Elternforum Baby und Job

Vollzeit mit zwei Kleinkindern?

Vollzeit mit zwei Kleinkindern?

Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Hallo! ich habe zwei Kinder im Alter von 1 und 2 Jahren. Ab Mai werde ich wieder arbeiten für 1 Jahr erstmal 30 Stunden. Aber ab nächsten Jahr soll ich meine alte Stelle wieder übernehmen, da eine Kollegin in Ruhestand geht. Allerdings muß ich dann wieder voll 40 Std. gehen. Ich habe etwas Angst davor, da meine Arbeitszeiten nicht gerade Kinderfreundlich sind. Mo bis 17:00 Uhr, DI und DO bis 18:30, MI bis 14:00 Uhr und FR bis 16:00 Uhr. Arbeitsbeginn ist immer um 8:00 Uhr. Beide Kinder sind in der Kita untergebracht. Mein Mann muß auch jeden Tag bis 16:30 Uhr arbeiten. Somit wären unsere Kinder morgens die ersten und abends die letzten in der Kita. Zudem haben wir auch noch ein Einfamilienhaus, welches auch in Ordnung gehalten werden muß. Habe halt Angst, daß die Kinder ab nächsten Jahr zu kurz kommen könnten, oder daß man zu wenig Zeit für sie hat. Hat jemand ähnliche Arbeitszeiten? Wie sind die Erfahrungen? Leiden die Kinder unter der wenigen gemeinsamen Zeit? Hat jemand ggf. auch erfahrungen mit Schulkindern und einer Vollzeitbeschäftigung? Bin über jede Antwort dankbar!


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo, ich arbeite zur Zeit Vollzeit mit einem Kleinkind, demnächst kommt das zweite und wenn es ein Jahr alt ist, werde ich wieder vollzeit arbeiten. Mein Sohn ist von 8 - 18 Uhr bei der Tagesmutter, manchmal etwas kürzer. Ich habe nicht das Gefühl, dass er darunter leidet. Er winkt mir inzwischen immer fröhlich wenn ich gehe (freut sich aber auch, wenn ich wiederkomme). Die Abende und das Wochende halten wir komplett frei von Hausarbeit, damit wir dann wirklich Zeit haben (die Hausarbeit mach ich meist abends wenn er im Bett ist, mein Mann ist die ganze Woche weg). Lieber hätte ich eine Haushaltshilfe, aber die können wir uns bei zwei Kindern bei der Tagesmutter nicht leisten. Aber wenn der Große in den Kindergarten kommt, leg ich mir auf jeden Fall die Haushaltshilfe zu. Wenn Ihr jeden Tag etwas Zeit für die Kinder habt und am Wochenende auch mal mehr, schaden zwei Vollzeitjobs bestimmt nicht. Und über eine Haushaltshilfe könnt Ihr ja mal nachdenken. Viele Grüße Linda


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Es kommt auch auf das Gemüt der Kinder an, wenn sie sehr sensibel sind, könnten sie schon drunter leiden.... Ich arbeite auch 30 Std. und ich hab das Glück, daß mein Sohn von meinen Eltern um 14 Uhr abgeholt werden kann, wenn ich an den Tagen an denen ich 9 Std. hier bin, nicht kann. Er ist also nie länger als 14 oder auch mal 15 Uhr in der KiTa. Ich fang auch um 8 an. Ich war früher als Einzelkind tägl. bei meiner Oma, meine Eltern haben voll gearbeitet. Heute würd ich mir wünschen, sie hätten mehr Zeit mit mir verbracht. Als Kind hab ich das irgendwie nicht so gesehen...!? Komisch eigentlich. Aber ich war auch bei meiner allerheiligsten geliebten Omi :-) LG


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Bevor sich jemand bei meinem Namen erschrickt...nein, ich will niemanden angreifen! Ich habe nur eine Frage an Linda761 und zwar, wie genau Ihr den restlichen Tag zusammen gestaltet...10 Stunden Tagesmama sind ja doch recht lang, ich gehe davon aus, das dann ja noch Nahchhauseweg und Abendessen dazukommen...was macht Ihr dann noch den restl. Abend bis Dein Kind (wann?) ins Bett geht? LG, Ich


