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Streit mit AG um Arbeitszeiten- wer weiß Rat?

Streit mit AG um Arbeitszeiten- wer weiß Rat?

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Hallo, ich habe gerade riesige Probleme mit meinem Chef betr. der Arbeitszeiten: Ich habe zum 01.04. mit 20 Wochenstunden wieder angefangen zu arbeiten. Zum 01.05. habe ich auf 30 Stunden aufgestockt (finanzielle Gründe, musste leider sein). Wir haben im Unternehmen generell Gleitzeit, sprich 99% der MA kommen und gehen wann sie wollen. Ich arbeite leider in einer Serviceabteilung, heißt die telefonische Erreichbarkeit muss gewährleistet sein. Bedeutet: Fünf Tage Spätdienst bis 17 oder 18 Uhr, dann fünf Tage Frühdienst ab halb8. Das passt nun so gar nicht zu den Arbeitszeiten meines Mannes (wir wechseln uns bei der Betreuung unseres Kindes ab, er arbeitet meist ab 14h.). Daher habe ich um eine Ausnahmeregelung gebeten, dass ich nciht so viel Spätdienste machen muss. Leider stoße ich auf total taube Ohren, es heißt einfach nur, ich wusste ja worauf ich mich einlasse, ich hätte ja länger Elternzeit nehmen können. Eine Ausnahme kann man nicht machen, dann käme ja jeder an, der ein Kind hat oder seine Eltern pflegt. Diese Aussage ist m.E. eine Frechheit! Klar ist es einfacher, alle über einen Kamm zu scheren, aber familienfreundlich und motivierend ist das nicht. Hab jetzt schon gar keinen Bock mehr zu arbeiten! Habt Ihr eine Idee, was ich machen kann??? Irgendwelche Argumente (Baby zählt nicht, is ja mein Problem!)?? Bin für jede Hilfe dankbar! Grüße, eine verzweifelte Nicamama, die arbeiten muss, aber das Kind nicht weggeben mag....


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Das einzige Argument, dass mir einfällt, ist wenn du jemanden findest, dem es genau anders herum geht. Also jemand, der lieber länder schläft und gerne nur Spätschichten arbeiten würde. Wenn ihr euch einigt, du machst nur Frühschicht und der/die andere nur Spätschicht.


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Danke für Deine Antwort, Julia. Leider wollen alle gern die Frühdienste machen, hab schon rumgefragt :-/ könnte echt ko... das ganze Haus geht um 15 oder 16h nach Hause, und ich hab ein Baby zu Hause und muss es weggeben, weil unsere Abteilung die Servicebereitschaft stellen muss....Stellenausschreibungen sind leider Mangelware, ein AG-Wechsel kommt nicht in Frage.


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Wie gross ist dein AG (wieviele Mitarbeiter) und gbt es einen Betriebs- oder Personalrat? Falls ja, würde ich mich mal dahin wenden und um ein vermitteldens Gespräch bitten. Hast diu die Aussage, dass es nicht geht von deiner Fachabteilung oder der Personalabteilung bekommen? Falls die PA bisher nicht im Spiel war, ggf. auch hier ein Gespräch suchen. Faktisch ist es so, dass man bei Teilzeitantrag (auf den es ja einen Rechtsanspruch gibt) auch die Lage und Verteilung der Arbeitszeit beantragen kann. Lehnt der AG die gewünschte Lage und Verteilung der Arbeitszeit ab, so muss er nachweisen dass dies den Betriebsablauf erheblich beeinflussen bzw. eine Änderung der Organisation mit unzumutbarem Aufwand u./o. Kosten vebunden wäre. Je grösser der AG um so schwieriger ist dieser Nachweis zu erbringen. Da hättest du vermutlich eine Chance gehabt. Aber das hilft dir jetzt nicht viel weiter, dein Vertrag ist ja schon unterschrieben und in deinem dazu gehörigen Antrag hast du die Arbeitszeitverteilung ja offenbar nicht erwähnt. Der AG hat also streng genommen Recht mit seiner Aussage, das du ja wusstest, worauf du dich einlässt. Du kannst da also nur die Schiene von Moral und Ethik fahren (wie gesagt, am besten mit Unterstützung des BR), dass ohne dein Versäumnis im Antrag sie ja auch in der Pflicht gewesen wären und ihre Position doch jetzt wohl nicht auf Kosten einer kleinen "unwissenden" Mitarbeiterin ausnutzen wollen. Villeicht gibt es in eurer Firma ja sowas wie eine offizielle Philosophie (wird z.B. gerne auf Websites oder in Firmenbroschüren dargestellt). Meistens findet sich darin auch eine Floskel, die irgendwie in Richtung "Wertschätzung der Mitarbeiter" "Vereinbarkeit von Famile u. Beruf", "soziales Verantwortung" oder "Work-Life-Balance" geht. Ich würde die Leute da bei der Ehre packen und mit ihren offiziellen Statements konfrontieren. Wenn ihr aber eine eher kleine Firma seid, ist es für den AG vielleicht wirklich nicht zumutbar, wegen einer Mitarbeiterin die gesamte Organistaion umzustellen, zumal, wenn - wie du ja andeutest- niemand zur Verfügung steht, der "deine" Stunden übernehmen kann/will...


