Elternforum Baby und Job

Warum machen wir es uns gegenseitig so schwer?

Warum machen wir es uns gegenseitig so schwer?

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo! Ich verfolge hier sehr irritiert die Diskussion über Frauenbilder, -rollen, etc... Und immer wieder habe ich dabei rätselnde Fragezeichen über dem Kopf. Wir alle sind Frauen (also die meisten, sind ja auch ab und an mal Männer oder Papas hier), wir sind Mamas. Hier ist das Baby und Job Forum... Äh, warum wird hier über Rollenverständnisse diskutiert, wenn es das Baby UND JOB Forum ist? Und warum geht man sich z.T. "unter der Gürtellinie" an? Meinungen sind -Gott sei Dank- immer verschieden und man sollte andere Meinungen doch einfach gelten lassen(das nennt man Demokratie) . Es gibt Millionen (naja) Gründe, warum Mamas arbeiten gehen müssen/wollen oder andere nicht müssen/wollen. Warum machen wir Frauen uns da gegenseitig das Leben noch schwerer??? Es ist eine Grundsatzentscheidung. Und NIEMAND ist dabei besser oder schlechter als der andere. LG und lasst uns hier doch über die Dinge, die BABY UND JOB betreffen diskutieren.... Nodda! LG Babs


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Ja, warum.... also mir fällt spontan ein: - Weil jeder meint, sein Lebenskonzept sei das ideale überhaupt. - Weil dabei aber trotzdem arbeitende Mütter ein schlechtes Gewissen haben. - Weil nichtarbeitenden Mütter auch ein schlechtes Gewissen haben (warum schafft die das und ich nicht...). - Weil man immer von seinem eigenen Leben ausgeht. Dabei gibt es in Wirklichkeit 100.000 verschiedene Fallkonstellationen. In einem Fall ist es für die Familie gut, wenn beide Eltern arbeiten, in dem anderen ist es vielleicht nicht so gut usw. Aber hier als "Nur" Hausfrau und Mutter das Forum zu durchforsten und beim passenden Thema "zuzuschlagen" ist ungefähr so, als wenn ich ins Sparen-Forum maschiere und immer im passenden Moment verkünde, dass Sparen an sich ja vielleicht manchmal ok ist, aber das unsere 10.000 Euro Nettoeinkommen doch viel besser sind (nein wir haben keine 10.000 Euro Monatseinkommen, das war jetzt nur ein Beispiel). Aber das ist doch wie im wirklichen Leben auch. Man fängt in einer Gruppe Frauen an über Tagesmütterpreise zu reden und auf einmal wird man unter Beschuß genommen und es kommen Fragen wie: "Wie, Du bist bewusst schwanger geworden, obwohl Du von Anfang an weiter arbeiten wolltest? Da wäre es doch besser gewesen keine Kinder zu bekommen". Nur im wirklichen Leben kann ich einschätzen, was die anderen Frauen dazu treibt solche Fragen zu stellen (eigene Unzufriedenheit etc.). Hier kann ich nicht sehen, was für ein Leben und was für eine Person tatsächlich dahintersteht. Naja, ich wäre für die Einrichtung eines speziellen Forums für Grundsatzdiskussionen über berufstätige Mütter vs. nicht berufstätige Mütter. So nimmt es in diesem Forum dauernd total viel Platz weg und lenkt vom Wesentlichen ab. LG Stephanie


