilig ist, kind freundlich, ruhig und bestimmt tragen oder in den buggy verfrachten

8. das buch lesen "mein kind will nicht essen" von gonzales

9. apfelschorle anbieten (mit höherem wasseranteil als apfelsaftanteil), puren apfelsaft gegen jeden protest verwehren

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von nordtiger am 13.07.2006, 1:33 Uhr

hallo, hab gerade gut gelacht. immer wieder herrlich, festzustellen, dass es eigentlich allen sehr ähnlich geht.

gummistiefel würde ich immer locker sehen.

essen ist bei uns zur zeit "spaßig". der große mit 34 monaten kann das ziemlich gut, macht aber auch immer mal faxen udn die kleine mit 16 monaten hat mächtig temperament. da fliegt schon mal der teller, wenn man nicht schnell genug eingreift und gerade gestern hat sie den letzten pitzelpatz teller mit der gabel zerschlagen, weil sie aus wut über meine ermahnung, nicht so auf den teller zuschlagen, noch doller zu gehauen hat. danach war sie natürlich super traurig undhat herzzereissend geweint...

süßigkeiten gibt es bei uns nur nach der mahlzeit

saft ist heiss begehrt, wird aber auch desöfteren eingeschränkt. meistens reicht es bei schon aus, wenn nur ein klitzekleines bisschen saft ins wasser kommt

auf wutausbrüche gehe ich meistens nicht ein, denn das steigert sie nur. die haben beide ganz gerne mal und die gehen auch von selbst wieder vorbei. keine ahnung, was die nachbarn davon halten, aber angesprochen hat mich noch keiner :-)

nachts geschichten vorlesen wäre nicht mein ding. unsere kinder können gerne zu uns ins bett kommen, aber dann schlafe ich weiter

bei terminen stehe ich meistens früher auf oder fange früher an die zwei fertig zu machen und setze mich wenn nötig durch, indem ich sie auch fertig mache, wenn sie sich dagegen sträuben. zur zeit haben die kids ja noch ein gewicht, bei dem man sie schnell hochnehmen kann. das klappt zur not auch mit zweien udn das wissen meine.
unser papa arbeitet leider so viel, dass die zwei eigentlich immer dabei sind

tja, mit dem essen, das ist so eine sache. meine tochter ißt richtig gut und bei meinem sohn sind es phasen. mal ißt er gut und dann ißt er wochenlang total wenig. ich vertraue darauf, dass er sich nimmt, was er braucht, biete ihm gesundes essen an und fertig. natürlich geht sowas nur, so lange die kinder dabei fit sind.

also dann, weiterhin alles gute, gute nerven und die gewissheit, dass eigentlich alle mit sehr ähnlichen unwägbarkeiten zu kämpfen haben. ich finde, das ist wirklich beruhigend.

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von Schokoladenkuchen am 13.07.2006, 9:30 Uhr

- euer kind zwischen 2,5 und 3,5 versucht durchzusetzen seine gummistiefel bei 28° im schatten anzuziehen, ihr müßt aber los und findet das sandalen und kurze hose besser angebracht wären
--> wenn man los muss, muss man los. Ich würde Sandalette zusätzlich einpacken und später anbieten, wenn das Kind in den Gummistiefeln schwitzt.

- beim essen wird wenn das kind satt ist,es aber nicht sagt das es satt ist, der teller vom küchentisch geschupst
--> Kind bekommt Küchenrolle und Lappen in die Hand gedrückt.

- ein wutausbruch folgt der fast in jähzorn ausartet,es wird also mit gegenständen geschmissen
--> Kind wird aufs Zimmer geschickt. Alles, was fliegt wird abgenommen.

- es unbedingt ein lolli/bonbon haben möchte obwohl ihr dem kind erklärt habt das gleich mittaggegessen wird
--> es darf sich ein Bonbon aussuchen, was es NACH dem Mittagessen sofort haben darf.

