Christiane Schuster

sehr unruhiger schlaf

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo,

mein Problem ist, dass meine Tochter nicht mehr richtig schläft.
Ich fange mal von ganz von vorne an.
Als meine Tochter (jetzt fast 7 mon) noch sehr klein war, habe ich aufgrund von Einschlafproblemen angefangen sie zu pucken. Das war DIE Lösung. von da an hat sie mind. 5 Std am Stück geschlafen.
Vor etwa einem Monat wollte sie es dann nicht mehr, sie hat geweint und gestrampelt, Also habe ich sie in einen Schlafsack gepackt und das hat dann wunderbar funktioniert. Zuerst war ich ganz froh, doch dann wurde ihr Schlaf unruhig.
Jetzt ist es so. Sie geht jeden Abend um 8 ins Bett und sie lässt sich nur von mir ins Bett bringen. Ich lege sie ins Ehebett und drapiere die Decken um sie herum als Art Keil, weil sie sich sonst immer auf den Bauch drehen würde (sie versucht es trotzdem und manchmal gelingt es ihr auch und dann weint sie) dann stille ich sie und kuschele sie eng an mich. dabei muss immer ein Stück Decke an ihrem Gesicht liegen, weil sie nur einschlafen kann wenn sie ihr Gesicht gegen etwas (Decke, Kissen) drücken kann. Bis sie endlich schläft vergehen ca 30-45 min und in dieser Zeit kämpft sie manchmal richtig. Sie dreht und reckt sich in alle Richtungen, stehts das Gesicht an die Decke gedrückt. Selbst in meinem Arm macht sie das.
Wenn sie dann schläft gehe ich raus und muss dann alle 20-30 min zu ihr um sie erneut zum schlafen zu bringen, was jedes mal eine Ewigkeit dauert und meistens nicht ohne nuckeln an der Brust geht.
Dann schläft sie irgendwann tief, aber nur etwa 1 1/2 bis max 2 Std. Und die restliche Nacht verbringe ich dann damit alle halbe Std oder 3/4 Std sie erneut zum einschlafen zu bringen, was jedes mal ewig dauert. Sie wacht aber selten richtig auf, sie fängt an sich hin und her zu recken, zu versuchen auf den Bauch zu drehen (was sie dann aber zum weinen bringt) und mit den Beinen zu strampeln.
was könnte sie nur haben?
Ss ist wirklich ansträngend und ermüdend. mein Mann schläft schon oft auf dem Sofa weil er fit sein muss für die Arbeit. Ich habe schon schwarze Ringe unter den Augen.
Ich würde sie auch sehr gerne in ihr Bettchen legen, weil wir ein sehr kleines Bett haben (1,40 m breit) und ich und meine Mann hätten sehr gerne wieder Platz zum kuscheln und einfach für uns. Aber angesichts ihrer jetzigen Schlafgewohnheit geht das nicht. Ich muss mich ja direkt an sie kuscheln oder ihr oft die Brust geben damit sie (endlich) wieder einschläft, außerdem müsste ich ja dann alle halbe Std aufstehen.
Also wie schaffe ich es dass sie endlich wieder durch schläft? Haben Sie Tipps? Und wie gewöhne ich sie an ihr Bett?
Ist sie mit beinahe 7 Monaten körperlich in der Lage nachts nicht mehr an der Brust zu trinken?

Ich hoffe Sie können mir helfen!

Schon jetzt lieben Dank!

PS: Ach ja, ein Babybalkon ist bei mir leider nicht möglich.

von Sinchem am 21.06.2011, 01:25 Uhr

 

Antwort auf:

sehr unruhiger schlaf

Hallo Sinchem
Bitte überlegen Sie einmal, Ihrer Tochter nicht nur die Brust zu geben sondern auch bei zu füttern, um sicher zu stellen, dass sie auch wirklich satt ist.
Legen Sie sie nicht gleich nach dem Essen/Stillen hin, damit evtl. mitgeschluckte Luft entweichen kann und nicht zu Kolliken führt.

Berücksichtigen Sie bitte, dass Ihre Tochter mit 7 Mon. zahnen könnte, dass sich ein Infekt anbahnt oder dass sie irgendwelche Stoffe in der Nahrung nicht verträgt. Fragen Sie bei geringstem Verdacht bitte einmal beim behandelnden Kinderarzt nach.

Gewöhnen Sie Ihre Tochter tagsüber spielerisch an ihr eigenes Bett, das Sie möglichst oft erst einmal nur als Sicherheit vermittelnde Spieloase nutzen -ähnlich wie ein evtl. eigenes Kinderzimmer-.

Legen Sie Ihre Tochter dann während eines stets gleichen Einschlafrituals und mit etwas weichem Spielzeug in ihr Bett und legen Sie ihr ein nach Ihnen duftendes Schnuffeltuch an ihre Wange.

