Elternforum Schlafen, einschlafen, durchschlafen

High Need - Tipps fürs selbstständigere (Ein-)Schlafen bei dritten Personen?

Schlafen, einschlafen, durchschlafen
High Need - Tipps fürs selbstständigere (Ein-)Schlafen bei dritten Personen?

Ruto

Hallo, Ich bin kein Fan von Kategorien, aber der Einfachheit halber benutze ich hierzu die Schlagwörter High Need und Regulationsstörung. Meine Tochter ist 15 Monate alt, bald möchte/muss ich wieder Teil-Zeit arbeiten. Zur Betreuung stehen die Großeltern und mein Mann (je nachdem, arbeite Schicht) zur Verfügung. Sie ist in Bezug auf die Schlafsituation (sonst natürlich auch, aber die Betreuung an sich trauen sich alle zu) aber sehr pflegeintensiv und schläft seit Geburt nur mit intensiven Maßnahmen zuverlässig ein und (mehr oder weniger) durch. An zwei Tagen die Woche wird sie ohne mich ihren Tagesschlaf abhalten müssen. Heißt: Ohne dass ich dabei liege und ggf stille. Bei den Großeltern und Mann stehen vor allem der Buggy und eine Tragehilfe zur Verfügung, was manchmal klappt, manchmal nicht. Natürlich haben wir schon probehalber ausprobiert, dass ich einige Stunden weg bin. Das ging gut, aber geschlafen hat sie selbst bei starker Müdigkeit nicht. Das endet dann gern in exzessivem Schreien (mein Mann kann ein Lied davon singen, bei den Großeltern haben wir es zeitlich nie so weit ausgereizt), wo nur noch Herumtragen hilft (mein Mann hat aber chronische Rückenprobleme, der Hauptgrund wieso er damals relativ bald aus der Einschlafroutine heraus ist). Wir wollen bald die Stunden erhöhen und die Situation nachstellen, aber haben natürlich alle ganz schön Bammel davor. Deshalb: Wie sind eure Erfahrungen mit pflegeintensiven Kleinkindern? Einige kennen die Situation vielleicht eher analog, also aus der Kita. Klappt es, wenn es sein muss (so sagen es mir einige FreundInnen)? Oder habt ihr spezielle Tricks bei High Need* Kindern in Bezug auf die katastrophale Schlafsituation? *Gängige Tipps für pflegeleichtere Kinder fruchten nicht. Bei Jessica Rams Schlafbuch (falls das jemand kennt) helfen nur die Methoden für die Härtefälle, und das vorrangig nur bei mir.


Tallheights

Antwort auf Beitrag von Ruto

Hallo Ruto, habe hier ebenfalls High need Baby inklusive Regulationsstörrung. Sie ist auch wach sehr anspruchsvoll, anhänglich und sehr auf mich fixiert gewesen. Schlafensituation war immer eine große Herausforderung da sie immer nur durch bewegen und Körperkontakt einschlafen konnte (kein kiwa kein Auto... Manchmal auch mit stillen aber das hat nicht immer geholfen. Mit 10 Monaten hat mein Mann seine elternzeit gehabt und ich bin wieder arbeiten gegangen. Es hat 4 extrem anstrengende Tage gedauert.. Sie hat sehr sehr sehr viel geweint, es war wirklich für uns alle eine große Belastung aber siehe da, sie schläft in ihrem Bett mit neben dran sitzen ein, im Kinderwagen und auch im Auto. Mittlerweile schläft sie manchmal schneller bei ihm ein als bei mir! Die ersten Tage werden bestimmt ansprechend aber dein Kind wird sich daran gewöhnen und daran wachsen


Ruto

Antwort auf Beitrag von Tallheights

Danke für deine Rückmeldung. Ja, am Tag ist sie auch extrem fordernd (ein Energievampir - nach drei, vier Stunden sind alle komplett fertig, aber viel länger müssen sie gar nicht durchhalten...), aber das ging bisher immer gut. Die größte Herausforderung bleibt das Einschlafen, deshalb finde ich solche Berichte sehr wertvoll Das heißt, dass ihr vorab nichts versucht habe umzugewöhnen, sondern gleich ins kalte Wasser gesprungen seid? Ich tendiere fast auch dazu, auch um noch ein wenig Schonfrist für uns zu haben. Aber natürlich wäre es auch entlastend, wenn mein Mann schon jetzt ein erprobtes Mittel hätte und mich Mal den ein oder anderen Abend ablösen könnte. Wobei ich davon nicht Mal träume.