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Tamu/ Kita?

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Was ist besser Tamu oder Kita? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Mein Kleiner wäre ca. 10Monate alt wenn ich wieder anfange zu arbeiten... ThanX


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Hallo tigerle, meiner Sohn war 13 Monate alt, als er ganztags in die Kita kam, also nur wenig älter als Deiner. Ich würde eine gute Kita immer einer Tagesmutter vorziehen (bzw. für mich wäre eine Tagesmutter glaube ich nur die absolute Notlösung gewesen) und zwar aus folgenden Gründen. - In der Kita ist das Kind dauerhaft in einer größeren Gruppe integriert, lernt von älteren, lernt später auch mit jüngeren umgehen (wobei ich hier von einer altersgemischten Gruppe von 0 bis 6 Jahren ausgehe, von reinen Krippen bis drei Jahren halte ich auch wenig, da wäre je nach Umständen auch eine Tagesmutter vorzuziehen). - Mein Sohn konnte 5 Jahre in der gleichen Gruppe bleiben (ca. 3 Kinder pro Jahre gehen raus, weil sie in die Schule kommen, genauso viele kommen im Alter so um 1 Jahr rein). - Ich weiß, dass es ein vernünftiges pädagogisches Konzept gibt und ausgebildetete Erzieher/innen sich um mein Kind kümmern. Ich weiß auch, dass er nie vor dem Fernseher sitzt und jeden Tag mehrere Stunden rauskommt. - Ich wollte ausdrücklich keinen Familienersatz, sondern eine Gruppe von Kindern, in der mein Sohn aufwächst. Klar ist dabei natürlich, dass die Kita wirklich gut sein muss, das war bei uns aber der Fall. Wir als Eltern waren auch sehr eingebunden (Elternini), was natürlich mit Arbeit verbunden ist (allerdings nie während der Betreuungszeit) was aber auch seine seine Vorteile hat. Viele Grüße, Renate


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Unser Sohn (17 Monate) ist jetzt gerademal in der Eingewöhnungsphase bei der Tagesmutter. Aber gestern habe ich einen Kita-Bericht einer Mutter im Fernsehen gesehen, den ich ganz interessant fand. Sie erzählte, dass ihr kleiner Sohn in der Kita überhaupt nicht zurecht gekommen wäre. Es gab wohl nur sehr kurze Schlafzeiten von einer Stunde, die für ihn zuwenig waren (unser Sohn würde damit auch nicht auskommen), und er hätte eine festere Bezugsperson gebraucht. Die hatten dort natürlich noch mehr Kleinkinder, und eine Menge ältere Kinder, so dass sie sich nicht "rund um die Uhr" um ein bestimmtes Kind kümmern können. Es kann also sein, dass eine Kita auch erhebliche Nachteile hat. Das kommt natürlich auch auf das Kind an. Ich würde mich in dieser Entscheidung gar nicht festlegen wollen, aber ich fand diesen Bericht ganz interessant, weil ich an solche Probleme vorher gar nicht gedacht hatte. Bei uns gibt es keine Krippen, und an einen Platz in einer Tagesstätte ist nicht so schnell dran zu kommen. Deswegen stellt sich die Frage nach Kita für uns nicht. Aber unsere Tagesmutter ist gelernte Erzieherin, hat einen großen Garten und ein extra Zimmer nur für die Tageskinder. Wichtig ist, dass man sich die potentiellen Tagesmütter vorher anschaut, ihre Rahmenbedingungen und auch, ob sie einem als Typ zusagt. Man muss ein ganz sicheres Gefühl haben, wenn man sein Kind dort abgibt. Ganz besonders, je kleiner/jünger das Kind ist.


