bastelfee
Hallo, ich war mit meiner 2,5 jährigen Tochter und meinem Mann bei seinen Eltern.Es gibt einige Unstimmigkeiten mit meinen Schwiegereltern. Wir feiern Heiligabend zusammen und meine Schwiegereltern bestehen darauf, dass meine Tochter bei denen mit im Schlafzimmer schläft. Ich möchte das allerdings nicht, da das Schlafzimmer direkt neben dem Esszimmer ist, wo wir abends essen und sie dort schlecht zur Ruhe kommen kann und sie bisher nur mit uns zusammen dort geschlafen hat. Außerdem ist das Haus groß genug und sie kann problemlos im Büro eine Etage tiefer ganz in Ruhe schlafen. Außerdem gibt es am 1. Weihnachtstag um 11:30 Uhr ein Restaurantbesuch. Da kam nur die Aussage meine Tochter ist jetzt groß genug und bräuchte dann mal mittags nicht schlafen. Auf die anstehende Kinder-Weihnachtsfeier von der Feuerwehr möchte jetzt mein Schwiegervater alleine mit meiner Tochter gehen. Bisher war er noch nicht alleine mit ihr unterwegs sondern nur gemeinsam. Ich habe das Gefühl es wird alles über meinen Kopf entschieden und ich werde überhaupt nicht gefragt. Mein Mann hält sich bisher gedeckt und findet es fast schon lustig, dass ich da nicht loslassen kann bzw. seine Aussage war nur sie wird es überleben. Ich fühle mich da etwas missverstanden. Klammer ich zu dolle? Lg
Es ist schön wenn die Großeltern sich für's Enkelkind interessieren und ganz egal ob Du gluckig bist oder nicht: Du bist die Mutter, Du entscheidest. Das ist ja keine Frage des Überlebens. Mein Kind würde sehr sicher bei mir im Zimmer schlafen, nicht bei den Schwiegereltern. Und wenn es woanders schläft als bei mir, dann entscheide ich wo und sonst keiner. Und wenn ich denke mein Kind soll einen Mittagschlaf machen, dann kommt es entweder im Wagen mit und schläft dort oder wir kommen erst später (oder gar nicht). Zur Weihnachtsfeier würde ich es wohl gehen lassen wenn ich dabei ein gutes Gefühl hätte. Mit meinen Eltern wäre das für mich okay gewesen, mit meinen Schwiegereltern habe ich meine Kinder keine Minute aus den Augen gelassen.
Nein. Und jaaa... könnte sein, dass du etwas viel klammerst. Mit 2,5 Jahren kann eure Tochter sicher auch mal ohne dich und Papa bleiben. Zumindest wenn sie ihren Opa gut kennt und mag. Ob sie das ausgerechnet an Weihnachten mitmachen wird, wenn sowieso schon viel los ist und sie aufgeregt ist und übermüdet vom Schlafen im falschen Bett plus fehlendem Mittagsschlaf... kommt sehr auf ihren Charakter und euer Glück an. Auch einen fehlenden Mittagsschlaf kann eine 2,5 Jährige schaffen. Unsere hat den etwa in dem Alter sogar von selbst ganz abgeschafft. Kind ist danach aber vermutlich quängliger oder hyperaktiv und entweder schläft es dann völlig unpassend spät zu Mittag und macht anschließend die Nacht zum Tag oder man muss es durchziehen bis zu ner sinnvollen Schlafenszeit. Das ist nen anstrengender Tag für alle. Aber es kann sich lohnen, wenn der Tagesplan ohne Schläfchen allen Beteiligten wichtig ist. Für den nächsten Tag würde ich allerdings nichts planen, damit sich alles wieder einregelt. Es haben sicher auch schon jüngere Kinder bei ihren Großeltern im Zimmer statt bei den Eltern übernachtet ohne Schaden zu nehmen. Also für sich allein sehe ich bei keiner der Ideen eine Gefahr für eure Tochter. Was aber nicht gut ist, ist dass deine Schwiegereltern in deiner Wahrnehmung ihren Willen durchsetzen wollen. Und das alle drei Meilensteine gleichzeitig erfolgen sollen. Hast du mal vorgeschlagen, dass ihr es bei einem oder zwei lasst? Entweder sie schläft bei den Schwiegereltern oder der Mittagsschlaf fällt für Essen und Party aus? Oder Oma und Opa gehen gemeinsam mit eurer Tochter zur Party? Die beiden haben ja gemeinsam deinen Mann gut groß gezogen. Eure Tochter wird also schon in guten Händen sein. Oder Papa begleitet Opa? Dem wirst du die Aufsicht ja problemlos überlassen können, oder? Was auch bedenklich ist, ist dass du im gesamten Text von 'meiner' Tochter schreibst. Es ist eure Tochter. Dein Mann darf mitreden. Dein Mann darf auch seinen Eltern vollstes Vertrauen schenken auf SEINE Tochter aufzupassen. Wir Mütter tendieren oft dazu den Schwiegereltern weniger als den eigenen Eltern zu trauen. Aber diese beiden haben den Mann erzogen, den du genug liebst um dein ganzes Leben mit ihm zu verbringen und Kinder zu bekommen. Wie schlimm können sie also wirklich für ihre Enkel sein? In den meisten Fällen lautet die Antwort: gar nicht. Denn andere Regeln sind schlimm, sondern bereichern das Leben von Kindern. Ich würde vorschlagen, du überlegst mal ganz in Ruhe, was dich genau stört. Der Wunsch der Schwiegereltern Zeit mit eurer Tochter zu haben? Die Art wie sie danach fragen? Das Zögern deines Mannes seinen Eltern das zu verbieten? Vielleicht möchte er ja nur mal etwas Zeit mit dir ohne eure Tochter? Das ist irgendwie auch verständlich, oder? Ihr solltet in Ruhe reden, wenn du dir etwas klarer bist, was das Problem ist und ob eventuell Kompromisse ok gehen. Weihnachten ist ja noch etwas hin und für eure Tochter ist es sicher schön, das mit 4 Menschen zu verbringen, die sie so sehr lieben.
