Bastlcat
Hi, meine Große geht nächstes Jahr in die Schule. Seit dem sie 3,5 ist, geht sie zur Logopädie, Late Talker und mittlerweile nuscheln, poltern und lispeln. Jetzt hat die Logopädin scheinbar aufgegeben und uns an eine Spezialistin verwiesen mit der Empfehlung von Ergotherapie. Das Problem ist, ich befürchte, dass wir hier vor Dezember nicht unterkommen können. In Anbetracht der zu erwartenden Zeitspanne habe ich mal geschaut, ob man hier was zur Unterstützung und Überbrückung machen kann und bin auf diverse Logopädie - Apps gestoßen. Kennt sich da jemand mit aus und kann ggf. Was empfehlen? Wir können leider nur sehr beschränkt aushelfen und die Therapie auffangen. Ich lispele und der Partner stottert. (Ja unser Kind ist die gruseligste Mischung daraus). Der kiga mit Schwerpunkt Sprache fängt auch nichts auf. Da wir nun auch knapp vor den Schuluntersuchungen stehen, werde ich so langsam nervös was das Thema betrifft, vor allem weil ich ja dachte und hoffte alles richtig gemacht zu haben, denn mit 3,5 Jahren schon mit Logo anzufangen wäre wohl auch ungewöhnlich. Könnt ihr vielleicht noch was empfehlen? Eine Sprachförderschule steht nicht zur Debatte.
Hallo, da die Sprachproblematik scheinbar schon so ausgeprägt ist, weiß ich nicht, ob euch da eine Sprachheilreha helfen könnte. Je nachdem wo ihr wohnt, könnte ich euch "Werscher Berg" oder "Thalheim" empfehlen. Kinder bzw. Familien, die aus meinem beruflichen Kontext, dorthin gegangen sind, waren alle recht zufrieden. Ansonsten vielleicht gibt es bei der Sprachheilreha oder bei euch vor Ort einen Art Sozialberater, der helfen kann, geeignete Ansprechpartner, Therapien o.ä. zu finden. Ich drücke euch die Daumen, dass eure Tochter geholfen werden kann. Viele Grüße Jenpatoka
Hallo, ich habe dazu keine Erfahrung, aber habe gestutzt bei deiner Formulierung "Ich befürchte, dass wir hier vor Dezember nicht unterkommen können." Hast du denn noch nicht dort angerufen? Ich würde das erst mal klären und dann weiter überlegen. Generell würde ich auf die Logopädin hören, sie hat einfach viel Erfahrung und hat bei deiner Tochter offenbar auch viel ausprobiert. Dezember ist doch nicht so spät, von da ist es ja immer noch fast ein dreiviertel Jahr bis zum Schuleintritt. Die Schuleingangsuntersuchung ist recht entspannt, da würde ich mir keinen Kopf machen. Ich würde dort auch nicht schon explizit auf die Sprachproblematik hinweisen, sondern erstmal gucken, ob die was sagen. Man kann auch erzählen, das Kind sei wohl an diesem Tag etwas aufgeregt, um die Sprechprobleme so zu erklären. Da ihr nicht auf eine spezielle Schule wollt, würde ich das Thema nicht auf den Tisch bringen, außer es wird von Seiten des Untersuchenden explizit angefragt. Die Erwartung bei der Schuluntersuchung ist nicht sehr hoch, viele Eltern machen sich da unnötig Sorgen. Eine Freundin von mir hat ein Kind mit Lernbehinderung. Weil sie erst noch überlegen wollte, wie es weitergeht (Inklusion an Regelschule oder lieber Förderschule), hat sie bei der Schuleingangsuntersuchung erstmal nichts zur Diagnose des Kindes gesagt. Und originellerweise fiel die Behinderung dort nicht auf. Ich erzähle das nur, damit du siehst, dass es da wirklich locker zugeht. Die Leute dort sind auch nicht dafür ausgebildet, Entwicklungsprobleme beim Kind zu diagnostizieren. Ich fand den Tipp einer anderen Posterin mit der Sprach-Reha interessant. Wie auch immer, ich wünsche dir, dass dein Kind gute Hilfe bekommt und die Problematik mit fachlicher Hilfe gut gelöst wird. Liebe Grüße
Hi, Das Problem mit der anderen Logopädie ist, ich habe selber vor 2 Jahren versucht dort einen Platz zu bekommen, und eine Rückmeldung erfolgte da dann 5 Monate später, wo ich den anderen Platz schon hatte. Habe nun schon zig mal dort auf den AB gesprochen und auch E-Mail hingeschickt und es kommt wieder keine Antwort. Mit der sprachreha habe ich schon geschaut. Das nächste wäre Köln. Irgendwie bin ich auch gerade voll im luftleeren Raum. Bei meinem KA habe ich einen Termin am 22.10. bekommen für eine Besprechung wegen der Ergotherapie. Wo finde ich denn so einen Sozialberater? Sind die Untersuchungen wirklich so lasch? Ich dachte da wird schon richtig aussortiert.
wie entspannt die esu ist hängt vom bundesland ab. sowohl die kriterien als auch die zuständigen personen bzw. deren qualifikation sind da wohl recht unterschiedlich. was logisch ist denn schule ist ländersache. so als pauschale aussage finde ich das daher schwierig. an die ap: seid ihr nicht bei einem spz angebunden? warum nicht? da wäre ich als erstes bei solcher art von problemen und die können auch zusätzliche/andere therapien durchführen bzw. jemanden finden der schneller termine frei hat. unser spz hat uns immer schnell geholfen und auch die exotischsten hilfen relativ schnell organisieren können.
