Lauri7991
Mein Sohn ist 5 und phasenweise immer so albern wenn wir auf andere treffen. Sind es nur wir zwei oder vielleicht noch Oma und Opa ist alles normal. Sobald wir draußen auf andere Kinder treffen oder Nachbarn fängt er an komische Dinge zu machen. Dann lässt er sich auf den Boden plumpsen, sagt komische Sachen wie: ich hab ein Stein auf dem Kopf, sagt gefühlt 100 mal das gleiche und spricht dann auch so undeutlich das man ihn kaum versteht oder er vergisst ganze wortendungen. Dabei spricht er total gut. Ich schätze das er dann unsicher ist aber manchmal ist es mir schon sehr unangenehm weil andere und auch Kinder schon verwirrt schauen oder sich dann eben abwenden. Was kann man da machen? Ich sehe das irgendwie nie bei anderen Kindern
Hallo, das ist wirklich normal, mach dir keine Gedanken. Die allermeisten Kinder drehen auf, wenn andere Erwachsene dabei sind. Auf welche Weise ein Kind aufdreht, ist natürlich unterschiedlich. Dein Sohn macht es auf diese Weise, andere Kinder auf andere. Aber das Phänomen ist immer dasselbe. Meine Kinder waren in diesem Alter genauso. Sobald wir Besuch hatten oder jemanden getroffen haben, wollten sie unbedingt zeigen, was sie können, redeten wie ein Wasserfall, machten Quatsch usw. Bei anderen Kindern sehe ich das ebenfalls. Wenn ich bei unseren Nachbarfreunden bin, fangen beide Kinder (5 und 7) sofort an, an mir zu zerren, wollen mir gleichzeitig 100 Dinge zeigen, machen Quatsch, wollen mich in Spiele reinziehen, und zwar beide lautstark und gleichzeitig. Das artet meistens so heftig aus, dass die Mutter sie entnervt in ihr Spielzimmer schickt. Du siehst also, das ist wirklich normal. Kinder möchten halt nicht immer nur von Mama und Papa beachtet werden, sondern auch von anderen Erwachsenen (zu denen sie Vertrauen haben, weil die Eltern sie offenbar kennen und nett zu ihnen sind). Solche Menschen sind interessant fürs Kind, eben weil sie anders ticken als die Eltern. Der Austausch mit anderen Erwachsenen ist wichtig für Kinder. Leider wählen Kinder oft eine nicht so ideale Methode, um mit solchen Erwachsenen zu kommunizieren. Sie wissen halt einfach noch nicht, wie das geht. Sondern sie werden zappelig, laut, "anstrengend", nervig oder spielen den Clown, so wie dein Sohn. Du kannst das am besten auffangen, indem du ihn nicht ermahnst, sondern ihn einfach mit einbeziehst. Erzähle beiläufig etwas von ihm ("Wir Zwei machen heute noch dies und das") oder lobe ihn ("Er hat mir heute ganz toll bei etwas geholfen"). Gehe also nicht auf die Show ein, sondern beziehe ihn beiläufig und ernst ins Gespräch ein. Frage ihn etwas oder lass ihn etwas erzählen, was er erlebt hat. Er braucht dann nicht mehr herumzukaspern, um beachtet und gesehen zu werden. LG
Ich wiederhole mich: ihr solltet euch psychologisch beraten lassen.
aus deinen beiden posts lese ich viel unsicherheit bei dir selber raus. irgendwie ist immer ein thema was die anderen denken. und deine unsicherheit färbt ab. ich kenne das, ich renne auch nicht schon immer mit so einer "denkt doch was ihr wollt!"-haltung rum. und ganz verkehrt ist das ja auch nicht. im job hilft es mir sehr wenn ich auf die schwingungen im umfeld achte. aber mit kindern muss man das hinter sich lassen können. holt euch hilfe. hab ich auch getan. ist keine schande.
Hallo, unser Sohn ist 6 geworden und wir haben dasselbe Problem. Wir sind gestern aus dem Urlaub gekommen und es war die reinste Katastrophe. Wir waren im Restaurant und trafen die Familie und da ging gar nichts mehr. Selbst Ablenkung half nicht, Ermahnungen halfen nicht, festhalten nicht. Zudem rennt er auf andere Leute zu, bleibt vor denen stehen und versperrt den Weg. Streckt permanent die Zunge raus und ruft "bääääääh" (und das sehr laut). Im Flugzeug nahm er die Jacke von der Frau vor uns und zog sie zu sich und lachte. Und das Problem besteht seit er 3 ist. Anfangs nicht so schlimm, es hat irgendwie jetzt seine Hochphase erreicht. Die Kinderärzte weisen uns immer ab und sagen "das ist alles normal, das geht vorbei". Kita ebenso. Man fühlt sich echt alleine gelassen. Selbst die Tagesmutter sagte damals zu uns, dass jede Klasse immer einen Klassenclown hat. Und unser Sohn ist es. Es hat sich ja auch seitdem nicht gebessert. Es war jetzt aber auch so schlimm, dass ich nochmal die Ärzte aufsuchen werde.....wir werden sehen.
"Selbst die Tagesmutter sagte damals zu uns, dass jede Klasse immer einen Klassenclown hat. " Das ist eine ganz fatale Aussage. Kinder die das sind, leiden. Wenn Du deine Interessen durchsetzen möchtest, braucht man Stehvermögen. Du solltest also dringend das Thema nochmals beim Kinderarzt besprechen. Alternativ eine Erziehungsberatung, für's erste, in Anspruch nehmen. Hier kann geschaut werden ob das Kind neurodivergent reagiert oder/und Ihr wie Unterstützung erfahren könnt. Aussitzen würde ich das niemals.