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Mein SOhn kam mit 1 Jahr in die Kita und fühlt sich da sehr wohl. Ich wollte v.a. nicht von 1 Person so abhängig sein. DIe Kita hat feste Öffnungszeiten, nur 3 Tage im Jahr zu, für Krankheitsvertretung ist gesorgt. Ich würde eine TaMu vielleicht vorziehen, wenn ich sehr unregelmäßige Beteuungszeiten bräuchte, o dass mein Kind sich nicht in die Gruppe integrieren könnte. Auch nehmen immer weniger Kitas Kinder unter 1 Jahr. Meinem kleinen tut die Kita gut, er lernt da so viel und auch wenn es am ANfang anstrengend war, ist er immer gern dort. Guck aber einfach, welches ANgebot es bei EUch vor Ort gibt. Und: rechtzeitig kümmern! Bei uns muss man 1 Jahr Vorlauf rechnen bei Kitas!


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Hallo, unser Sohn (jetzt 15 Monate) wird, seitdem er 8 Wochen ist, von seiner Kinderfrau betreut. Sie kommt zu uns nach hause und betreut ihn hier. Es gibt hier überhaupt keine Krippe oder Kita in der Nähe, daher mussten wir eine Tagesmutter nehmen. Das wir eine Dame gefunden haben, die sogar zu uns nach hause kommt, war einfach Glück. Sie hat zwar keine Ausbildung als Erzieherin, aber selbst vier Kinder (die schon älter sind) und sie ist wirklich super. Unser Sohn musste für die Betreuung in keine fremde Umgebung und sie macht leichte Hausarbeiten mit. Außerdem ist sie sehr flexibel, da ich öfter mal unregelmäßige Arbeitszeiten habe. Für uns ist das die ideale Lösung und ich hoffe, wir können sie noch lange behalten. LG Stephanie


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du kannst kita oder tamu nicht miteinander vergleichen - die einzige gemeinsamkeit liegt vermutlich darin, dass kinder betreut werden, aber die ansätze sind total verschieden. ich selbst arbeite als tamu: die eltern können die kinder in die kita bringen, wenn ich mal urlaub hab oder krank bin. aber das nur vorweg eine tamu hat max 5 kinder - alter kann gleich sein, kann aber auch gemischt sein - durch die kleine gruppe fühlen sich kinder schnell geborgen und sicher, es ist individueller, man kann auf vieles mehr eingehen, es ist familiär, bezugsperson wechselt nicht. tamu arbeitet im eigenen haus oder bei euch. kita: bei uns hier 15 kinder, 2 erzieher (in den hauptzeiten!!!, sonst nur 1), bezugspersonen wechseln oft, schlafenszeiten sind begrenzt, individualität geht schnell verloren, große gruppen - dadurch sind kinder oft mehr krank als bei tamu. so kann man beide listen fortsetzen. wenn es für dich ein problem ist, dass dein kind eine (teilweise extrem enge) beziehung zu einer anderen frau aufbaut, dann ist eine kita besser, hast du damit kein problem und bevorzugst was familiäres, dann wär eine tamu besser. eine mutter hat jetzt den vertrag mit mir gekündigt, weil das kind hier nicht weg wollte - das kann dir bei beidem passieren. brauchst du flexible betreuungszeiten ist eine tamu auch besser. musst mal schauen, auf der homepage von eltern.de gabs neulich einen guten artikel mit vor- und nachteilen beider ansätze. vielleicht hilft dir das, weil recht objektiv geschrieben - hinten angehängt erfahrungsberichte von eltern. am besten ist es wirklich, du setzt dich mal mit deinem partner hin und überlegst, was du unbedingt möchtest, was gar nicht und wo du abstriche machen würdest. und schau dir doch beides einfach mal an. die frage ist natürlich auch: nehmen die kitas bei euch kinder unter einem jahr? bei uns beispielsweise nicht. lg doreen


