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Wieviel "Mama" braucht ein Kind? Helft Ihr mir mal

Wieviel "Mama" braucht ein Kind? Helft Ihr mir mal

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Hallo liebe Forum :-) nicht einfach, das richtige Forum zu finden, ich hab mich nun für hier entschieden. Situation ist folgende: Ich habe immer (gerne!) gearbeitet, jeweils sofort nach 8 Wochen wieder. Die Buben sind jetzt 5 und 7 Jahre. Mein Job bis letztes Jahr Herbst (und die 7 Jahre davor) war eine Führungsaufgabe mit (relativ) freier Zeiteinteilung, intensive Arbeitsphasen wurden von ruhigeren Zeiten ausgeglichen. Die ersten 4 Jahre der Kinder war der Papa Zuhause mit etwas TZ-Arbeit (da kam die Oma). Nun haben wir seit 2 Jahren Aupair-Mädchen und grundsätzlich gute Erfahrungen damit. Die Kinder mögen sie, derzeit das 3. Mädchen. Seit Herbst letzten Jahres habe ich nun einen Job, der Home-Office mit Geschäftsreisen verbindet. Also 3-5 Tage Zuhause und auch mal 1-2 Nächte "on tour". Daß ich Zuhause arbeite, kennen die Kinder, denn auch früher liessen sich meine mir unterstellten MA durchaus den ein- oder anderen Tag von Zuhause leiten :-) Im Herbst habe ich mich auch vom Vater der Kinder getrennt, lief aber ruhig und "spannungsfrei" ab. Er ist öfter mal abends hier, die Kinder schlafen auch mal bei ihm. Natürlich müssen sich aber die Kinder in die (für sie nicht sooo dramatisch andere, aber doch ist es "anders") Situation einfinden. Bisher gab es außer Kinder/Familie und Arbeit für mich nichts. Das war auch OK so, ich bin engagierte Mutter und arbeite auch sehr gerne. Und der Tag hat nun mal nur 24 h. Nun sind die Kinder aber lagsam aus dem Alter raus, wo man "ständig" draufglucken muß. ... oder doch nicht? Und genau DAS ist mein Dilemma :-) Ich bin in vielen dt. Städten unterwegs und rase nach dem letzten Termin immer gleich heim um zu den Kindern zu kommen. Selbst Freunde, die auf dem Weg liegen, besuche ich nicht zum Kaffee weil ich ja heim "will". Gestern fiel es mir auf: Ich in München (von meinem Zuhause 1 Std. Fahrt), wunderschönes Wetter und ein geplatzter Termin... Und was mach ich Dödel? Anstatt mal kurz in eines der Einkaufszentren einzufallen oder mal die Fußgängerzone in der Sonne runterzubummeln, bin ich schnurstracks heimgefahren... *seufz* Versteht mich nicht falsch, ich ärgere mich da auch hinterher nicht drüber, daß ich so entschieden habe, aber ich frage mich immer wieder MUSS es denn sein? Warum fange ich nicht langsam an, auch mal an MICH zu denken? Ich habe mir eine Zither gekauft und würde gerne einen VHS-Kurs machen, aber: JEDE Woche noch einen Abend weg? Können das die Kinder? Ich meine, ich bin 1-2 Abend pro Woche nicht da (Geschäftsreisen) und dann noch evtl. 1 Abend für Freunde und / oder VHS-Kurse? Ich habe ja nun auch nicht mehr die Argumentation, daß der Papa ja das dann abends machen könnte (wobei er es schon tut, er kommt ja öfter mal). Aber ich will ihn ja auch nicht einspannen, damit ICH weggehen kann, versteht ihr? Unsere Aupair haben da sich nie beschwert, die machen das schon, die Kinder gehen auch gut ins Bett. (Zusatzinfo: der Kleine (5 Jahre) schläft fast immer bei mir, er braucht (schon immer) meine Nähe, es gibt aber auch auch kein Geweine, wenn ich nicht da bin...) So, und nun hätte ich gerne mal die ein- oder andere Anregung wie Ihr das seht, das Leben zwischen Beruf und Familie und evtl. eben doch noch etwas "persönliche" Zeit... Ich freu mich drauf! :-) Désirée


