Haukani14
Hallo in die Runde! Unser Sohn geht jetzt seit zwei Wochen in den Ü3-Kindergarten. Er ist gerade drei geworden und daher noch ein junges Kindergartenkind. Im Jahr zuvor ist er bereits in die U3-Krippe einer anderen Einrichtung gegangen. Die Eingewöhnung hat grundsätzlich sehr gut funktioniert und wir haben gutes Feedback der Erzieherinnen erhalten. Was jedoch täglich eine große Herausforderung ist, ist die morgendliche Trennung. Es beginnt schon zu Hause, dass unser Sohn sagt, dass er nicht in den Kindergarten möchte und lieber zu Hause wäre. Sobald wir auf den Parkplatz fahren, beginnt er zu protestieren, zu klammern oder zu weinen. Meistens möchte er dann bis zur Gruppe getragen werden, was allerdings auch keine Dauerlösung ist, da ich in der 30. Woche schwanger bin. Schuhe und Jacke ausziehen klappt wieder problemlos. Sobald ich ihn allerdings in die Gruppe begleiten möchte oder eine Erzieherin ihn mitnehmen möchte, klammert er extrem. Sobald ich gehe, beginnt er zu weinen. Das bricht mir jeden Tag das Herz, auch wenn ich weiß, dass er sich sehr schnell wieder beruhigt. Wenn ich ihn mittags abhole, finde ich ein glückliches Kind vor, das einen schönen Tag hatte. Die Erzieherinnen bestätigen mir auch, dass er den Vormittag über sehr zufrieden ist. In der Krippe war die Situation in den letzten Monaten ähnlich, weshalb ich nicht davon ausgehe, dass es an der Einrichtung liegt. Auch wenn ich ihn zu seinen Großeltern bringe, kann er sich nur mit starker Ablenkung lösen, obwohl er quasi seit seiner Geburt regelmäßig von ihnen betreut wird. Seit circa sechs Wochen geht er einen Tag pro Woche morgens zur Frühförderung, da er Probleme mit Übergängen (z. B. Wechsel aus der Spielsituation zum Essen) hat und ihn große Gruppen schnell überfordern. Dort kann ich ihn problemlos abgeben und er geht freudestrahlend in den Gruppenraum. Hat jemand bereits ähnliche Situationen erlebt und kann mir Tipps geben, wie ich ihm die morgendliche Trennung erleichtern kann? Ich bin für jede Hilfe dankbar! 💛
Wenn er schon in der Förderung ist, da er schlecht mit Übergängen umgehen kann, dann müsst ihr eigentlich "nur" warten bis das anschlägt. Denn das Abgeben in den Kindergarten ist einer der einschneidensten Übergänge an jedem Wochentag: die eigene Familie ist danach weg, d.h. die Einzelbetreuung ist weg, das besonders sein ist weg, das speziell verwöhnt werden ist weg, es wird lauter und visuell unruhiger, etc. Das fällt sehr vielen Kindern schwer. Es gibt sich mit der Zeit, versprochen. Da er aber erst zwei Wochen in der neuen Einrichtung ist, ist er auch noch gar nicht richtig angekommen und braucht sicher noch ein paar Monate bis das komplett routiniert abläuft. Auch das ist völlig normal. Was helfen kann, aber nicht muss, wäre z.B. - jemand anderes übernimmt das Bringen zum KiGa - Du lässt dir mehr Zeit beim Abgeben, z.B. indem du noch in der Gruppe ein Buch vorliest. So hat er zwei kleinere Übergänge nacheinander statt einem großen (erst die Stimulation durch mehr Leute, Dinge, Geräusche,... dann dein Weggehen) - Er bekommt beim Abschied etwas von dir mit, z.B. ein Kuscheltier, ein kleines Symbol auf die Hand gemalt, ein Foto. Manche KiTas haben auch Ruheecken mit Familienfotos der Kinder - Du nimmst dir weniger Zeit beim Abgeben (manche Kinder weinen mehr, wenn sie merken, dass man darauf entsprechend reagiert) - Du versuchst die Situation in der Frühförderung zu simulieren. Irgendetwas muss da ja besonders sein, dass er den Übergang nicht so störend findet. Ich würde ehrlich zuerst in der Frühförderung nachfragen, ob sie einen Tipp haben. Ist ja genau ihre Expertise.
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