Elternforum Rund um die Erziehung

Wutanfall Krippe

Wutanfall Krippe

Daniela1497

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Hallo, mein Sohn (2 Jahre) hat heute beim bringen in der Krippe eine halbe Stunde geweint, weil er sein Bus mitnehmen wollte.  Das ging aber nicht, weil die Erzieherinen nicht Spielzeuge die viele Geräusche machen wollen. ich konnte ihn nicht beruhigen, bzw ja kurz aber dann fing er wieder wieder an zu weinen und "Bus" zu schreien. Er hat es bis jetzt nie in der Krippe gemacht, ich musste ihn dann wieder heim bringen. Wisst ihr was ich das nächste Mal machen kann? Wir haben versucht ihn abzulenken, was anders anzubieten, ihm zu erklären das das nicht geht, aber nichts hat funktioniert.


Caot

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Bei uns waren nie eigene Spielzeuge erlaubt, egal ob mit oder ohne Geräusch.  Da musst Du und das Kind durch. Ich hätte ihn natürlich dort gelassen, ganz konsequent.  Vielleicht hatte er einfach auch mal einen schlechten Tag. Dann hak es ab.  Wenn es öfter passiert muss man kleinteilger schauen. Aber dann müsstest Du Dich nochmal äußern.


TatsächlichLiebe

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Bei uns sind Spielzeuge erlaubt, wenn man sie nachmittags selbst sucht, falls sie dann verloren gegangen sind. Unser Kleiner hat oft etwas dabei, um es zu zeigen. Wenn sie dann aber zum Frühstück gehen und der Tag in der Kita startet, legen die Erzieherinnen das Spielzeug ins Fach. Ich denke nicht, dass das noch groß thematisiert wird vor dem Kind.  Insofern hätte ich das Kind dort gelassen. Entweder, die Erzieher kriegen es hin, ihm das Ding nach einer Weile abzunehmen und es wegzulegen oder sie müssen das Kibd eben schließlich beruhigen. Hätte mein Kind wegen so einem Zirkus nicht wieder mit nach Hause genommen.  Vermeiden kann man sowas künftig nur, indem man morgens nicht mit Spielzeug anfängt. 


Chriss123

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Hat das Ding Batterien? Dann nimm sie raus und lass den nun leisen Bus da.  Oder find ein extra Kindergartenspielzeug, das er nur dort haben darf. Und lass den Bus direkt zu Hause? Oder lass die Erzieher eine Lösung vorschlagen? Eigentlich sollte das Beruhigen von ankommenden Kindern vorrangig deren Job sein. Denn bei ihnen muss Kind ja anschließend auch bleiben.  Was mir gerade fehlt, ist die Angabe wie lange er schon in der Krippe ist? Da gibt es ja gerne mal die "Was zur Hölle, ich muss hier jetzt immer hin?"-Phase.  Ansonsten würde ich bei einem einzelnen schlechten Tag echt nicht viel mehr machen als auf Husten/Schnupfen/Fieber warten. Unsere wird meist krank, wenn sie plötzlich so ausgewechselt ist. 


Daniela1497

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Antwort auf Beitrag von Chriss123

Hallo, Danke für die Antwort. ja ich habe mich tatsächlich auch alleine in dem Moment gefühlt. Ich dachte auch, sie wurden mir helfen, aber nö ich glaube sie wollten auch, dass er dann wieder geht.  Er geht jetzt schon über einem Jahr in die Krippe, also wie gesagt wir hatten nie Probleme, außer am Montag die Erzieherinen haben berichtet, dass er ganz viel geweint hat. Dienstag war dann aber wieder alles in Ordnung. Heute bringt ihm der Papa in die Krippe, und der Bus bleibt natürlich auch zu Hause.  Wir schauen, wie es heute geht.


Astrid

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Antwort auf Beitrag von Daniela1497