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Ich finde, Du kannst Dir schon mal Zeit für Dich gönnen. Normalerweise muss man das mit Kindern ja immer vorher planen, aber bei einem geplatzten Termin kannst Du ohne schlechtes Gewissen die Zeit für Dich selbst nutzen. Ich weiß ja nicht, wie das mit Deinem Ex-Mann organisiert ist. Sind die Kinder regelmäßig bei ihm? Dann würden sich diese Abende als Abende für Dich empfehlen. Und warum willst Du ihn nicht einspannen, damit Du weggehen kannst? Was macht er denn an den Abenden, an denen die Kinder bei Dir sind? Er geht dann doch bestimmt auch mal weg. Deine Kinder verkraften das schon, noch ein paar Abende mehr auf Dich zu verzichten. Ob es ein Abend jede Woche sein soll oder seltener, musst Du entscheiden. Du kennst Deine Kinder am besten und siehst, ob es ihnen gut tut oder nicht. Das hängt auch ein bisschen davon ab, wie Du aktuell die Zeit mit ihnen empfindest. Hast Du das Gefühl, sie haben immer ganz schrecklich viel angesammelt, was sie Dir mitteilen möchten? Oder beschäftigen sie sich auch mal alleine wenn Du da bist? Es ist halt wichtig, dass Du für Deine Kinder da bist, wenn sie Dich brauchen. Wieviel sie Dich brauchen, hängt von ihnen ab und schwankt vielleicht auch mal von Zeit zu Zeit. Ob Du genügend da bist, kannst nur Du selbst nach Deinem Gefühl beurteilen. Viele Grüße Linda


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Hallo Desirée, du solltest ruhig auch mal an dich selber denken und dir ein "Zeitfenster" nur für dich gönnen, wie z. B. die Shopping-Tour in München oder den Zither-Kurs bei der VHS. Zumindest in dem Moment, wo die Betreuung der Kinder durch eine zuverlässige Person (wie z. B. dem Vater) gesichert ist. Da darfst du wirklich kein schlechtes Gewissen haben. Warum sollst denn ausgerechnet du nicht auch mal ein bisschen Spaß haben? Jeder Mensch braucht seine kleinen "Inseln der Glückseeligkeit". Du auch. Das Leben besteht nicht nur aus Arbeit und Verantwortung haben. Ein bisschen Spaß - wie auch immer man "Spaß" nun persönlich definieren mag, das bleibt ja jedem selbst überlassen - braucht jeder zum Entspannen. Deine Kinder haben auch qualitativ sehr viel mehr von dir, wenn du ausgeglichen bist, weil du dir eben auch selber was gönnst. Viele Grüße Sylvia


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Hi, ich kann dir zwar nicht aus persönlicher Erfahrung antworten, denn durch meine Mutter-/Hausfrau-/Ehefrau- und Home-Office-Tätigkeit beglücke (oder beglucke ;-) ich meine Kinder 24 Std. am Tag, mit Ausnahme der Zeiten, zu welchen der Große in den Kiga geht. da Wird eben nur einer begluckt/beglückt.. Und da kann ich dir nur sagen: die Frage nach "privaten" Stunden für mich selbst stellt sich garnicht, weil selbige de facto nicht existent sind. Früher oder später wird mir dieses ständige Abwürgen meiner eigenen BEdürfnisse sicherlich Probleme bereiten. Da muss ich dann eben kucken, wo ich meine anderweitigen Erfolgs- und persönliche Zufriedenheit bringenden Erlebnisse realisiere. In deinem Fall ist ja durch die bloße Durchführung eines mit Sicherheit für dich sehr zufrieden stellenden Berufs schon viel für dich selbst getan. Ich denke, wenn dein Bauchgefühl dir sagt, dass "profane" Erlebnisse wie Shoppen oder ähnliches nicht unbedingt mit den Interessen der Kinder unter einen Hut zu bringen sind bzw. wenn du befürchtest, dass die Kinder irgendwie darunter leiden könnten, dass du "nur" noch zu, sagen wir, 30 % zu Ihrer Verfügung stehst, anstelle von 40%, dann lasse das mit dem shoppen doch einfach noch. Ich würde mir vielmehr GEdanken machen, wieviel Papa die Kinder brauchen. Ein recht raffinierter Kompromiss könnte vielleicht sein: Papa ist immer dann da, wenn Mama nicht da ist - also bei deinen Geschäftsreisen und, warum nicht, bei deinen VHS-Kursen. Wenn die Kinder das sichere GEfühl haben und darauf vertrauen können, dass immer mindestens einer von euch für sie da ist, dann ist das - glaube ich - eine tragbare Situation für alle. LG JAcky


