Jutta1989
Ihr Lieben, ich weiß nicht ganz wie ich mit dem Tag heute umgehen soll. Wir waren auf einem Kindergeburtstag eingeladen. Mein Sohn, gerade 4, ist eher introvertiert und ruhiger. Aber kann auch schon mal wild werden und richtig quatsch machen. Heute auf dem Geburtstag seines Freundes hat er wegen jeder Kleinigkeit geweint und gebrüllt und alle waren doof. Wenn er im Pool nass gespritzt wurde, wenn beim buddeln Sand in sein Loch geflogen ist, wenn das Trampolin zu voll war. Ganz übel wars im Pool. Die anderen Kinder wurden ihm zuliebe schon immer ermahnt nicht zu wild zu sein und ihn nicht nass zu spritzen. Aber natürlich klappt das mit 5 aufgeregten Kindern im Pool nicht dauerhaft. Ich hab ihn dann irgendwann raus und hab ihm gesagt, dass er eben nicht in den Pool kann, wenn er nicht nass werden will und es mir reicht mit dem ständigen geweine und wir heim gehen, wenn es ihm zu viel ist und er ständig weinen muss. Ist ja auch für ihn nicht schön. Ich denke zwischenzeitlich ich hätte früher reagieren sollen. Er wollte nicht heim. Die restlichen Programmpunkte hat er dann gut mitgemacht ohne weinen. Die Poolzeit war eh vorbei. Habt ihr das auch schon mal gehabt. Wie geht ihr damit um? Oder hattet ihr bei euch ein Kind, dass sich so verhalten hat?
Huhu, eigentlich ist das Ganze ja kalter Kaffee, weil der Geburtstag vorbei ist. Du kannst am Ablauf jetzt nichts mehr ändern, deshalb würde ich darüber auch nicht nachgrübeln. Ich würde es auch überhaupt nicht überbewerten oder hier problematisieren, denn ein gerade mal Vierjähriger darf von solchen Situationen einfach noch überfordert sein. Natürlich kann man überlegen, wie man es das nächste Mal handhabt. Ich würde jetzt erst mal denken, dass er vielleicht einen schlechten Tag hatte, und dass das Ganze sich nicht unbedingt in gleicher Form wiederholt. Was ich wichtig fände: Dass er viel Gelegenheit bekommt – auch zu Hause außerhalb des Kigas – mit Kindern zu spielen. Damit er Sicherheit und Routine mit Situationen außerhalb des Kigas gewinnt. (Er geht doch in den Kiga, oder?) Meine Tochter weinte zwar nicht auf Geburtstagen, traute sich aber nicht mitzumachen, sondern zog sich überfordert zurück. Wir haben dann darauf geachtet, noch öfter Kinder für Nachmittags zum Spielen zu uns einzuladen. Ich habe sie gefragt, wen sie im Kiga ganz nett findet, dann habe ich die betreffenden Mütter angesprochen und gefragt, ob ihr Kind mal zu uns zum Spielen kommen möchte. So haben sich mehrere neue Freundschaften ergeben. Nachmittags zu Hause und zu zweit können Kinder intensiver lernen, sich auf ein anderes Kind einzustellen, zu kommunizieren, zu teilen, gemeinsam zu spielen, sich zu einigen, sich abzuwechseln, sich auch mal durchzusetzen usw. Alles Dinge, die dann auch im größeren Rahmen (Kinderparty) deutlich besser funktionieren. Aber nicht nur dort, sondern auch generell im Kiga. Wir hatten etwa zweimal die Woche Kinder bei uns zum Spielen, und sogar meine schüchterne Tochter gewann dadurch viel Sicherheit und Übung mit anderen Kindern. Vielleicht könntet ihr hier noch etwas intensivieren, was den regelmäßigen Umgang mit anderen Kindern privat angeht, falls ihr da noch nicht so viel macht. Und ansonsten: Gelassen bleiben. Das sind alles Probleme, die auch die Zeit löst. wenn dein Sohn volljährig ist, wirst du dich an diesen Nachmittag vermutlich gar nicht mehr erinnern. 🙂 Kinder entwickeln sich so stark, man kann sich das gar nicht vorstellen, wenn man mittendrin steckt. Und wenn sie klein sind, dürfen Dinge auch mal holprig sein oder nicht ideal verlaufen, das macht wirklich gar nix. LG
Ich denke auch, er war wohl an dem Tag überfordert, war einfach vorkommen kann und nicht tragisch ist. (Auch wenn es einem in der Situation so vorkommt.) Ich finde es richtig, dass du ihn aus dem Pool rausgenommen hast und ja, manchmal weiß man erst hinterher, dass es besser gewesen wäre, das vorher zu tun. Aber mach dir da keine Gedanken, kein Elternteil ist perfekt und es ist nicht passiert. Falls du dir Gedanken darüber machst, was jetzt die anderen anwesenden Eltern über dich oder dein Kind denken: Das musst du nicht 😉 Alle Eltern kennen solche Situationen, dass das eigene Kind nicht so funktioniert, wie erwartet. Da werden die allermeisten Verständnis haben. Und die, die kein Verständnis haben - deren Meinung kann dir herzlich egal sein.
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