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Hallo Doreen, der von Dir angegebene Betreuungsschlüssel für Kitas (2, oft nur 1 auf 15 Kinder) gilt jedenfalls bei uns (NRW) für kleine altersgemischte Gruppen nicht. Bei uns sind 15 Kinder in der Gruppe (davon 7 unter 3), es gibt zwei Erzieherinnen und eine Ergänzungskraft (oft Kinderpflegerin) und zwei sind immer da. Den häufigen Wechsel der Bezugspersonen sehe ich auch nicht, im Gegenteil habe ich bei Bekannten häufig mitbekommen, wie oft wegen Problemen die Tagesmutter gewechselt werden musste. In der Kita dagegen hatte ich über 5 Jahre Kontinuität (in den 5 Jahren haben bei uns 2 Erzieherinnen aufgehört, aber auch nicht beide auf einmal). Viele Grüße, Renate


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deshalb hab ich geschrieben in unserer kita ists so - bzw. hier in sachsen kenn ich das so. freu mich aber, wenn es bei euch nicht so ist. unser großer hat in seinen 2 1/2 jahren kita-karierre mittlerweile die 5. erzieherin - und damit mein ich nur die hauptansprechpartnerin, die 2. erzieherin in der gruppe hat noch öfter gewechselt. klar kommt man hin und wieder auch mit der tamu nicht klar ... kann überall passieren. ich greif auch den ansatz der kita nicht an, ich sag nur, es sind 2 verschiedene ansätze, die beide ihre vor- und nachteile haben - ich denk einfach, da kann man nichts empfehlen, weil man die bedürfnisse der eltern und kinder nicht kennt. ich als tamu schick meinen sohn auch in die kita, er war auch in der krippe, der kleine mann wird dann mit 2 1/2 auch bewusst in die krippe gehen. lg doreen


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Hallo Doreen, da hast Du sicher recht, es sind zwei verschiedene Ansätze. Daher wäre für mich eine Tagesmutter aus den oben geschilderten Gründen halt nur eine Notlösung gewesen. Ja, wir haben hier mit dem Betreuungsschlüssel für kleine altersgemischte Gruppen sicher noch Glück. Gruß, Renate


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siehst, genau aus dem grund führ ich mit eltern, die interesse haben mindestens 1 langes und ausgiebiges gespräch - ich nehm keine kinder, für deren eltern die tagespflege eine notlösung ist - die kinder merken das und reagieren dementsprechend. hier sind aber tagesmütter auch noch nicht so beliebt oder bekannt - keine ahnung, aber viele denken dann auch, dass eine tagesmutter sehr teuer ist, was nicht der fall ist oder sein muss. aber ich lege wert darauf, dass sich die eltern bewusst für eine tagespflege entschieden haben - mit allen vor-und nachteilen, auch wenn es immer bereiche gibt bei denen man kompromisse eingehen muss (aber das sind dann nicht so grundlegende) ich wünsch dir einen schönen tag


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auch ich glaube, dass es sehr von der mama abhängt. bei mir war es auch so, dass ich für meine kleine einen krippenplatz wollte und nur im notfall zur tamu gegangen wäre. zum glück haben wir einen platz in einer sehr guten krippe bekommen. in meinem fall war auch egoismus ein grund, wie ja doreen schon geschrieben hat: ich wollte einfach nicht, dass mein kind eine so enge beziehung mit einer "anderen mama" hat. zudem sehe ich die vorteile der krippe, die ja schon andere aufgezählt haben. wenn du tatsächlich die auswahl haben solltest, schau dir die krippen genau an: entspricht das konzept deinen wünschen? geht man auf deine fragen / wünsche ein...? uns war hannahs allgemeine schlafenszeit in der krippe (z.t. bis zu 2,5 stunden) zu lang (sie schlief dann nachts nicht mehr), und es war kein problem, das der krippe auch so zu vermitteln. jetzt wird sie nach 1 stunde geweckt, wie daheim eben auch. wie andere schon geschrieben haben: setz t euch gemeinsam hin und schaut, was wichtig ist. ich sehe die vorteile einer persönlichen betreuung durch eine tamu durchaus auch. für mich kam es nur wenig in frage.