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Danke Linda761! Dein Beitrag hat mir wirklich Mut gemacht. Ich hab ja auch noch Zeit bis es wirklich soweit ist mit der Vollzeitstelle. Bis dahin werd ich erstmal die freien Nachmittage mit meinen Kindern genießen. Übrigens gehen meine Kinder im Moment zwar nur bis mittags in die Kita (da noch im Erziehungsjahr), aber beide gehen so gern und fühlen sich dort so wohl, daß ich vor allem mit dem größeren manchmal Schwierigkeiten habe, wenn es darum geht nach Hause zu gehen. Er möchte dann halt noch gern mit seinen Spielkammeraden spielen oder auch gern mal dort schlafen. Morgens nimmt er seinen kleinen Bruder immer an die Hand und sagt:"Komm mit spielen!" Das ist total niedlich. Von daher habe ich keine Bedenken bezgl. der Betreuung. Die ist bei uns wirklich Spitze. Auch die Erzieher super nett und lieb. Ich denke manchmal, man leidet als Mutter vielleicht mehr darunter als die Kinder. Du hast ja Recht, meine Mutter war auch immer voll berufstätig und ich habe nichts vermißt. Über die Haushaltshilfe werd ich nochmal nachdenken. Hat jemand damit Erfahrung? Kosten, Zuverlässigkeit, Umfang der Arbeiten etc? Gruss Nicole


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo, ich bin selber fast Vollzeit berufstätig mit Kleinkind, sehe das aber eher mit gemischten Gefühlen. Der Tag hat nur 24 Stunden, wie willst man arbeiten, abends die Kinder abholen, bißchen spielen, Abendbrot, Bett und dann noch sowas wie Feierabend haben? Wenn dir keiner im Haushalt hilft, musst du entweder starke Abstriche machen bei der Pflege eures EFH oder deine Kinder vertrösten, wenn ihr abends heimkommt. Voll berufstätige Frauen beteuern gerne mit gutem Gewissen, wie gut es ihre Kinder haben und das will ich auch überhaupt nicht in Abrede stellen. Aber kennt irgendjemand hier Menschen, die von ihrer Kindheit schwärmen auf die Art: meine Eltern waren immer dauernd beschäftigt und ich durfte soviel Zeit im Kindergarten/ mit meiner Oma/ bei der Tagesmutter verbringen, war das herrlich! - ... ? Ich glaube nicht, dass es Kindern schadet oder will auch keine Diskussion vom Zaun brechen, ob es verkehrt sei, Kinder früh von anderen betreuen zu lassen. Ich glaube aber auch (aus eigener Erfahrung), dass Kinder wohl Bock haben auf Kindergarten/Krippe (oder gerne bei einer Tagesmutter sind), aber am allerliebsten doch dort sind, wo sie geliebt werden: nämlich bei Mama und/oder Papa. Ein bzw. zwei Jahre alt finde ich persönlich verdammt früh für eine außerhäusliche Fremdbetreuung über den ganzen Tag, aber das muss ja nicht auf euch zutreffen. Ich wünsche dir viel Glück. Lade dir nicht zuviel auf den Buckel und seh zu, dass du auch noch einen persönlichen Freiraum hast. LG, Stefanie


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Sehe ich auch so - bei dem Pensum musst Du auch sehen, wo Du selbst bleibst. Ich erinnere mich noch gut, dass insbesondere die Zeit, als der Bub nachts nicht durchschlief (wg. Zähnen etc.) hart war: nach drei durchwachten Nächten geht man als Zombie ins Büro. Neben Job und Kindern muss auch noch ein bisschen Zeit für Dich da sein, sonst wird ganz schnell Frust draus. Viel Glück! Susanne


