Elternforum Baby und Job

was mir gestern so in den Sinn kam, zum Thema TAMU

was mir gestern so in den Sinn kam, zum Thema TAMU

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Hi, aus verschiedenen Gründen und auch nach einem Vorschlag meiner Mutter habe ich mich gestern mal kurz näher mit dem Thema Tagesmutter beschäftigt. Das ist ja, wenn man es mit hohen qualitativen Ansprüchen angeht, ein richtiger Job .. Tatsächlich muss man, um sich beispielsweise beim Tagesmütterverein registrieren lassen zu können, einen sechsmonatigen Kurs belegen, in welchem vielerlei Thematiken rund um das Thema Kind und "Erziehung & Förderung" abgedeckt werden, von erster Hilfe, über Ernährung bis hin zur feinmotorischen Förderung. Auch vertrags- und versicherungstechnische Aspekte werden angesprochen und sind Voraussetzung, um als "zertifizierte Tagesmutter" arbeiten zu können und auch tatsächlich Kinder über den Verein vermittelt zu bekommen. Last but not least ist ein gewisser Anteil der Kosten für eine Tamu sogar von der STeuer absetzbar. Ich denke mal, dass es für recht viele Mütter, die "nur" ein Kind erziehen, im Grunde genommen eine wunderbare Alternative sein könnte, um etwas mehr aus dem reinen Mutter- und Hausfrauendasein zu machen. Ganz abgesehen davon bringt es dem eigenen Kind sehr viel Freude, mit mehr oder weniger Gleichaltrigen in verlässlicher und gewohnter Umgebung spielen zu dürfen, unter fachmännischer anleitung der Mutter/Tamu sozusagen. Also, wenn ich nicht schon einigermaßen ausgelastet mit meinem freiberuflichen Nebenjob wäre, so könnte ich mir durchaus vorstellen, ein bis zwei Kinder vormittags z.B. zu betreuen, sozusagen als Fun-Partner für mein eigenes kleines Kind (der Große ist ja schon im Kiga). Man kann das Ganze durchaus auch ganz professionell betreiben, also mit einem Verdienst, der in vielen Fällen dem Verdienst in einem Beschäftigungsverhältnis sehr ähnlich kommt. Auch sähe ich für viele langzeitarbeitslose, erziehende Mütter die Chance, an derartigen Kursen teilzunehmen (die Kinder werden während der Kursdauer betreut), von mir aus mit staatlicher Unterstützung hinsichtlich der Kursgebühren. Oder einfach nur Mütter, die sich nicht ausgelastet fühlen, mit nur einem Kind (was ich durchaus nachvollziehen könnte). Denn zwei oder gar mehr Kinder zu betreuen UND gleichzeitig zu fördern und sich ganz intensiv mit ihnen zu beschäftigen, ist ein Vollzeitjob. Warum nicht als solchen deklarieren und dementsprechend auch honorieren lassen? Was meint ihr dazu? Lg JAcky


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Ich bin voll deiner Meinung und schätze sehr die Leistung unserer TAMU, die sehr viel in Ihrer Weiterbildung investiert und immer wieder Ihr Angebot an die betreute Kinder aktualisiert. Für sie ist es auch ein Vollzeitjob und dass schon seit über 15 Jahren. Leider gibt es viele Eltern, die dies nicht schätzen und auch nicht bereit sind, dafür zu bezahlen. Persönlich bezahle ich gerne die 400€ im Monat ganztags 5 Tage die Woche.


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Hi, der von dir genannte Betrag ist sogar recht gering. Das hängt natürlich auch stark vom STandort ab. Also, hier wird Tagesmütter angeraten bzw. vorgeschlagen, zwischen 4,10 und 5 € die Stunde zu verlangen. Essensregelungen erfolgen separat. Überhaupt werden da regelrechte Verträge abgeschlossen. Wie gesagt, ganz professionell. Also, ich war ganz beeindruckt und hätte nicht gedacht, dass man diesen Job so professionell und hochwertig durchführen kann. Wenn mein Job mir die Möglichkeit gäbe, die Zeiten etwas besser zu planen (was allerdings nicht der Fall ist), dann käme für meinen Kleinen eine Tamu-Betreuung durchaus in Betracht. Na ja, wie gesagt, wenn das Wörtchen wenn nicht wäre.. Alles in allem bin ich doch sehr positiv beeindruckt und werde demnächst sicherlich weniger "Fremdbetreuungsfeindliche" postings hier reinsetzen ;-) LG JAcky


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du hast schon recht mit deiner einschätzung, aber ich geb zu bedenken, dass die kurse und die ganzen qualis nicht die einzige bedingung sind - du musst genügend raum zur verfügung stellen und vor allem hast du ettliche gespräche, ob du überhaupt persönlich dazu geeignet bist. meist scheiterts an den räumlichkeiten. das nächste: klar gibt es vereine, jugendamt, die offiziell mit vermitteln, aber soll ich dir mal verraten, wieviele eltern dadurch bisher an meine adresse gekommen sind? 0!!! im grunde genommen lebt eine tamu hier in der region von der mund-zu-mund-propaganda und das dauert, bis sichs aufgebaut hat. und das, wo eine tamu hier nicht teurer als eine kita ist - für 9 h bezahlen die eltern im monat 150 euro!! aber wenn man raum und muse dazu hat, ists n richtig toller job, der verdammt viel spaß macht. eine tamu muss von dem, was sie verdient sich selbst versichern, wenn man glück hat bekommt man die familienversicherung der kk durch, aber den rest musste allein und privat machen. steuern zahl ich solang keine, wie ich keine privatverträge abschliess, kann dann aber auch nichts von der steuer absetzen. unser sohn geht da mit gemischten gefühlen ran - kommt auf die tageskinder an, die da sind und seine laune. lg doreen und 4 kinder, die grad alle ins bettchen gegangen sind und hoffentlich schlafen


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tamu zeichnen sich doch aber durch eine flexible betreuung aus - eigentlich perfekt für eltern, die ihre zeiten nicht planen können. bei mir kommt fast jedes kind an jedem tag anders. die erste kommt früh um 6, der letzte hm die woche 13 uhr.


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Wenn man bereit ist, diese ganzen Kurse etc. zu belegen und sich auch dafür einsetzt, dass die Kinder WIRKLICH ordentlich und auch ansprechend betreut werden, finde ich das gut. Ich habe vor kurzem nach einer Tagesmutter gesucht, und meine Erfahrung war, dass es auch Tagesmütter (vom Jugendamt) gibt, bei denen man den Eindruck hat, dass die Betreuung für die Damen lediglich eine bequeme Möglichkeit ist, an ein bischen Geld zu kommen...


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Hi, was die Kurskosten anbelangt, sind die - zumindest hier - recht hoch, so dass sich, glaube ich, zwangsläufig eine gewisse Seriösität ergibt, bei der Betreuung. Klar, wenn irgendwelche Mütter entscheiden, privat (also, auf gut deutsch, schwarz) die Tagespflege anzubieten, so hat man als potentielle Kundin natürlich keinerlei "Garantie" für irgend etwas und muss sich voll und ganz auf das eigene Bauchgefühl verlassen. Aber auch bei den "nicht professionellen" Tagesmüttern gibt es sicherlich viele, die diesen Job sehr ernstnehmen. Nur, als regelrechten Job gibt es die sogenannte Tagespflege erst seit recht kurzer Zeit - ergo auch das Angebot, sich für diese Tätigkeit zu qualifizieren. LG JAcky