-das kind aus wut über den NICHT(?) bekommenen bonbon/lolli sein mittag auf den boden wirft
--> kein Essen, kein Lolli

- das kind bei nicht bekommen willen so laut schreit das die nachbarn sich beschweren oder euch schräg angucken
--> kann man nichts machen. Bloß nicht zuviel darauf einreden. Ignorieren.

- euer kind nachts aufwacht und schreit, weil es eine geschichte vorgelesen haben möchte, ihr aber nächsten tag um 5:30 aufstehen müßt, um zur arbeit zu gehen
--> erklären, wieso es JETZT keine Geschichte gibt. Basta!

- euer kind trödelt und ihr aber einen wichtigen termin habt
--> Kind untern Arm klemmen und los

- euer kind über längere zeit das mittagessen verweigert( 5 monate und länger)
--> kein Zwang - aber auch nichts anderes bis Abendessen

- nur noch apfelsaft aus der flasche möchte und kein wasser wie bisher
--> Sehe ich kein Problem drin. Dann trinkt es eben Apfelsaft (event. verdünnt) aus der Flasche.

LG Nicki

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von karamell am 13.07.2006, 9:45 Uhr

ich machs mal kurz: in jeder situation bzw.am besten schon vorher überlegen was mir wichtig ist.
-Gummistiefel? egal, aber sandalen mitnehmen
-essen werfen: teller vorher weg und die ruhe bewahren irgentwann hört das wieder auf
-nachts gibt es keine geschichten, gebrüll ignorieren und kind mit ins eigene bett nehmen ode rsofern kind achon in einem großen bett schläft sich dazu packen.
- von apfelsaft ist noch keiner gestorben *grins* wenn heiß ist ist es wichtiger das das kind überhaupt trinkt.
-einzelne bonbons gibt es bei uns sogar vor dem essen. manchmal essen die kidas dann sogar besser weil sie nicht immer kämpfen müssen.

ansonsten: augen zu und durch.
D.

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von Mathildas_mama am 13.07.2006, 9:51 Uhr

zu 1. nehme Sandalen und kurze Hose mit und lasse das Kind in Gummistiefeln loslaufen.

Zu 2. Ist schwierig und habe ich so noch nicht erlebt. Kann ich mir eigentlich nur bis zu einem Alter von 2,5 vorstellen, dann müßte sich das legen. Sage ich mal einfach: schimpfen, wegmachen - wenn es geht gemeinsam - und im Wiederholungsfall das Kind des Tisches verweisen.

Zu 3. Gegenstände wegnehmen, Kind an einen Ort bringen, wo es keinen Schaden anrichten kann, austoben lassen

4. "- es unbedingt ein lolli/bonbon haben möchte obwohl ihr dem kind erklärt habt das gleich mittaggegessen wird und ihr
-das kind aus wut über den bekommenen bonbon/lolli sein mittag auf den boden wirft"

Ist eine absurde Aktion. Wenn mein Kind noch völlig aufgelöst vor Wut ist, stelle ich ihm nicht noch das Wurfgeschoß zur Verfügung. Sprich, Kind soll sich erst beruhigt haben, dann wird erwartet, daß gegessen wird.

5. Nachbarn sollen blöde gucken, kann ich nicht ändern

6. Nachts aufwachen und Geschichte vorlesen? Gibt´s nicht. Wutanfall wird ausgesessen (hatte ich zwar nicht mit Geschichte vorlesen, aber mit bestimmtes Getränk holen und dauerte auch 1,5 Stunden, aber kam exakt einmal vor ;))

7. Kind trödelt? Wird zur Not so eingepackt, wie es ist, die fehlenden Anzieh-Sachen mitgenommen.

8. Mittagessen verweigern? Würde mich nicht tangieren, dann eben nicht.
Kind verweigert Essen aber nur, wenn es den Eltern wichtig ist, daß das Kind ißt. Passiert bei uns also in dem Maße nicht

9. Bei uns gibt´s Apfelsaft und andere Getränke, nicht nur Wasser. Ist also kein Problem.

LG Elke

P.S.: Bekommen wir denn noch eine Auflösung?