Ehrlich gesagt finde ich das ihr bei einer wirklich ernsthaften Sprachstörung bisher nicht viel gemacht habt. Ist es vielleicht nicht so dramatisch? Mit der Logo/Ergo könnt ihr auch in der Grundschule weitermachen bzw. anfangen. Und hat euch den die Logopädin keine Tips für zuhause gegeben? Das sollte doch eure erste Ansprechpartnerin sein, da könnt ihr Eltern direkt mitüben. Meine Tochter hat eine Sprachentwicklungsstörung höheren Grades. Wir waren mit 3 im SPZ weil sie ihren Namen nicht aussprechen konnte, mit 3,5 mit Logo begonnen, mit 4,5 auf 1. Sprach-Reha und vor der Einschulung geht's noch zur 2. Sprach-Reha. Wir hatten vor kurzem SEU und haben dort das Thema Sprachförderschule mal angesprochen. Es muss vorher ein Antrag von der Schulleitung zur Begutachtung gestellt werden (das kann in andern BL anders sein); Frist bis Dez. Erst mit Begutachtung hat man eine Chance auf Sprachförderschule; und die Entscheiung liegt am Ende bei uns Eltern. Wenn eure Tochter eine ernsthafte Sprachstörung hat, so verstehe doch die anstehende SEU als Chance das die Störung fachmännisch beurteilen zu lassen. Dadurch können Hilfen angestoßen werden. Eine Spach-Reha ist eine tolle Sache. Aber die muss man beantragen, dafür braucht es mehr als eine Überweisung vom KiA. Termine beim SPZ haben hier eine Vorlaufzeit von 1/2 Jahr. Warum schließt du eine Sprachförderschule aus? Erkundige dich doch mal, wo die nächste ist und wie man den Prozess startet. Auch da gibt es bestimmt einen Infotag. Niemand wird euch zwingen, euer Kind in eine Sprachförderschule zu schicken. Lasst euch doch bei der SEU beraten; das Sprachproblem zu verschweigen halte ich für den falschen Weg. Damit verbaut ihr eurer Tochter doch nur Hilfemöglichkeiten.
Besteht die Möglichkeit die Logopädin zu wechseln? Warum soll ihre Tochter zur Ergotherapie? Nur wegen der Sprache vermute ich nicht. Meist liegen weitere Auffälligkeiten vor die das veranlassen. Was sagt die Logopädin dazu? Haben sie die Berichte der Logopädin? Berichte, wenn es nach Verordnungen wahrgenommen wurde. Nach jeder Verordnung muss die Logopädin einen Therapiebericht schreiben, wovon ihnen eine Kopie zusteht. Daraus sollte ersichtlich sein was gemacht wurde und wie die Entwicklung ihres Kindes war. Gerade der jetzige Bericht ist von hoher Bedeutung, weil darin stehen sollte, dass die Empfehlung zur Ergotherapie gemacht wurde und mit Begründung. Sie schreiben, dass der Kindergarten mit Schwerpunk Sprache nichts auffängt. Ist sie in einer Integrationsgruppe als Integrativkind? Ein Heilpädagoge ist für max. 4 Kinder in der Gruppe zuständig. Ein Integrationskind kann dadurch mehr gefördert werden. U. a. indem auch Therapien im Kindergarten erfolgen können. Ich vermute, dass es keine Sprachkita ist. Wäre das der Fall würde ihr Kind in der Kita Therapien, z. B. Logopädie, erhalten. Warum besucht es keine Sprachkita? Wie sieht der Kindergarten die Entwicklung ihres Kindes? Wurde ihnen mal zur Integration oder Heilpädagogik (wozu die Sprachkita zählen kann) geraten? Haben sie diesbezüglich was unternommen? Die Sprachprobleme werden auch in der Schule auffallen. Es kann bis zum Mobbing gegenüber ihr Kind führen. Eine Sprachschule ist auf Kinder mit Sprachproblemen spezialisiert. Sprachübungen werden in den Schulalltag integriert. (Ggf. solte zusätzlich extern Logopädie erfolgen.) Kinder sind unter Gleichgesinnten. Eltern lernen Eltern mit Kindern der gleichen Problematik kennen. Kleine Klassen, bessere Förderung als in einer Regelschule. Die meisten Sprachschulen haben als Ziel natürlich z. B. die Verbesserung der Sprache, sowie Lerinhalte zu vermitteln. Ziel ist auch, dass das Kind in eine Regenschauer kann. Ein Wechsel innerhalb der ersten zwei Schuljahre wird angestrebt. Der Übergang erfolgt mit Unterstützung der Sprachschule. Und wenn nötig mit Integrationshelfer in der Regelschule. Ich sehe