Elternforum Baby und Job

werdet ihr auch dumm angemacht???

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hallo, hab mal ne frage. ich gehe seit knapp nem monat wieder vollzeit arbeiten. meine maus ist am 1.6. ein jahr geworden. ich schreibe noch in einem and.forum mit und wird man leider als nicht mehr 100% mami angesehen wenn man nach "so kurzer" zeit wieder voll in den Beruf einsteigt. habt ihr da auch erfahrungen mit gemacht??? finde das schon sehr verletzend, da ich ja meine maus nichts desto trotz über alles liebe und für sie da bin wenn was ist. leider ist es aber hier nicht möglich(komme aus leipzig) nur von einem gehalt zu leben was viele der alten BL leider nicht verstehen oder verstehen wollen. würde mich über eure meinungen freuen. lg franzi und julia


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Hallo, bald muss doch jede Frau nach einem Jahr wieder los. Das Elterngeld gibts doch nur ein Jahr (auser in Ausnahmen) und dann gehts wieder los. Ist doch auch völlig ok, wenn die Kinder gut betreut sich. Man ist doch viel ausgeglichener den Kinder gegenüber, hab ich jedenfalls für mich festgestellt. Lass Dich nicht verrückt machen!!! LG, Dagmar


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hallo wanki, ja ausgeglichen bin ich jetzt viel mehr. also ich war während des jahres überhaupt nicht arbeiten. wollte ich auch nicht, aber es gab momente da hab ihc mir gewünscht einfach mal kurz abstand zu haben. und jetzt wo ich den habe und noch wieder geld dafür bekomme gehts mir wieder besser. und mausi gehts bei ihrer tagesmutti total gut. danke dir. lg franzi und julia


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Ich habe halbtags angefangen zu arbeiten als mein Zwerg 7 Monate war. Das war im Januar 07. MO-Do. von 8-13h. Bin auch etwas "verwundert" angesehen worden, aber richtig dumm angemacht wurde ich nicht, das sich wohl niemand getraut. Aber jetzt, da alle sehen wie gut es mir und dem Kleenen geht, klopft man mir auf die Schulter. Der Zuspruch hätte mir zwar im Januar zum Nervenstärken mehr gebracht, aber was solls. Der einige Mensch, der fragte, wann ich denn endlich wieder anfange zu arbeiten(da war mein Baby gerade mal 4 Monate alt!:-)) war meine Mutter, die Ihr Leben lang einen Beruf als Richterin und 2 Gören hinbekommen hat. Also, sch... drauf und geniesse, dass Dein Mann hinter Dir steht!


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Hi Franzi, "dumm angemacht" wird man in diesem Lande als Mutter (leider) immer mal wieder: - den einen gehst Du zu früh wieder arbeiten - den anderen ist es ein Dorn im Auge, wenn Mütter nicht arbeiten - dann gibt es noch die entzückende Sorte Mensch, die grundsätzlich keine Kinder mag und schier brechen möchte, wenn sie einem begegnen (gerne ältere Herrschaften) Diese Liste könnte ich beliebig fortsetzen. Cool finde ich meinen 3jährigen Sohn, der einer meckernden Oma ("können sie nicht dafür sorgen, dass das still sitzt??") nur entgegnete: "du doof, ich sorge schließlich für deine Rente!!" Er ist einfach nur gut, der Lütte! Auch in den alten BL können verdammt viele nicht von nur einem Gehalt leben (sorry, aber ich bin mittlerweile echt allergisch gegen Ost-West-Vergleiche). Ich gehe zwar "nur" Teilzeit arbeiten, aber ich gehe arbeiten und leiste so meinen Beitrag zu unserer Kostendeckung. Eben im Rahmen meiner Möglichkeiten (ich erwarte demnächst Zwillinge). Vollzeit arbeiten möchte ich eigentlich gar nicht, da es mir wichtig ist, meinen Kindern möglichst viel Zeit zu widmen. Aber gar nicht arbeiten käme für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Was das "dumme Anmachen" betrifft: einfach weghören oder eine schlagfertige Antwort geben ;-) Herzliche Grüße Astrid


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hallo astrid, stimmt im westen gibts natürlich auch paare wo ein gehalt nicht reicht. aber ich denke das ist eher die minderheit. zumindest ist es so bei denen die ich kennengelernt habe und mich deswegen ankreiden. sprich das sind halt leute wo man mit einem gehalt, wie auch immer?, 5 kinder und einen hausneubau finanzieren kann. ok wir bauen auch grad aber selbst mit einem kind wäre das nicht ohne 2. gehalt machbar gewesen. na dann wünsche ich dir und deinen 2 mäuschen im bauch alles gute und liebe. ach teilzeit hätte ich auch gern gemacht, aber dann schaff ich meine arbeit nicht mehr und das bringts ja auch nicht. lg franzi und julia