Hallo,
du bist doch eine erwachsene Frau. Warum lässt du dich von den Schwiegereltern behandeln wie ein kleines, dummes Mädchen? Ich konnte das gar nicht fassen beim Lesen. Natürlich entscheidest DU, wer was mit deiner kleinen Tochter macht und nicht macht. Wenn sie bei dir schlafen soll, schläft sie bei dir. Fertig. Das ist doch klar.
Und ich selbst hätte meine Kinder mit zweieinhalb never ever mit meinem Schwiegervater allein losziehen lassen. Der wusste doch gar nicht mehr, wie man auf so ein kleines Kind aufpasst, weil es schon lange her war, dass seine eigenen Kinder klein waren.
Weißt du, spätestens wenn eine Frau Mutter wird, muss sie erwachsen werden. Sie muss aufhören, zu allen lieb und nett zu sein aus lauter Harmoniesucht. Deine Schwiegereltern respektieren dich noch überhaupt nicht als Frau, sondern du bist in ihren Augen so was wie ein weiteres Kind, dem sie sagen können, was es zu tun und zu lassen hat.
Die Schwiegereltern nehmen dich nicht ernst, weil du selbst dich nicht ernst nimmst. Anstatt freundlich, aber glasklar zu sagen, wie die Dinge gemacht werden, eierst du offenbar herum und setzt keine deutliche Grenze. So etwas muss man aber als Mutter, und zwar recht oft. Wer soll über dein Leben bestimmen: Fremde Leute – oder du selbst? Wer soll entscheiden, was mit DEINEM Kind passiert? Die Schwiegereltern – oder du selbst? Wer ist wichtiger für dich: Deine Schwiegereltern – oder du selbst?
Ich denke, die Antwort ist klar. Wenn man bisher immer allzu brav und pflegeleicht für andere war, dann gucken die natürlich erstmal blöd, sobald damit Schluss ist. Und ja, das erzeugt auch den ein oder anderen Konflikt. Aber weißt du: Erwachsen zu sein heißt, dass man auch mal aneckt. Das geht gar nicht anders, denn Erwachsene machen, was sie für richtig halten und passen sich nicht unterwürfig an.
Wenn du also Weihnachten bei den Schwiegereltern planst, stellst du klar, dass du als Mutter die Regeln bestimmst. "Nein, ich möchte, dass meine Tochter bei mir schläft." Das diskutierst du nicht, erklärst es nicht, begründest es nicht. Das musst du nicht. Du wiederholst es notfalls mehrfach. "Nein. Wie gesagt, meine Tochter schläft bei mir." Gehe auf Gegenargumente, Klagen, Vorwürfe überhaupt nicht ein. Eine Mutter benötigt für ihre Entscheidungen nicht den Applaus anderer.
Was den Besuch bei der Feuerwehr angeht, kannst du sagen: "Das ist eine schöne Idee. Ich werde aber mitkommen." Wenn der Schwiegervater dann los lamentiert, dass er das aber auch allein kann, sagst du: "Ich verstehe dich. Trotzdem werde ich mitkommen." Das wird nicht weiter diskutiert. Auch hier darfst du freundlich, aber monoton wiederholen: "Nein, wie gesagt, ich komme mit."