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

genau diese Situation das fängt doch bei den alltäglichen Problemen berufstätiger an- wie heute --wer bringt mein eigentlich betreuutes KigaKind zum Pflicht-schulschnuppertag mitten am vormittag - da wird man angeschaut wie ne Kuh, wenns donnert, denn schliesßlich ist man mutter und hat für soetwas zeit zu haben.... eines vieler Beispiele, mit denen ich täglich Kämpfe, gerad ehier in festgewachsenen Ländlichen strukturen. Wenn wir Frauen endlich mal aufhören würden herumzuhacken und gegenseitig helfen, kann ich mir vorstellen, dass mehr frauen wieder in den beruf gehen würden. Denn so manche nach außen hin glückliche hausfrau ist es nicht wirklich. und das ist langfristig das ziel - mehr qualifizierte Frauen wiede rin die Jobs Aber dein Vergleich stimmt, es gibt immer wieder menschen, die damit bewusst provozieren - ob die in ihrer Rolle glücklich sind, bezweifle ich auch sehr stark


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Denkst Du denn wirklich, dass jede berufstätige Mutter auch glücklich ist mit ihrer Situation? Ich denke, dass es sich auf beiden Seiten die Waage hält. Und ich kenne keine berufstätige Mutter, die wegen ihrer Arbeit doof angemacht wird. Ganz im Gegenteil. Dann gibt es ja noch die Mütter, die sich gegenseitig fertig machen, weil die eine 40 Stunden und die andere "nur 20" arbeitet. Da ist man jeweils bei der anderen Mutter auch ganz schnell untendurch. Wenn ich erzähle, dass ich 30 Stunden wieder arbeiten werde, dann gibt es ein großes Kopfschütteln. Gruß Maxikid


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

da hast du allerdings recht


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Sehe ich genauso: Als berufstätige Mutter ernte ich eher Anerkennung von außen, dass ich "das alles schaffe", dass ich gut Geld verdiene - Kolleginnen plaudern mir wohlwollend aus dem Nähkästchen, wie wichtig das sei, dass eine Frau unabhängig ist und ihrem Beruf nachgeht ... bla bla bla! Und wie sieht es in meiner Realität aus? Komme ich um halb fünf von der Arbeit gehetzt, sitzen die Hausfrauen gemütlich beim Kaffeeplausch. Sonderveranstaltungen im Kindergarten, Feste, Kurse in der Stadthalle, Kinderturnen? Kann ich alles schwänzen, findet am Nachmittag statt zu der Zeit, wo ich gerade von der Arbeit heim fahre. Mir hilft keine Oma oder ein AuPair im Haushalt - wenn ich heimkomme, könnt ich die Krise kriegen. Bei Hausfrauen-Freundinnen sieht's dagegen stets ordentlich aus, da wird täglich gekocht mit dem Gemüse aus der Bio-Kiste. Kochen - ich?? Wann denn, wie denn? Manchmal motzt mein Sohn morgens mit uns: Mama, Papa, ihr sollt mal zuhause bleiben! und mit mir spielen, den ganzen Tag! Und dann fühle ich mich sowas von Sch.... Aber im Büro werd ich dann gleich wieder aufgeputscht: Selbstständigkeit ist sooo wichtig, und das ist nicht gut für Frauen, nur zuhause zu bleiben .... Ich erlebe nicht, dass die alten Rollenverhältnisse noch "Gültigkeit" haben, im Gegenteil inzwischen. Und mich nervt die Doppelbelastung. Und ich finde die Diskussion darüber berechtigt. Stefanie


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

...generell finde ich auch, solche Diskussionen über arbeitende Mütter sind hier nicht angebracht. Wer von uns arbeiten geht, macht das aus verschiedensten Gründen. Aber alle haben wir eins gemeinsam: die "Sorge", allem gerecht zu werden. Über Grundsätze lässt sich viel diskutieren und ist mitunter sehr spannend. Aber bitte nicht hier, wo Lösungen und Hilfestellungen gefragt sind!!!! Die Einrichtung eines solchen Forums Pro und Con Berufstätigkeit mit Kindern und wieviel und überhaupt fände ich trotzdem nicht schlecht. Denn auch innerhalb einer pro- oder con-Fraktion ändert sich irgendwann die Situation und vielleicht bekommt man auch dort dann mal "Entscheidungshilfen" für sich selbst. Grüße Natascha