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Erfahrungen ständiges Gähnen/Luft holen durch Mund

Erfahrungen ständiges Gähnen/Luft holen durch Mund

Newbie1

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Hallo zusammen, mein gerade 3 gewordener Sohn hat vor inzwischen ca. 1 Monat angefangen (ohne erkennbares vorhergehendes Ereignis, keine Krankheit, keine Umstellung im Alltag), ständig kurz zu Gähnen bzw. durch den Mund tief Luft zu schnappen. Das passiert den ganzen Tag, manchmal bis zu alle 10 Sekunden. Beim Schlafen ist nichts. Beim Essen ist es praktisch weg, beim (seltenen) Fernsehschauen deutlich seltener, wenn er mit etwas Interessantem,  Neuem beschäftigt ist, auch deutlich seltener. Er verhält sich dabei und abgesehen davon völlig normal. Wir waren bereits 2 mal beim Kinderarzt und beim Kinderneurologen zum EEG: zum Glück alles in Ordnung, Verdacht auf Gewohnheit/Tic. Ich habe schon öfter von ähnlichen Fällen gelesen, allerdings kaum, wie es dann bei anderen weiterging. Bei uns ist es seit dem Auftreten vor einem Monat leider unverändert und noch nicht besser geworden. Wessen Kind hatte das auch schon einmal und ging es wieder weg? Wie lang hat es gedauert, bis es wieder weg ging? Gibt es irgendwelche Tipps bzw. irgendetwas, das man tun kann, damit es schneller wieder weggeht? Danke! 


Bonnie

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Antwort auf Beitrag von Newbie1

Kleine Kinder neigen ja zu Tic-Störungen, sehr viele Kinder haben so etwas mal eine Zeitlang. Diesen Gähn-Tic kenne ich zwar nicht, meine Kinder hatten aber auch mal eine Tic-Störung (Nase hochziehen, Räusper-Tic), und mehrere ihrer Freunde auch. Fachleute vermuten als Ursache, dass der Dopamin-Haushalt im Gehirn von Kindern noch nicht ausgereift ist, was diese kleinen Tics begünstigt. Tic-Störungen haben die unangenehme Angewohnheit, dass sie eine Weile anhalten, in der Regel mehrere Monate. Was meiner Erfahrung nach sehr lindert, ist, die Bildschirmzeit drastisch zu verkürzen, denn jede Art Bildschirm (Kinder-PC, Gameboy, Fernsehen etc.) überreizt das kindliche Gehirn und verstärkt das Problem. Was dagegen gut hilft, ist viel Spielen und Bewegung draußen. Toben, Rennen, auf Mäuerchen oder liegenden Baumstämmen balancieren, an einem kleinen Bach spielen, klettern, im Wald Männchen aus Steinen und Tannenzapfen legen und-und-und. All das harmonisiert das Gehirn noch viel besser, als jedes Spiel drinnen im Kinderzimmer (das eine moderne Erfindung und nicht wirklich kindgerecht ist, Kinder spielen seit Zehntausenden von Jahren am besten draußen). Ich bin mit meinen Kindern jeden Tag raus gegangen, völlig egal, wie das Wetter war, auch bei Regen (da haben wir z.B. kleine Schlammburgen getropft, und sie durften in Pfützen springen mit Gummistiefeln). Davon abgesehen hilft nur abwarten. Tic-Störungen im Vorschulalter verschwinden immer, es ist nur eine Frage der Zeit. Man sollte das Kind nicht ermahnen oder auffordern, den Tic zu unterlassen. Dies verstärkt ihn, weil es beim Kind Druck aufbaut. Denn wenn das Kind den Tic sein lassen könnte, würde es das tun. So ein Tic funktioniert leider autonom, das Kind kann ihn nicht selbst steuern. Er vergeht von selbst wieder. Bis dahin darf man einfach gelassen bleiben. LG