Weißt du, andere müssen dich nicht verstehen und nicht deiner Meinung sein. Das ist völlig egal. Was dein Kind angeht, triffst immer DU die Entscheidungen, denn du bist die Mutter. Wer sonst sollte das also tun, wenn nicht du? Deine Schwiegereltern hatten ihre Zeit als Eltern, und die ist jetzt vorbei.
Konflikte wie diese jetzt gerade mit den Schwiegereltern sind wichtig. Denn sie zeigen dir, wo du noch nicht in die Mutterrolle hineingewachsen bist. Eine Mutter muss Löwinnen-Qualitäten entwickeln, das ist ihr Job und ihre Verantwortung. Mit der Kleinmädchen-Nummer "Ich will liebgehabt werden, ich will mich anpassen, ich will immer schön bequem sein für andere" ist jetzt Schluss, sie passt nicht mehr zu deiner neuen Rolle. Deshalb hast du jetzt eine wunderbare Chance für einen wichtigen Entwicklungsschritt als Frau.
Übrigens musst du keine Angst haben, nicht mehr liebgehabt zu werden. Es ist umgekehrt: Eine junge Frau, die darauf besteht, ernstgenommen zu werden und sich durchsetzt, wird nicht nur gemocht (trotz etwas Konflikt), sie wird von da an auch wirklich respektiert.
LG
Ob Du zu arg besorgt bist? Würde ich mit Ja beantworten. Wobei ich bei deinen Aufzählungen trennen würde. Schlafzimmer: hier sehe ich Verständigungsprobleme. Deine Schwiegereltern verbinden mit ihrem Vorschlag sicherlich etwas anderes als Du. Und - schlagen Sie es vor oder interpretierst Du da den Befehl nur hinein? Ähnlich zum Thema Feuerwehr. Ist das ein entlastender Vorschlag (wie die Nähe des Schlafzimmers) Dennis fehlinterpretierst? Ich finde schon, dass der Opa alleine mit dem Enkelkind dahin gehen könnte. Zum Restaurantbesuch: ich finde es unglücklich wenn 5 Personen wegen einem Menschenkind die Pläne verschlimmbessern. Was spricht also gegen diesen Besuch und dem Entfall des Mittagsschlafes? Oder das schlafen im Kinderwagen oder auf dem Schoß von Opa oder auf der Eckbank im Lokal? Ich glaube, dass Du etwas weniger Angriff in den Vorschlägen sehen solltest. Es geht um zwei Tage von 365. Genieße das bedient werden und das "Ich hab mal kurz Ruhe". Umso intensiver kannst Du dein Kind ausfragen was es Tolles mit Opa erlebt hat. Ihr werdet alle daran wachsen.
Bei uns gibt es kaum solcher Angebote der Großeltern und das finden wir sehr schade. Insofern wäre ich dankbar für diese Ideen, aber letztlich seid IHR die Eltern und müsst für Euer Kind entscheiden. Das mit dem Mittagsschlaf würde ich aber auch ungern machen, denn mit 2,5 brauchten meine Kinder das noch und wären dann den ganzen Abend knatschig gewesen.
Ich finde, das muss man abhängig von eurem Alltag und dem Charakter deiner Tochter sehen. Wie oft trefft ihr die Großeltern, und war sie wenigstens ein paar Mal eine halbe Stunde mit denen ohne Eltern? Wenn nein, dann würde ich erstmal damit anfangen. Oder mal eine halbe Stunde auf den Spielplatz neben dem Haus. Das Feuerwehrfest klingt zwar schön, aber bei einem Haufen aufgedrehter Kindern, aufdringlichen Erwachsenen (die deinen Schwiegervater kennen und daher auf dein Kind einreden) hätte meine Tochter zum Beispiel in dem Alter keinen Spaß gehabt. Mit meinem Sohn hätte man es dagegen problemlos machen können. An deiner Stelle würde ich die Ideen der Großeltern nicht als Befehl interpretieren, sondern erstmal die Ideen annehmen und abwägen. Wenn ihre Vorschläge ohne großen Schaden möglich sind, probiert es einfach aus. Wenn du davon überzeugt bist, dass es nicht klappen kann (würde es z.B. mit dem Toilettengang/Wickeln mit Opa funktionieren?), dann erkläre deine Sicht und mach einen Gegenvorschlag. Wie ich es handhaben würde: Schlafen bei Oma und Opa würde ich sie probieren lassen. Wenn es gar nicht klappt, kannst du immer noch einschreiten. Wenn dein Kind deswegen mal eine Stunde später einschläft, passiert nichts. Ins Restaurant würde ich mitgehen. Mittagsschlaf kann man auch mal von der Routine abweichen und sich an die Gegebenheiten anpassen (ich würde ganz pragmatisch das Kind nach dem Mittagessen schlafen lassen). Alleine zum Feuerwehrfest, würde ich vom Kind und den Umständen abhängig machen. Wenn Kind den Opa selten sieht, viele fremde Menschen und neue Umgebungen nicht mag, oder du Bedenken wegen Toilettengang hast, würde ich mitgehen, oder noch besser den Papa mitschicken. Wenn dagegen Kind Opa gut kennt, gerne andere Menschen um sich hat, und das Fest nur 5 Minuten vom Haus entfernt ist, so dass Opa notfalls schnell mit voller Windel zurückkommen kann, hätte ich keine Bedenken.