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo! wir haben 2 Kinder im Alter von 2 und 4 Jahren. Mein Mann hat einen 40h-Vertrag, ich gehe jeweils seit die Kinder 1Jahr alt sind, wieder Vollzeit arbeiten (35h). Die Kinder sind - sehr gern - in der Kita. Bis jetzt läuft es prima, allerdings haben wir das Glück, dass wir beide Gleitzeit haben, also mit unseren Arbeitszeiten etwas flexibel sind. In der Regel bringt mein Mann die Kinder früh weg, ich fange zeitig zu arbeiten an und hole sie dann nachmittag ab. Zusätzlich kann ich am Heimarbeitsplatz was tun. Gibt es solche Möglichkeiten (flexible Arbeitszeiten, Heimarbeit) bei Dir oder Deinem Mann? Ansonsten würde ich mir ev. Unterstützung suchen, was die Betreuung der Kinder betrifft (Ferien, krank, Überstunden etc.): Freunde, Verwandte, TaMu... Für unser Haus haben wir seit 3 Monaten eine Haushaltshilfe - war eine richtige Entscheidung. Sie kommt 1x pro Woche für ca. 3 h, wir zahlen zwischen 8 und 10€/h. Mit Aufräumen, Wäsche, Einkaufen, Kochen usw. bleibt allerdings trotzdem noch genug zu tun. Ich habe nicht den Eindruck, dass die Kinder zu kurz kommen. Ich versuche, jeden nachmittag/abend mich eine Zeitlang nur mit Ihnen zu beschäftigen. Sie spielen gern und viel miteinander und auch mein Mann beschäftigt sich viel mit Ihnen. Am Wochenende (und natürlich im Urlaub) sind sie überall dabei und hier versuchen wir, einmal was schönes zu machen (baden, Ausflug oder so). In der Kita wird auch viel gemacht inkl. Turnen, Musik, Englisch. Die beiden sind fit, fröhlich, gehen gern auf andere zu, spielen gern mit anderen KIndern, können sich allerdings auch gut alleine beschäftigen und sind natürlich auch gern bei uns. Ca. 1-2mal im Monat nehmen wir uns einen Babysitter und mache was zu zweit. Ansonsten achten wir auch darauf, dass unter der Woche oder auch mal am Wochenende einer was allein machen kann. Schule steht nächstes Jahr an. Da wir keine Verwandten hier haben und es voraussichtlich keine Nachmittagsbetreuung gibt, spielen wir mit dem Gedanken Au-pair. Soweit was mir einfällt, zu weiteren Fragen stehe ich gern zur Verfügung. Grüsse


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Das übliche Problem immer. ALso mei Freundin ist Kosmetikerin mit eigenem Laden. Hat aber Glück das ihre Mama den Kleinen tagsüber hat. Sie arbeitet auch den ganzen Tag von 8-18Uhr, davon 2h Mittagspause. Dienstags arbeitet sie nur vormitags. Der Kleine jetzt schon 3Jahre geht es sehr gut. Wenn sie zuhause ist, avhtet sie immer darauf, viel Zeit für ihren Sohn zu haben. Ich selbst weiss, das Lukas es nicht immer so mitmachen würde. Denn ich arbeite dies Woche noch von 8-16:30 abzg.1h Mitagspause. Und Lukas mit 6 1/2 Monaten kann ich nicht immer in die Wippe legen um den Haushalt zu erledigen. Da ich momentan noch nicht in unserem Freibad an der Kasse bin, hab ich eine ganz schöne körperliche Arbeit zu erledigen. Und mache nicht meinen ganzen Haushalt wenn er schläft. Denn ich will dann meine 1 1/2Std. für mich, denn dann bin ich echt K.O. Hab jetzt dann wider freundlichere Arbeitszeiten. Wenn ich ein zweites Kind will, muss ich aufhören zu arbeiten. Wir müssen momentan noch unseren Kredit unseres Fertighauses abbezahlen und noch so einiges reinstecken. Außerdem muss es jeder selbst wissen ob er sich das zumutet. Aber Vollzeit würde ich nicht immer arbeiten. Lukas würde wieder quengelig werden, wenn ich immer in der Arbeit wäre. Bei dem Tagesablauf momentan ist er rundum zufrieden. Außerdem muss man ja selbst schauen, wo man bleibt. Mir wäre das zuviel, freilich gibts auch andere Familien bei denen es super klappt.