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was heißt ihr immer ihr armen Ossis, liebe Franzi. Natürlich wird drüben weniger verdient, aber da sind doch auch die Mieten niedriger und die sonstigen Lebenshaltungskosten....Und mein Mann verdient als KFZ-Mechaniker im Westen auch nur 1500€ brutto, d.h 1230€ netto bei steuerklasse 3,Kosten: 550€ Warmmiete. Da bleibt auch kaum was übrig und dann fährt er noch 50km einfache Strecke zur Arbeit und leider gibts beim Lohnsteuerjahresausgleich auch nichts wieder, weil er gar keine Lohnsteuer zahlt bei sowenig Gehalt. Ossis sind immer nur am Jammern...Ihr bekommt da drüben alles neu und wir zahlen alle für euch,deine Großeltern belasten unsere Rentenkasse, die Rentenkassen waren voll früher als die Mauer noch stand... .LG


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Hallo, ich bin bei meinen ersten KIndern auch relativ früh wieder vollzeit arbeiten gegangen, war damals alleinerziehend und wurde eigentlich immer mitleidig angeschaut. Jetzt beim dritten gehe ich in TZ arbeiten, aber das ist auch problematisch. Auf der Arbeit bin ich keine "richtige" Kraft mehr. Ständig Sticheleien wegen elternzeit und so und zu Hause wird gesagt, ach du arbeitest ja nur zwei Tage. Egal wie wir arbeiten, wir machen es den anderen nie recht. Hauptsache unsere Kinder fühlen sich wohl. Gruß Annette


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Hallo! Hier im "Westen" (auch noch BaWü, da geht es allen finanziell doch sooooooo gut) gibt es viele Familien, die mit einem Gehalt ganz und gar nicht klar kommen. Die Betreuungssituation für Kleine ist nicht so prickelnd, hier auf dem Lande ist es eher die Oma die die Enkel hütet, während Mama arbeiten geht. Ich arbeite auch, und ich bin noch nicht blöd angemacht worden. Wie gesagt, die meisten können es ich gar nicht aussuchen ob sie arbeiten oder lieber zuhause bleiben wollen.


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hallo, also erstmal wollte ich hier keine grundsatz diskussion zum thema ost oder west breittreten. es ging lediglich darum das in einem and.forum nicht akzeptiert wird das ich arbeiten gehe weil wir das geld brauchen. und da ging es halt um die frauen dort. diese können halt von einem gehalt leben. ich weiß das nicht nur der osten solche probleme hat. aber: @jule ich muß jetzt mal was sagen, also weder die lebenshaltungskosten noch groß was and. ist hier billig. darf ich dir sagen das ich in der stadt mit dem teuersten strompreisen deutschlands wohne? meine miete auch nicht wirklich wenig ist, sprit kostet genauso viel ach und wir auch den viel zittierten Soli-Beitrag zahlen müssen. So und außerdem jammere ich nicht, ich habe nur begründet warum ich wieder nach einem jahr arbeiten gehen mußte und wollte. hoffe du verstehst mich jetzt. lg franzi und julia


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Also ich arbeite seit Mai wieder Vollzeit (40 Stunden-Woche) nach einem Erziehungsjahr. Und auch ich werde komisch angemacht. Von wegen das arme Kind, das von 8 - 17.30 Uhr bei der Tamu betreut wird. Ganz besonders schlimm war es mit meiner Schiegermutter, die immer ein paar Spitzen verteilt hat. Wenn ich meine Tochter mal etwas später abgeholt habe, hat sie gleich gesagt, dass ich doch selbst Schuld hätte, wenn ich so lange arbeite und viele andere Sachen. Sie holt meine Tochter auch ab, aber in meinen Augen auch nur, weil sie ihr leid tut. Vorher hat sie sich auch kaum um sie gekümmert, obwohl sie nur 5 km entfernt wohnt. Sie hat es in ihren 2 Wochen Urlaub nur einmal geschafft uns zu besuchen, obwohl sie zu Hause war. Mittlerweile habe ich mir ein "dickes Fell" angeschafft und gebe ordentlich Kontra, egal wer mich dumm anmacht. Wenn ich meiner Schwiegermutter anbiete mir doch die Differenz zwischen 6 und 8 Stunden-Job zu bezahlen, dann würde ich auch 6 Stunden arbeiten gehen, dann ist sie gleich wieder ruhig. Und wenn fremde damit anfangen, nehme ich ihnen gleich den Wind aus den Segeln und sage, dass sie mir gar nicht versuchen brauchen ein schlechtes Gewissen einzureden, das habe ich nicht mehr. Meiner Tochter geht es gut, sie hat zwei Supertolle Tagesmütter und in der Gruppe sind 8 Kinder (deshalb zwei Tamü) und sie geht gerne hin. Und uns ging es früher auch so, wir wurden mit 8 Wochen in die Krippe gebracht und aus uns ist auch was geworden. Bei diesen Argumenten hält dann meistens jeder die Klappe. Man muss in dieser Sache mehr Selbstvertauen entwickeln, und auch das musste ich lernen. In meine 1. Arbeitswoche habe ich wirklich überlegt, ob ich das Richtige mache, weil mir oft ein schlechtes Gewissen eingeredet wurde, aber jetzt weiß ich, dass ich das Richtige gemacht habe.