Hallo, ich hoffe, mit dem Papa hat das Hinbringen gut geklappt. Es kann gut sein, dass sich das ändert, sobald du ihn wieder bringst. Dass du ihn wieder mit heimgenommen hast, war nicht ideal, denn jetzt weiß er: Wenn ich lang genug schreie, nimmt Mama mich wieder mit nach Hause.  Deshalb solltest du beim nächsten Mal, wenn du ihn selbst bringst, wirklich straight bleiben. Es gibt im Kiga bestimmte Regeln, und ein Kind nimmt keinen Schaden, wenn es sich daran halten muss. Mein eigener Sohn hat manchmal auch solche Wein-Attacken gehabt, wenn er etwas unbedingt wollte. Wenn es möglich ist, kann man solche Wünsche erfüllen, aber wenn es nicht möglich ist, dann muss das Kind dies aushalten. Und das kann es auch. Ich würde morgens Gelassenheit vermitteln im Kiga. Lass dich auf Drama nicht ein. Wenn er etwas unbedingt will (Bus mitnehmen), sage ein Mal kurz und knapp, dass das leider nicht geht. Sage es aber nicht zehnmal und erkläre es auch nicht zu ausführlich. Je mehr du auf ihn einredest, desto mehr wittert dein Sohn eine Chance, dass du doch noch nachgibst. Sei klar und knapp! Das macht es ihm leichter, das zu akzeptieren. Bitte dann die Erzieherinnen, ihn zu trösten und zu übernehmen und geh heim. Ja, das ist erstmal schwer, ich weiß. Aber wenn du deinen Sohn wieder mitnimmst, schaffst du dir ganz schnell ein Riesenproblem, weil er das Schreien dann immer nutzen wird, wenn er sich durchsetzen will. Deshalb ruhig bleiben, dich lieb verabschieden und gehen, auch wenn's schwer fällt. Er hört natürlich bald auf zu weinen, sobald du weg bist. LG


JoMiNa

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Antwort auf Beitrag von Daniela1497

Ich denke, es hat nichts mit der Krippe zu tun, sondern dass dein Sohn sich einfach sehr geärgert hat, dass er seine Wunschvorstellung nicht umsetzen konnte. Und dann hat er sich so reingesteigert, dass er in seiner Wut gefangen war und nicht mehr rauskam. Das Alter ist ganz typisch für solche Anfälle, und es kann sein, dass das jetzt öfters vorkommt. Schlechte Grundstimmung (Müdigkeit, Übergänge, Krankheit...) kann solche Anfälle mitverursachen. Manchmal kommt es aus heiterem Himmel, manchmal ahnt man als Elternteil, dass eine Situation gleich eskaliert, kann aber trotzdem nichts tun, um es zu verhindern. Zusätzlich zu den Tipps der anderen helfen nach meiner Erfahrung Taten oft mehr als Worte. In eurem Fall hätte ich den Bus in meine Tasche gepackt und vor die Tür gestellt o.ä. Wenn ihr die Kindergartenregel schon kanntet, wäre es natürlich besser gewesen, den "Kampf" schon zu Hause auszutragen und dort den Bus irgendwo außer Reichweite packen. Dass die Erzieherinnen deswegen das Kind nicht übernehmen wollten, wundert mich aber schon. Das hatte ja nichts mit einem Trennungsproblem zu tun und euer Sohn ist auch nicht mehr in der Eingewöhnung. Eigentlich sollten sie mit einem tobenden Kind klar kommen können.


kea2

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Antwort auf Beitrag von Daniela1497

Unsere Kinder haben beide in dem Alter ausgetestet, ob wir Dinge wirklich durchziehen. Unsere Tochter hat einmal 30 Minuten lang gebrüllt. Der Rekord unseres Sohnes waren 20 Minuten. Ablenken konnte man unsere Tochter nicht einmal als Baby, geschweige denn, in der Autonomiephase. Bei unserem Sohn ging das meistens, aber nicht immer.  Problematisch wird das ganze vor allem, wenn die Eltern nachgeben. Daraus lernt das Kind, dass mehr Aufstand bewirkt, dass es seinen Willen bekommt und wird beim nächsten mal noch hartnäckiger. Das muss man ein bis mehrmals durchstehen und hart bleiben, dann haben die Kinder begriffen, dass es Grenzen gibt, die nicht verhandelbar sind, und es wird einfacher. Ich würde gar kein Spielzeug mehr mit in den Kindergarten nehmen. Selbst, wenn es erlaubt ist, geht es nachher kaputt oder verloren. Dass die Erzieherinnen das nicht managen wollen, wenn die Mutter noch da ist, kann ich verstehen. Das ist auch eine Zeitfrage. Unser Sohn hat mal mit 3 oder 4 Jahren im Kindergarten den Aufstand geprobt, als wir nicht dabei waren, weil er keinen Bock auf den Waldtag hatte. Damit fiel der Waldtag für alle aus. Ich hätte es verstanden, wenn der Kindergarten unter diesen Umständen angerufen und verlangt hätte, dass wir ihn abholen. 


Daniela1497

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Antwort auf Beitrag von kea2

Hallo,  das hat wahrscheinlich gar nichts mit dem Spielzeug zu tun. Seit letzte Woche weint er jeden Tag in der Krippe. Also nicht beim bringen, sondern irgendwann in laufe des Tages, ganz viel aufeinmal. Er kann noch nicht viel reden, deswegen kann er auch nicht sagen, was los ist.  Aber wenn ich ihn frage ob er am nächsten Tag in die Krippe gehen will, sagt er jetzt immer nein. Es war, wie gesagt, noch nie so. Wir hatten nie Probleme. Er ist immer gerne hingegangen.