Mitglied inaktiv
Hallo, wie kann ich Tagesmutter werden? Was muß ich alles machen bzw. haben? Jemand sagte Lehrgang oder ähnlich besuchen für Tagesmutter. Wende ich mich ans Jugendamt, wenn ich sowas "eröffnen" möchte? Da ich bald sowieso zu Hause bin weil wir Nachwuchs bekommen, dachte ich biete es an. Bringt das Finanziell was? Wer macht sowas und kennt sich aus? Vielen Dank im Vorraus für Infos. Linda
Bei unshier im Landkreis ist das so, dass Frau einen Kurs der Volkshochschule besuchen und mit Erfolg abschließen muss. Dieser Kurs besteht aus 2 Teilen. Anschließend wird die Interessentin beim Jugendamt geführt. Allerdings muss hier ein Gewerbeschein beim Amt geholt werden und bestimmte Ordnungsamtauflagen bezüglich der Hygienevorschriften beachtet und ausgeführt werden. Pro Kind darf zwischen 5 und 8 Euro proStunde verlangt werden, je nachdem ob es über Mittag/Ganztags bei der Tagesmutter bleibt. Es müssen von diesem Betrag eine Betriebshaftpflicht sowie andere Versicherungen und am besten noch eine Rechtschutzversicherung abgeschlossen werden. Bei uns hier lohnt sich das nicht so sehr, da hier noch viele Generationen unter einem Dach zusammen leben.
hallo linda, ich arbeite mittlerweile seit 2 jahren als tamu in sachsen. bei uns hier ist es so, dass du dich beim jugendamt melden musst, die können dir im übrigen auch genau sagen, was du alles machen und tun musst, damit du als tamu arbeiten kannst. hier muss man folgendes machen: - grundkurs von 40 stunden (ermöglicht die arbeit vorerst!!) - 1. hilfekurs am kind - curriculum von 160 h (berufsbegleitend, schliesst mit prüfung und hausarbeit ab und muss erfolgreich beendet werden, sonst darfst du nicht arbeiten) - gesundheitszeugnis vom amt - du musst ein konzept schreiben, wie du dir alles vorstellst und welche räumlichkeiten da sind - dann div. gespräche beim jugendamt führen, wo deine tauglichkeit getestet wird - vorortbesichtigung des jugendamtes wegen der räumlichkeiten, groß genug und kindersicher ... - du musst 20 h weiterbildung pro jahr machen und nachweisen können (ich glaub, das wars, und ich hab nichts vergessen, aber wie gesagt, dein jugendamt kann dir genaueres sagen) ob man davon leben kann? kommt drauf an, was du für vorstellungen hast und natürlich auch, wieviele kinder du hast und was du verlangen kannst. ich arbeite als geförderte tamu, d. h. die eltern bezahlen denselben beitrag wie in der krippe, den rest bezahlt die stadt, für einen 9 h - vertrag bekomm ich 400 euro ... ich kann 5 kinder nehmen, aber du kannst nicht davon ausgehen, dass du 5 kinder mit 9h-verträgen bekommst. du kannst auch nicht unbedingt damit rechnen, dass du von anfang an 5 kinder bekommst oder dass du überhaupt das recht zugesprochen bekommst vom jugendamt 5 kinder zu betreuen, die können dir auch durchaus nur 1 oder 2 kinder zusprechen und ob sichs dann lohnt? wenn du privatverträge abschliesst (ich machs bisher nicht, weil es mehr nachteile bringt), brauchst du einen gewerbeschein, und musst steuern zahlen, das bleibt dir bei einer förderung erspart, dann zahlst du keine steuern, kannst dich familienkrankenversichern, die private rentenversicherung ist in beiden fällen. vor allem musst du überlegen, ob sich privatverträge lohnen, weil du davon die steuern und versicherungsverträge mitbestreiten musst. das wichtigste bei einer tamu ist, find ich jedenfalls, die mund-zu-mund-propaganda und die dauert. bei uns kommt im juni auch das 2. kind zur welt - du musst damit rechnen, dass es bei dir durchaus der fall sein kann, dass dir das jugendamt auch weniger kinder zugesteht, weil du einen säugling hast und damit schon eine belastung darstellt - wie gesagt, kann sein, muss nicht sein. ich find es übrigens auch wichtig, dass man den job macht, weil man kinder liebt und gern mit ihnen zusammen ist, tamu ist oder sollte kein job sein, der nebenher läuft, weil er vielleicht finanziell was einbringt - ich will dir nichts unterstellen, aber es hört sich ein ganz klein wenig danach an - nicht übel nehmen, wenn es nicht so ist. du musst auch damit rechnen, dass du auch 12 h tage oder mehr hast und das schränkt das familienleben auch etwas ein, wenn man es nicht strikt durchorganisiert, gerade mit einem säugling (schon die ganzen u-untersuchungen ...), sprich also mit deiner ganzen familie darüber, bei uns wars fürs jugendamt auch wichtig, dass der partner dahinter steht. ich will dir nicht den mut nehmen, wenn du gern mit kindern zusammen arbeitest, ist es echt ein toller job, der auch viel bringt, aber du musst dich halt auch manchmal mit unangenehmen seiten auseinandersetzen - bei mir will z. b. jetzt eine mutter den vertrag kündigen, weil ich von samstag bis gestern im kh war und die woche krank bin, obwohl sie die kleine in die krippe bringen kann (die übernimmt bei mir die krankheitsvertretung - ist aber nur sehr selten so!!), das gibt schon verdammt viel stress. falls du noch fragen haben solltest oder was unklar sein sollte von dem, was ich geschrieben hab, meld dich noch mal. ich hinterleg auch die mailadresse. lg doreen
HAllo, also am besten ist Du wendest Dich an Dein Stadtjugendamt, denn Tagesmütter sind Angelegenheiten der Kommunen. Das heißt, dass die Zulassungsvoraussetzungen immer verschieden sein können. Es gibt auch verschieden Vereine die Tagesmütter fördern. Erkundige Dich am besten bei Deiner Stadt. Meistens helfen die einen sehr gut dabei. Lg
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