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Stilldemenz und Arbeiten - wie geht das??

Stilldemenz und Arbeiten - wie geht das??

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Hallo, ich habe vor 3 Wochen meinen Sohn geboren und stille voll. Meine geistigen Fähigkeiten liegen nun schon etwas brach, mein Schreibtisch ist eine Katastrophe und es fällt mir oft schwer in zusammenhängenden Sätzen zu sprechen!!! Ich führe diesen Zustand aufs Stillen und den unvermeidlichen Schlafentzug zurück. Nun gehe ich nach der Schutzfrist wieder 1 Tag/ Woche arbeiten (bin Ärztin). Hat jemand von Euch Erfahrungen wie das geht mit "Stilldemenz" und Arbeiten, ich kann es mir im Moment überhaupt nicht vorstellen, bin manchmal mit einfachen Fragen meiner großen Kinder überfordert!!! Lg Beatrice


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Hallo, ich bin nach 3 Monaten wieder vollzeit arbeiten gegangen, weils nicht anders ging. Hab trotzdem weiter gestillt. Am Anfang fiel es mir auch sehr schwer, mich zu konzentrieren, aber ich war dann doch sehr schnell wieder im alten Rythmus drin. Ich war die ersten Wochen leider noch sehr in Gedanken mit dem Kleinen beschäftigt, und oft auch einfach hundemüde. Ich fange schon 6.45 Uhr an zu arbeiten, und muß dann ja einen ganzen Arbeitstag durchhalten, und oftmals war ich nachts alle 1,5 bis 2 Stunden zum Stillen wach! Einmal hatte ich gerade 1 1/2 Stunden Schlaf gehabt, da hab ich mich kurzerhand für den Tag krankgemeldet. Aber im Nachhinein muß ich sagen, dass es viel besser ging/ geht als ich es mir jemals gedacht hätte. Ich hatte aber bei einer Arbeitszeit von über 8 Stunden am Tag Anrecht auf 1,5 h Stillpause. Also, ich denke, bis zum Beginn der Arbeit sinds ja wohl noch ein paar Wochen, bis dahin bist Du wohl schon besser erholt, und du wirst bestimmt wieder in die Arbeit zurückfinden. Kopf hoch! Aller Anfang ist schwer...


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Hallo Beatrice, versuche, ausreichend Schlaf zu bekommen. Und noch viel wichtiger: ernähre Dich gut, sowohl was Nährstoffgehalt als auch Menge angeht. Das Stillen verbraucht massenhaft Kalorien und die Milch braucht auch jede Menge Mineralien. Wenn Du nicht genug zu Dir nimmst, treten bei Dir Mangelerscheinungen auf. Drittens: In den Zeiten, in denen Du arbeitest, wird es besser, da Du dann ohne Baby unterwegs bist. Bei mir haben ein paar Stunden ohne Kind immer Wunder gewirkt. Erfahrungen mit Arbeiten während der Stillzeit habe ich noch nicht, in der letzten Stillzeit habe ich aber ein paar Klausuren geschrieben (die erste nach 6 Wochen, die anderen deutlich später). Ich glaub nicht, dass die ohne Stillen besser geworden wären. Das wird schon! Linda


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Also ich würde das jetzt aber nicht zuvorderst aufs Stillen schieben! "Stildemenz" ist ja nicht gaaanz soo wörtlich zu nehmen... Ich würde: dem Vater eine (oder zwei) Nacht (mind.) pro Woche "Babydienst" geben: Er darf nachts das Baby (mit abgepumpter Mumi) füttern, Du musst höchstens einmal zum kurz abpumpen aufstehen. So eine halbwegs durchgeschlafene Nacht wirkt wunder! Und den Vater bringt es nicht um, mal nicht durchzuschlafen. ich habe direkt nach 8 Wochen wieder bei beiden Kindern Vollzeit gearbeitet und habe beide Kinder jeweils über ein Jahr gestillt :-) Ich weiß also, daß man nicht stirbt, wenn man mal "eine Nacht" nicht schläft. Im Moment würde ich sagen: fange langsam mit Abpumpen an und friere es ein, mit Datum versehen. Mach langsam und verspann Dich nicht! Dein Schreibtisch braucht Dich frühestens in 2-3 Wochen wieder! Du bist im Wochenbett, oder??? Liebe Grüße Désirée


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Sei ganz entspannt. Ich habe auch bei beiden Kindern trotz Stillen gearbeitet, und es war überhaupt kein Problem. ERstens gewöhnt man sich bald an die unterbrochenen Nächte (und ich weiß, wovon ich rede, beide Kinder haben erst mit ca. 1 Jahr durchgeschlafen und kamen davor 2-5 mal nachts), zweitens wirst Du die zeit auf der Arbeit als Erholung ansehen, und drittens (mein wichtigster Tip): wenn Du nachts stillst, nimm Dein Kind mit zu Dir ins Bett! Dann musst Du nicht aufstehen, Kind muss nur andocken und Du kannst weiterpennen! Muss man ein bisschen üben, aber dann ist es das bequemste der Welt! Dann bekommst Du trozt nächtlichem Stillen sehr viel Schlaf! Ulrike


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Hallo, ich bin nach 8 Wochen freiwillig wieder ganztags arbeiten gegangen ohne derartige Probleme. Am Stillen können Probleme kaum liegen, so was habe ich noch nie gehört, Schlafmangel vielleicht eher und da kann man gegen angehen, indem der Vater nachts aufsteht. Du wirst eh, wenn DU arbeitest abpumpen müssen, dann mach das vorher, dann kann der Vater nachts auch die Flasche geben. Außerdem ist es wirklich so, dass man sich gleich besser fühlt, wenn man bei der Arbeit ist und nicht immer mit dem Kind zusammenhängt (so schön das auch ist, 24 Stunden am Tag war für mich schon nach 3 Wochen unerträglich). DAs wird schon klappen. Gruß, Renate


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Also, Du wilst zuviel. Baby vor 3 Wochen bekommen und Du willst voll lospowern. Relax ein bisschen. Um Dich zu trösten, bei jedem weiteren Kind wird die Stilldemenz weniger :) Norchen + 4