Bleiben Sie noch eine Weile neben ihrem Bett sitzen, bis sie nahezu eingeschlafen ist.
Dieses Aussitzen wird sich zunehmend verringern, sobald Ihre Tochter sich sicher orientieren kann.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 21.06.2011

Antwort:

nochmal ein paar Fragen

Danke für die schnelle Antwort.
Woran erkenne ich ob sie nicht richtig satt ist? Denn tagsüber ist sie sehr ausgeglichen und fröhlich.
Sie bekommt bereits einen Mittagsbrei. Von dem isst sie aber nicht sehr viel. Ich mache ihr immer ein halbes Glas warm und davon bleibt oft etwas übrig. Ist das ausreichend? Sollte sie täglich Fleisch bzw Fisch oder Ähnliches in ihrem Brei haben? Sollte ich ihr dann Nachmittags noch einen Bei anbieten?
Ich bin gerade dabei den abendlichen Milchbrei einzuführen. Aber oft mag sie den nicht essen. Muss es abends ein Milchbrei sein? Kann ich ihr da auch etwas anderes anbieten?
Ich habe ihr schon etwas Chamomilla d6 gegeben und eine Zahnungssalbe vor dem Zubettgehen, aber es hat sich nichts geändert.
Sie ist momentan etwas krank (Schnupfen), aber ihr Verhalten ist schon länger so.
Können Sie mir ein paar Anreize für Zubettgeh-rituale geben? Als sie kleiner war habe ich sie immer zu einer Spieluhr in den Armen gewogen, aber jetzt schaut sie dabei nur aufgeregt umher.
Was halten Sie von diesen Kissen die verhindern sollen, dass sich das Baby auf den Bauch dreht? Denn wenn sie sich auf den Bauch drehen kann, ist es oft so dass sie dann entweder durch das Bett krabbelt oder mit weinen anfängt.
Ich weiß viele viele Fragen, aber ich weiß gerade nicht wo mir der Kopf steht.

von Sinchem am 21.06.2011

Antwort auf:

sehr unruhiger schlaf

Wenn sie sich auf den Bauch drehen kann dürfen sie das auch im schlaf vielleicht will sie ja llieber auf dem Bauch schlafen .
KAnn sie sich auch wieder zurückdrehen.

ICh denke nicht das sie hungrig ist ..sie braucht deine Nähe und die Brust zum einschlafen .
Gibt es im Moment viele Dinge tagsüber die sie nachts verarbeiten muss..
kann dein Mann sie nicht mal hinlegen nachdem du sie im WEohnzimmer gestillt hast .. Hat sie einen Schuller ?

von waschbaer am 21.06.2011

Antwort auf:

sehr unruhiger schlaf

Hallo,
nein sie kann sich noch nicht zurückdrehen. Manchmal dreht sie sich im Schlaf auf den Bauch und schläft für eine Weile so, aber schon bald wird sie immer wach. Wahrscheinlich weil sie sich noch nicht zurückdrehen kann. Also wenn sie sich auf den Bauch dreht ist sie quasi in der Stellung "gefangen" bis ich sie umdrehe.
Jetzt wo ich darüber nachgedacht habe, kann es schon gut sein, dass sie nicht richtig satt wird.
Tagsüber stille ich sie selten bewusst, weil sie ja immer an die Brust kommt wenn sie schlafen geht und auch um sie wieder zum weiterschlafen zu bewegen. Und das ist häufig am Tag, weil sie ja nachts nicht gut schläft. Aber dann trinkt sie nicht viel, weil sie schließlich müde ist. Vom Brei isst sie, wie schon erwähnt, wenig. Und sie schleckt oft an mir, saugt, meistens im Gesicht wenn ich sie halte. Keine Ahnung wie ich das beschrieben soll. Es ist als wollte sie mir einen Kuss mit offenem Mund geben. Ich hab mir nie was dabei gedacht, aber jetzt denke ich könnte es ein Zeichen von Hunger sein.
Sie will aber nicht mehr an die Brust (abgesehen vom Einschlafen).
Vielleicht gebe ich ihr am Besten Folgemilch und abends ein Gute-Nacht-Fläschchen?

Ja sie hat einen Schnuller, der auch nicht mehr wegzudenken ist.

Bei meinem Mann schläft sie nicht ein, sie will dann spielen. Außerdem ist er oft abends nicht da, weil er schichtet.

von Sinchem am 21.06.2011

Antwort:

nochmal ein paar Fragen

Hallo Sinchem
Solange Sie Ihrer Tochter Milchbrei anbieten und auch abwechslungsreiche Babykost aus dem Gläschen geben, wird sie sich als gesundes Kind die Nahrung holen, die sie auch benötigt.
Zur eigenen Sicherheit führen Sie doch mal über einen Zeitraum eine Gewichts-Tabelle oder lassen Sie beim Arzt eine Blutuntersuchung durchführen, damit notwendige Mineralstoffe und Vitamine in ausreichender Menge nachgewiesen werden können.
Nehmen Sie die angebotenen Vorsorge-Untersuchungen für Ihre Tochter wahr?

Vergewissern Sie sich, dass Ihre Tochter abends nicht schon zu müde zum Essen ist, das für Kleinkinder höchste Anstrengung bedeutet.

Beginnt Ihre Tochter zu weinen, wenn sie sich auf den Bauch gedreht hat, aber sich nicht mehr zurückdrehen kann, empfehle ich Ihnen statt eines Kissens ein zusammengerolltes Handtuch, das das Drehen etwas erschwert.
Gleichzeitig können Sie das Drehen tagsüber spielerisch mit Ihrer Tochter üben.

Streicheln Sie Ihre Tochter zum Einschlafen sanft und sprechen, bzw. singen Sie leise. Kann sie Ihnen dabei ins Gesicht schauen, ist sie beschäftigt, bis ihr die Augen von selbst zufallen werden.
Zusätzlich hat sie ja auch noch das nach Ihnen duftende Schnuffeltuch.

Handeln Sie insgesamt möglichst so, wie Ihnen Ihr Gefühl eingibt.

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 21.06.2011

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