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Ich glaube, es kommt stark darauf an, was "hinten" raus kommt... wenn Du Dir mehr zeit für Dich gönnst - was ich verstehen könnte - kommst Du dann mit einem schlechten Gewissen nach Hause? Oder kommst Du entspannt und ausgeglichen nach Hause, weil Du etwas für Dich getan hast? Ich ganz persönlich würde die Zeit schon eher für mich selber nutzen, da ich weiß, dass ich ja nicht direkt vermisst werde, und so auch niemandem wehtue. Ich gehe einmal pro Woche zum Chor, das ist mein zur Zeit einziges Hobby, das ich mir erkämpfe, und ohne das wäre ich glaube ich sehr unzufrieden. Ich arbeite teilzeit, genieße das sehr, sehe das aber nicht in dem Sinne als "Zeit für mich" an - auch wenn es faktisch so sein mag. Denn Zeit, die ich ohne meine Kinder verbringe, ist zwar eigentlich Zeit für mich, aber in der Arbeit halt auch nicht wirklich selbstbestimmt. Und ich glaube die Dreiteilung Kinder - Beruf - ich selbst ist es, was mich ausgeglichen sein läßt, ohne dass die drei Bereiche auch zeitlich ausgeglichen sein müssen. Also, sprich mit Dir selbst darüber und vielleicht auch mit Deinen Kindern, wer weiß, vielleicht fänden die es ja gar nicht schlimm? Ulrike


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Hallo, mir geht es ähnlich wie dir. Ich war immer arbeiten, mein Mann zuhause und der Rest der Zeit ist für die Kinder da. Zeit für mich bleibt da nicht und selbst wenn ich könnte (so wie du schreibst ein geplatzter Termin, d.h. man hätte eigentlich Zeit..)eile ich auch nach Hause. Ich könnte diese Zeit aber auch nicht genießen, da ich weiß, daß meine beiden Buben (7 und 4) auf mich warten. "Nun sind die Kinder aber lagsam aus dem Alter raus, wo man "ständig" draufglucken muß ... oder doch nicht?" Eher nein, schätze ich mal. Aber die Zeit geht auch so schnell vorbei und einkaufen, Kurse belegen etc. kann ich später immer noch, wenn die beiden von sich aus auf mich "verzichten" wollen, das wird dann wohl auch schwer :) LG Andrea


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hi, doch ich finde schon Du kannst Dir diesen Abend noch gönnen und vielleicht kann diesen Abend ja Dein Ex übernehmen. Irgendwann fehlt einem die Zeit für sich schon und ich versteh Dich da total, geht mir auch so, ich bin zwar verheiratet und wir arbeiten beide Vollzeit die gesamte Freizeit wird den Kids gewidmet für uns als Paar bleibt nix da wir unsere Babysitter immer nur für Jobsachen in Anspruch nehmen, jetzt ist es auch noch ok für mich da der Kleine erst 18 Monate ist aber irgendwann möchte ich auch mal wieder was für mich machen, gönn Dir diesen Abend es wird Dir sicher guttun!!!