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hy ich habe früher bei einer jungen Familie gejobt. Sie hatten sich gerade ein Haus gebaut, der man war von früh bis abends weg. (Filialleiter) und die Mutti hatte blöde arbeitszeiten manchmal von früh 6-18Uhr dann wieder von9-22Uhr und aller paar Tage andere Zeiten.Sie hatten eine 13Jährige die aber keine Lust hatte auf den 2Jährigen aufzupassen. Zwecks eigene Interessen, Sportverein etc. Die mutti war pro Monat für ca. 3-5 Tage hintereinander nicht da. Früh hat der Vater den kleinen in die Kita gebracht, nachmittags nach meiner Schule hab ich den Kleinen abgeholt und blieb so lange bis ein Elternteil da war, als die Mutti nicht da war hat der kleine bei mir geschlafen oder ich bei denen. Dazu gehört viel Vertrauen, aber vielleicht findet ihr jemanden in der Nachbarschaft oder über meinestadt.de Kleinanzeigen, der euch die kleinen nach dem Mittag abholen kann und betreuen kann. Entweder jeden tag oder für Di, Do. Eure kleinen werden sich schnell an den rütmus drangewöhnen. Wegen der bezahlung. Macht einen Wochenlohn 20-30€ oder Monatslohn 100€. Ihr werdet schnell merken, wer sich bei euch meldet, der nur Geld haben möchte oder der es der Kinder wegen macht. LG


Mitglied inaktiv

Beitrag melden

Antwort auf diesen Beitrag

Hallo Du, ich freue mich immer etwas über "Leidensgenossinnen"...Ich arbeite seit mein Sohn 1 Jahr war wieder. Erst bis er in den KiGa kam 2 Tage voll und jetzt seit er in den KiGa geht 80%, also nahezu voll. Mit meiner Fahrzeit (je 1 Stunde pro Strecke, also 2 oben drauf) bin ich bei Vollzeit - stundenmäßig betrachtet. Ich finde es sehr sehr schwierig, selbst mit 30 Stunden. Mein Sohn ist auch der erste und oft der letzte. Zum Glück können wir das so regeln, daß mein Mann ihn morgens bringt und ich dann früh anfangen kann und ihn dann auch entsprechend früher holen kann. Aber mir fällt auf, daß es für IHN nichts ist. Er leidet schon darunter, ist ein sehr anspruchsvolles Kind und braucht "Input", den er im KiGa nicht bekommt. Ich bin nun mit dem zweiten Kind schwanger und freue mich riesig auf das erste Jahr in dem ich definitiv komplett zuhause bleibe und mein Großer mittags wieder heimkommt. Bisher habe ich immer die Meinung gehabt, wenn man will geht alles. Die Frage ist nur, ob Deine Kinder damit klarkommen, ob Du es organisiert bekommst und WIE Du es schaffst. Für mich ist klar, der KiGa war nicht gut genug ausgewählt und es war nicht darüber nachgedacht, wie es das Kind verkraftet. Haushalt schaffe ich gerade so noch, oft bleibt einiges liegen. Für mich ist klar, nach Nummer 2 brauche ich entweder eine Hilfe im Haus(halt) mit Betreuung für die Kids oder ich trete jobmäßig kürzer. Sonst geh ich daran zugrunde. Oder - ich krieg einen Heimarbeitsplatz, der mir seeeeeehr viel erleichtern würde.... Momentan bin ich ziemlich am Ende mit meinen Kräften - und das, wo ich immer alles unter einen Hut bekommen wollte. Ich denke das kommt auch sehr aufs Kind an. Wenn das kein Problem hat mit dem KiGa, dann ist alles machbar. Denk nur auch an den Krankheitsfall...da ist oft eine (Betreuungs)Lücke. liebe Grüße Natascha