die Sprachschule als Unterstützung für ihr Kind mit der möglichen Option später in die Regelschule zu wechseln. Ich würde ihr Kind auch in einer Sprachkita sehen. Fraglich, ob zeitnah das Gesundheitsamt bzw. SPZ dem zustimmt. Einen Platz wird es geben. Förderlich kann es auch für nur wenige Monate sein. Meistens werden die Kinder für die Sprachkita und Sprachschule zu Hause abgeholt und auch wieder gebracht. So entfällt der Aufwand des Fahrens, was gerade bei weiterer Entfernung mehr Zeit als wie bisher in Anspruch nehmen kann. Hier ist das so, dass vor der Schuleingangsuntersuchung ein Fragebogen ausgefüllt werden muss. Da werden Therapien abgefragt. In das Feld gehört die Logopädie. Dies zu verheimlichen ist ein Nachteil für ihr Kind. Zudem wirkt es so, als wenn sie die Sprachprobleme verheimlichen und nicht ernst nehmen. Da sie auch eintragen, seit wann es Logopädie bekommt, zeigt es, dass sie Hilfe annehmen. Der Schularzt sollte ein Kind unvoreingenommen untersuchen. Evtl. wird er aufgrund des Eintrags mehr auf die Sprache achten. Vielleicht wird er sie fragen wie die sprachliche Entwicklung war, (weitere) Möglichkeiten zur Förderung nennen oder sogar, dass er die Sprache als ok sieht. Evtl. empfiehlt er eine Sprachschule oder empfiehlt eine Regelschule mit Integration auf dem Gebiet der Sprache oder Regelschule mit Inklusionshelfer. Regelschulen mit Integration auf dem Gebiet der Sprache sind Schulen, wo es reguläre Klassen und Klassen mit Kindern mit erhöhten Förderbedarf gibt. Beim Letzten haben ca. 4 Kinder aus der Klasse erhöhten Förderbedarf. Zeitweise werden sie gesondert gefördert. Die Klasse wird von einer zusätzlichen Kraft unterstützt. Hier wird bei Unsicherheiten bei der Schuluntersuchung Fördermöglichkeiten genannt und eine zweite Untersuchung im Frühjahr gemacht. In dem halben Jahr kann mit der Entwicklung vieles passieren was zur Schulfähigkeit führt. U. a. können Therapien eingeleitet und wahrgenommen werden. Bis dahin wird das Kind als zukünftiges Schulkind geführt. Erst wenn es bei der zweiten Untersuchung als nicht schulfrei gesehen wird entfällt der Status. Sollte der Schularzt eine Rückstellung sehen kann das auch zum Vorteil eines Kindes sein. Es gibt Kinder, die brauchen länger um schulfähig zu werden. Der Schule usw. ist es egal ob ein Kind mit 6, 7 oder 8 (als Erzieherin aich schon gehabt) eingeschult wird. Es sind meist die Eltern, Angehörige oder andere Personen die das als falsch ansehen. Da sollten Eltern drüber stehen. Sind sie beim SPZ? Wenn nein sollten sie einen Termin vereinbaren. Ihr Kind wird dort "getestet". Es wird ihnen mitgeteilt, wie ihr Kind entwickelt ist, ob es Verzögerungen gibt. Es können Hilfsmöglichkeiten genannt werden. Ob diese angenommen werden oder nicht entscheiden die Eltern. Bei der Suche nach einem Therapieplatz kann es zum Vorteil sein, wenn die Diagnostik durch das SPZ bereits erfolgte. Es kann zum schnelleren Termin führen. Die Wartezeit beträgt Monate. Nutzen sollten sie ihn. Sprach-Reha finde ich auch eine sehr gute Idee. Ihr Kinderarzt sollte sie dabei unterstützen, sowie ihre Logopädin. Es zeigt, dass ihr Kind weitere Hife benötigt. Wenn sie Flexibilität bzgl. der Rehaklinik zeigen kann es durchaus auch schnell zu einem Platz bekommen. Fahrtkosten dahin werden im übrigen erstattet. Beim Arbeitgeber sind sie in der Zeit bezahlt freigestellt. Einzig, dass nur ein Elternteil mit kann führt dazu, dass der andere Elternteil mehrere Wochen nicht gesehen wird. Der Vorteil ist tägliche sprachliche Förderung. Kennenlernen und in Austausch kommen mit anderen Betroffenen. Die starke Förderung kann zu schnelleren Erfolgen führen. Beantragen sie die Reha um Ihr Kind damit ihr Kind noch einen anderen Weg der Förderung erhält. Hat ihr Kind einen Pflegegrad? Hat ihr Kind eine Schwerbehinderung?
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