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zur Familienpolitik guter Artikel

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habs schon im Aktuell eingestellt, aber ich finde, hier gehört es auch dazu. Ein Appell an den Realitätssinn und erfrischend obendrein: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,488051,00.html Hier nur der erste Absatz: Es muss schlimm stehen um die Kleinkinder in Deutschland. Nicht nur, dass sie angesichts der geradezu lächerlichen Geburtenzahlen auf eine einsame Zukunft zusteuern. Auch ihre Gegenwart ist unerträglich. Die einen müssen den ganzen Tag mit ihren langweiligen Müttern zu Hause verbringen, wo sie verwahrlosen, verblöden und verfetten. Die anderen werden schon vor ihrem dritten Lebensjahr gezwungen, ihr Dasein in finsteren Kindertagesstätten zu fristen, wo ihnen Freiheit und Geborgenheit entrissen werden. Aber zum Glück gibt es ja Familienpolitiker, die unsere Kleinen mit ehrgeizigen Vorschlägen aus ihrer Hölle befreien wollen - um den Preis allerdings, dass sie von der einen in die andere verfrachtet werden. Je nachdem, wer sich politisch durchsetzt. Es gehört nur ein wenig Überspitzung dazu, um freizulegen, wie überdreht hierzulande familienpolitische Diskussionen geführt werden. Um Kinder geht es dabei nicht, bestenfalls um deren Eltern. Aber vor allem geht es um Zahlen. Die deutsche Politik sucht nach einer Zauberformel, die den Geburtenrückgang stoppt. Und das ist schwer genug, angesichts der grassierenden Kinder-Unlust, die oft mit Finanzen viel weniger zu tun hat als mit der gerade in Deutschland verbreiteten Haltung, nach der Nachwuchs vor allem Probleme ins Haus bringt - und nicht etwa Glück. Zitatende.


Mitglied inaktiv

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Antwort auf diesen Beitrag

Grundsätzlich ist der Artikel gut, wenn ich auch ein paar "Abers" habe... Ich stehe dazu, Karriere machen zu wollen. Auch MIT Kindern. Wo ist bitte das Problem? Ist schon schlimm genug, daß ich meine Belastbarkeit mehr als bewiesen (und z. B. aus Mutterschutz verzichtet) habe und trotzdem es meinen beruflichen "Tod" bedeuten würde, wüßte ein AG von einem weiteren Kinderwunsch... Und: warum NICHT den Eltern grundsätzlich einen "Betrag X" zur Verfügung stellen, mit dem die Eltern entscheiden können ob und wie sie ihr Kind betreuen (lassen) wollen? Tagesmutter und / oder Aupair sind ja nun nicht KiTa... Viele Grüße Désirée :-)