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Dr. med. Ludger Nohr

Die psychische Entwicklung von Babys
und Kindern besser verstehen

Dr. med. Ludger Nohr

   

 

Wie viel nächtliche Unruhe ist normal?

Ich habe mittlerweile herausgefunden, dass sich nicht nur bei unserem Baby mit 7/8 Monaten die Schlafgewohnheiten plötzlich ändern.

Aber ich habe das Gefühl, dass es nachts bei uns immer unruhiger zugeht. Es fing vor ca. 5 Wochen an, dass sie plötzlich auf dem Arm einschlafen wollte. Dann wollte sie plötzlich zu uns ins Bett. Bisher war das immer so, dass sie zwischen uns gut geschlafen hat. (Obwohl es nur bei Ausnahmen wie starkem Schnupfen oder Fieber nach Impfung oä nötig war.)
Aber auch das klappt nicht mehr. Sie findet immer schwerer in den Schlaf. Man kann sie zwar fast immer nach dem Einschlafen ablegen, aber sie wird alle 30 bis 60 Min. wach. Zwischendurch schläft sie auch mal 3 oder 4 Stunden, aber auch das ist dann unruhig. Mittlerweile gehe ich gg 20 h mit ihr ins Bett, aber das ist ja auch keine Lösung. Tagsüber möchte sie auch nicht alleine schlafen. So richtig fest schläft sie nur, wenn die auf einem schläft, aber wir versuchen sie schon abzulegen.
Im Moment sind wir so weit weg, von dem was wir hatten: gg 20:30 h ins Beistellbett legen, Schlafmusik hören und ihr Händchen halten und nach 10-30 Min ist sie eingeschlafen. Dann war Ruhe bis ca. 7 h morgens. Kommt das irgendwann wieder? Oder vergisst sie das, was war? Ich komme im Moment zu nichts, weil sie so ungern alleine ist.
Warum kommt sie nachts nicht Dauerhaft zur Ruhe? Wie kann ich ihr helfen? Haben schon so vieles probiert.

von Iris_ am 07.02.2019, 13:12 Uhr

 

Antwort:

Wie viel nächtliche Unruhe ist normal?

Hallo Iris,
Sie haben Recht, bei vielen Kinder ändert sich in diesem Alter das Schlafverhalten. Man geht davon aus, dass ein wesentlicher Grund das Missverhältnis von input und Verarbeitungsmöglichken in diesem Alter ist. Das bedeutet, dass die Kinder in diesem Alter eine größere Verunsicherung erleben, die sie vermehrt Nähe und Sicherheit suchen lässt. Das Aufwachen ist also auch als ein Weg zu sehen, sich zu vergewissern.
In dieser Phase ist es wichtig, einen hinreichend guten Weg für dieses kindliche Bedürfnis zu finden und auf die eigene Belastbarkeit zu achten. Das bedeutet Möglichkeiten zu suchen, den Aufwand für das Nähebedürfnis zu verringern.
Helfen können Sie damit, dass Sie dieses Bedürfnis verstehen und gemeinsam diese Phase überstehen. Wie in einer früheren Frage geschrieben helfen da auch Beistellbett, abwechseln usw..
Diese Phase geht vorbei, wenn das Kind wieder in einem größeren inneren Gleichgewicht ist und dafür braucht es die Sicherheit durch die Eltern.
Dr.Ludger Nohr

von Dr. Ludger Nohr am 08.02.2019

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