Was das Schlafen angeht, würde ich darauf bestehen, dass das Kind da schläft, wo Ihr dann auch schlaft.
Restaurantbesuch: So what? Sie ist 2,5 und wird es schaffen, dass der Tag mal nicht genau nach Plan verläuft. Weihnachten ist für kleine Kinder eh total aufregend und anstrengend. Ob da um 12 Uhr geschlafen wird oder erst um 14 Uhr macht keinen Unterschied. Unsere Kinder hatten nie festgenagelte Mittagsschlafzeiten, sondern irgendwann um die Mittagszeit eine Pause, weil wir nicht dauernd sämtliche Termine danach richten wollten bzw. konnten.
Feuerwehr alleine mit Opa: Kommt drauf an, wie vertraut die beiden miteinander sind. Wenn die Kleine alleine mit Opa mit will, klar, warum nicht? Was soll denn da groß passieren? Eine überlaufende Windel? Ein aufgeschlagenes Knie? Wenn es gar nicht geht, weil das Kind Sehnsucht nach Euch hat, kommen die beiden eben früher zurück.
Aber mit 3 Jahren gehen Kinder normalerweise in den "großen" Kindergarten zu lauter fremden Kindern und Erzieherinnen. Da wird es ja wohl ein halbes Jahr früher mit Opa klappen, wenn der nicht gerade ein Opa ist, den sie nur 2x im Jahr sieht.
Meine damalige Chefin hat mir und zwei Kollegen übrigens mal ihre Tochter im Babyalter plus Fläschchen und Milchpulver für 3 Stunden in die Hand gedrückt, weil sie einen wichtigen Termin hatte. Keiner von uns hatte damals Kinder oder irgendeinen Bezug zu Kindern. Das Kind hat es überlebt und war sogar ganz friedlich und zufrieden, nachdem wir es zu Dritt endlich geschafft hatten, das Fläschchen zuzubereiten.
Hallo! Meine Tochter ist auch 2,5 Jahre alt. Mittagschlaf macht sie noch 3-4x pro Woche, dafür ist sie am Nachmittag total fertig, müde und schlecht drauf, wenn sie keinen macht. Also an Weihnachten würde ich versuchen Mittagsschlaf zu schaffen, damit sie die Familienfeier am Nachmittag/Abend durchhält ohne dauernd zu nörgeln. Das wäre bei uns einfach am Entspanntesten für alle Anwesenden und auch für sie. Also zwei Möglichkeiten wo sie entweder zu Mittag wach und dabei ist, dafür am Nachmittag total schlecht drauf oder eben zu Mittag schläft und nachmittags gut drauf ist. Da würde ich halt die Variante nehmen, wo sie mehr von der Feier hat. Wenn die nur mittags ist und dann schon bald vorbei, würde ich den Schlaf auslassen. Wenn es aber nachmittags/abends auch noch weiter geht, würde ich Mittagsschlaf machen. Wenn das Essen um 11:30 ist, könnte sie ja danach etwas schlafen. Meine schläft wenn dann um 13:00/13:30 oder 14:00 zwischen 1-2 Std Wir schlafen immer bei meinen Eltern, nicht bei den Schwiegereltern. Und sie schläft da immer bei uns im Zimmer. Weder meine Eltern, noch wir sind bis jetzt auf die Idee gekommen, sie könnte mal bei denen schlafen. Es ist schon schwierig genug, dass sie in einer Umgebung schlafen soll, wo sie selten schläft und dann auch noch ohne Mama und Papa? Das wäre bei uns sicher ein Drama. Deshalb schlafen wir immer im selben Zimmer und sie weiß beim Hinlegen, dass Mama und Papa dann auch später im selben Zimmer ins Bett kommen. Aber mit Oma oder Opa alleine lassen am Nachmittag für ein paar Stunden ist bei uns kein Problem. Das machen wir eigentlich jedes Mal wenn wir dort sind und es klappt immer, obwohl die Kleine Oma und Opa nicht so oft sieht und eigentlich nur durchs Telefon mit ihnen reder. Wir wissen, dass sich meine Eltern gut kümmern und nichts machen würden, was uns nicht passt.