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Re: wie reagiert ihr in fogenden situationen??

Antwort von eumeline am 13.07.2006, 13:18 Uhr

Hallo erstmal,

musste lachen über Deine erste Situation. Jüngst am Wochenende selbst erlebt. Meine Antworten sind frei von pädagogischen Wertprüfungen, einfach meine spontane Reaktion:

- euer kind zwischen 2,5 und 3,5 versucht durchzusetzen seine gummistiefel bei 28° im schatten anzuziehen, ihr müßt aber los und findet das sandalen und kurze hose besser angebracht wären

Ich habe ihn die Stiefel anziehen lassen und habe ein paar Wechselschuhe eingepackt, falls er es sich unterwegs anders überlegt.

- beim essen wird wenn das kind satt ist,es aber nicht sagt das es satt ist, der teller vom küchentisch geschupst

Ich würde ihn mit aufwischen lassen und nichts weiter.

- ein wutausbruch folgt der fast in jähzorn ausartet,es wird also mit gegenständen geschmissen

Auf seiner Ebene: ihn am Arm packen, auf ihn einreden, es ihm ruhigen versuchen, anschließend, wenn das nichts bringt, ins KiZi "verbannen" und abwarten. Zwischendurch reingehen und fragen, ob es besser geht...

- es unbedingt ein lolli/bonbon haben möchte obwohl ihr dem kind erklärt habt das gleich mittaggegessen wird und ihr
-das kind aus wut über den bekommenen bonbon/lolli sein mittag auf den boden wirft

Direkt alles einpacken und darauf hinweisen, daß man mit Essen nicht spielt und er heute keine Süßigkeiten bekommt. Eigentlich würde ich dann bis zur nächsten Mahlzeit warten wollen, wenn er aber sichtlich Hunger hat, Obst anbieten.

- das kind bei nicht bekommen willen so laut schreit das die nachbarn sich beschweren oder euch schräg angucken

Schulterzuckend darauf hinweisen, daß er in der Trotzphase ist. Nichts weiter.

- euer kind nachts aufwacht und schreit weil es eine geschichte vorgelesen haben möchte, ihr aber nächsten tag um 5:30 aufstehen müßt um zur arbeit zu gehen,
die trotzsituation dauern sehr lange teilweise 30 minuten und länger, ihr habt nicht die möglichkeit,dieser situation zu entgehen,weil ihr z.b unterwegs seit

Rigoros darauf hinweisen, daß Nachtzeit ist und damit Schlafenszeit, daß ICH nun ins Bett gehe und er machen kann, was er will, aber mich in Ruhe lassen soll.

-euer kind trödelt und ihr aber einen wichtigen termin habt

Meist will das Kind dann keine Schuhe anziehen o.ä., dann selbst vorgehen und darauf hinweisen, daß ich jetzt gehe. Meist kommt er dann schon auch nach...Oder, wenn es gar nicht anders geht, unter Protest unter den Arm klemmen und mitschleppen *grins* und im Auto das Theater ertragen...

-euer kind über längere zeit das mittagessen verweigert( 5 monate und länger)

Hatten wir auch schonmal. Ich habe versucht, viel Obst anzubieten, zwischendurch auch mal Müsliriegel oder m.M. nach gesundes. Aber nicht auf das Mittagessen pochen. Mein KIA sagte irgendwann dazu, daß kein Kind freiwillig verhungert...Und je mehr das Kind mitbekommt, daß DU Dir Sorgen machst, meint es das sei ein gutes Druckmittel. Am besten nicht viel Aufhebens darum machen. Aber ich habe ihn auch schon darauf hingewiesen, daß wenn er weder isst noch trinkt, sein Körper so schwach wird, daß er ins Krankenhaus muss...

-nur noch apfelsaft aus der flasche möchte und kein wasser wie bisher,

Nun, wir trinken Apfelschorle und die würde ich dann meistverdünnt anwenden.

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