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Hm, das ist eine schwierige Situation. Ich kann Dich persönlich wirklich gut verstehen, aber ich kann auch Deinen Arbeitgeber verstehen. So wie Du sagst, Dein Arbeitgeber ist nicht familienfreundlich wegen seiner Haltung, denkt Dein Chef wahrscheinlich jetzt, dass alle Mütter total kompliziert und unflexibel sind und Ansprüche auf den für sie passenden Arbeitsplan stellen. Die Frage, warum Du vorher nicht geklärt hast, ob Deine Arbeitszeiten für Dich geändert werden können, hilft Dir natürlich auch nicht weiter. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass mein Arbeitgeber bereit ist mir viel zu geben (Flexibilität, Heimarbeitsplatz), wenn ich auch bereit bin einiges zu geben (ebenfalls Flexibilität durch unsere Tagesmutter die oft zwischendurch einspringen kann, Überstunden, Fortbildungsbereitschaft auch über mehrere Tage, Engagement in allen Firmenbereichen z.B. bei Neuorganisationen, was eigentlich nicht zu meinen Aufgaben gehört). Ich lese aus Deinem Posting jetzt nichts, was Du Deinem Arbeitgeber "anbietest". Für mich hört sich das nur nach der Forderung an, für Dich passende Arbeitszeiten zu bekommen, da würde ich als Chef auch nicht mitmachen. Und mit der Aussage, dass dann jeder ankommt, wenn für Dich eine Ausnahme gemacht wird hat er doch recht. Was meinst Du was hier los war, als ich einen Heimarbeitsplatz bekommen habe? Vielleicht überlegst Du noch mal, was Du Deinem Chef anbieten kannst, wenn er Dir andere Arbeitszeiten gibt? Vielleicht kannst Du andere Aufgaben mitübernehmen, vielleicht einen Teil der Aufgaben zuhause erledigen? Evtl. die telefonische Erreichbarkeit über Handy sicherstellen (evtl. in Verbindung mit dem Laptop der auf den Firmenserver zugreift, wenn Du den PC brauchst...) Oder Du sprichst mit ihm noch mal über eine Versetzung auf eine Stelle, die Gleitzeit hat. LG Stephanie


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Überlege, wie Du das Deinem Chef schmackhaft machen kannst. Der muss letztlich auch sehen, dass kein Ungleichgewicht aufkommt. Wenn Du schreibst "alle" wollen Frühschicht, ist seine Sorge nicht ganz unberechtigt. Klar läge es an ihm Kindern die Priorität zu geben, verlangen kannst Du das nicht. Also, welche Vorteile hätte Dein Arbeitgeber? Welche Zugeständnisse kannst Du machen? Viel Erfolg Grüße Tina PS: Hat Dein Mann auf gleiche Weise mal versucht, seine Zeiten zu verschieben? Wäre ja auch eine Möglichkeit.


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Erstmal Danke für Eure ausführlichen Antworten. Mein Mann hat leider keinerlei Einfluss auf seine Arbeitszeiten, das ist ja das dumme. Hab auch schon überlegt, wie ich es meinem Chef schmackhaft machen kann. Problem: gar nicht. Ich sitze den ganzen Tag am Telefon, da ist nichts mit Heimarbeit, Projekten, Sonderaufgaben etc. Ich habe nochmal mit dem Personalrat gesprochen, und ich bin scheinbar längst nicht die einzige. Mal sehen was sich machen lässt....