Mitglied inaktiv
Ich habe mal eine Frage. Unsere Firma strukuriert um, nun hat mein Chef gekündigt. ich war vor der Elternzeit die Assistentin der GL. Als ich ging, kam eine neue. Wir konnten eine gute Azubine dadurch übernehmen, die sonst hätte nicht übernommen werden können. Ich selbst habe nach meinem Abi eine Ausbildung in der Bank gemacht, mit 2 abgeschlossen und arbeite seit Oktober 2001 in dem Unternehmen, seit 2005 nur noch als 400€-Kraft.Die Azubine wurde dann als Schwangerschaftsvertretung eingestellt, bekommt jetzt aber einen festen Vertrag, weil sie durch die Kündigung des Chefs noch andere Afgaben erledigen soll. Da kann man ja nicht sagen zu ihr, das machst du jetzt noch 1 Jahr und danach bist du arbeitslos und vorher soll sie mich noch anlernen. Daher der feste Vertrag. Sie hat übrigens Hauptschulabschluß, durch den guten Abschluß als Bürokauffrau bekam sie den Realschulabschluß. Jetzt hab ich mich gefragt wo ich hinkomme und mit unseren ehemaligen Chef gesprochen, der das alles mitgeplant hat wie es weitergeht. Es ist auch ein neuer für ihn eingestellt worden, aber der ist frisch von der Uni und kann natürlich noch nicht alles. Nun fragte ich was mit mir ist? Nun sagte er keine wisse was in einem Jahr ist, wer da gekündigt hat oder schwanger ist bei den anderen Mitarbeitern etc.Und dann weiß man ja auch nicht ob die beiden das alles allein schaffen etc. Es kommen vermutlich noch 2 andere aus der Elternzeit wieder. Er sagte letzten Endes müsse man es vielleicht über eine Sozialauswahl regeln. Nun frage ich mich wer da gut dasteht: Aus dem Mutterschutz kommt Tabea wahrscheinlich 2008 nicht wieder. Sie hat ferade noch ein Kind bekommen. Eins wurde 2004 geboren und das 2. Ende 2006. Nadja hat fast mit mir zeitgleich ihr Kind bekommen und kommt auch zeitgleich wieder. Sie will aber bisher nur halbtags wiederkommen und arbeitet auch jetz nicht auf Minijobbasis. Sie ist verheiratet, ihr Mann ist selbständig, 36 Jahre alt und seit 1997 im Betrieb. Nora, die für mich kam, war vorher ein paar Monate Praktikantin bei uns, hat im Aug. 2002 ihre Ausbildung bei uns begonnen und konnte dann durch meine Schwangerschaft übernommen werden, sie ist 25 Jahre alt, hübscher Single und kein Mann in Aussicht. Ich bin 29 Jahre alt, verheiratet ( aber mein Mann kann mit seinem Gehalt keine Familie ernähren, arbeitet im Lager und verdient weniger als ich vorher) und bin seit Ende 2001 im Betrieb. Ich mache mir Gedanken, daß 2008 nicht genug freie Arbeit da ist. Ich würde gern Vollzeit wieder anfangen.; kindergartenplatz hab ich, Nadja zwar nur halbtags und Nora ist jtzt fest bei uns. Was denkt ihr, wie wäre die Rangfolge bei einer Sozialauswahl? Ist verheiratet ein positiver oder negativer Punkt? Mein Mann kann mich in unseren Fall gar nicht ernähren, da arbeitet jeder für sich selbst. Er hat durch die Steuerklasse 3 und das Kind gerade mal 1400 € netto mit Wohngeld. da geht noch Miete ab etc. ich habe jetzt noch den Minijob, und das Erziehungsgeld fällt ja nun auch bald weg. Was denkt ihr, sind halt so meine Gedanken, wer weiß was sich 2008 alles verändert hat.....LG
http://www.anwalt-im-netz.de/arbeitsrecht/sozialauswahl.html LG Murmeline
...denn, falls tatsächlich bei deiner Rückkehr aus der Elternzeit ein Personalüberhang da sein sollte und betriebsbedingte Kündigungen oder Änderungskündigungen (was rechtlich die gleichen Bedingungen und Konsequenzen hat) ausgesprochen werden, also eine Sozialauswahl statt finden muss, so sind in diese Auswahl ALLE vergleichbaren Mitarbeiter einzubeziehen. Das heisst, dass ein Sachbearbeiter aus einer ganz anderen, eigentlich nicht direkt betroffenen Abteilung oder Filiale mit prinzipiell ähnlicher Qualifikatinón wie du, könnte z.B. leider die wenigsten Sozialpunkte (setzen sich meistens aus Kriterien wie Alter, Dauer der Unternehmenszugehörigkeit, Zahl der Unterhaltsberechtigten usw. zusammen) habren und gekündigt werden und du bekommst dann dessen Job. Ob aber wegen ein, zwei aus der Elternzeit zurückkehrenden Mitarbeitern überhaupt betriebsbedingt gekündigt werden kann, ist sehr zweifelhaft. Hier hat der Arbeitgeben schließlich eine sichere Planungsgrundlage gehabt und hätte die Rückkehrer jederzeit in seiner Personalplanung berücksichtigen müssen. Unterlässt er das, so ist das eindeutiges Managementversagen. Kein Betriebs- oder Personalrat lässt sich da auf betriebsbedingte Kündigungen ein... junima
Danke für deine Antwort, bei mir ist es ja so, daß durch den Weggang meines Chefs sich meine Schwangerschaftsvertretung den bisherigen und ja auch neuen Aufgaben stellen soll, deshalb bekam sie einen festen Vertrag. Weil man kann ja nicht erwarten, daß sie dazulernt und mir es 2007 bzw.2008 alles erklärt und sie ist dann arbeitslos. Ebenso wäre es, wenn ich die Aufgaben in einer anderen Abteilung übernehmen sollte. Theoretisch wär das möglich und auch ok, aber ich habe keine Ahnung von Lobu, Einkauf, Faktura etc. Ich arbeite in der Fibu, d.h jemand aus einer anderen Abteilung müßte mir dann sein Arbeitsgebiet erklären und wär dann hinterher arbeitslos. Das würde ja keiner mitmachen, also geht das auch nicht. Es sei denn es geht jemand freiwillig wg. Schwangerschaft, Kündigung wegen eines anderen Jobs o.ä. Sind wir wieder bei der Sozialauswahl mit meiner ehemaligen Schwangerschaftsvertretung und der Kollegin, die zeitgleich mit mir wiederkommt. Ihr Arbeitsplatz ist nämlich inzwischen wegrationalisiert. Gut, ich sag mal Sozialauswahlmäßig würde ich besser dastehen als die Schwangerschaftsvertretung. Ich bin zwar Verheiratet ( aber mein Mann verdient wenig), hab ein Kind, bin ein halbes Jahr länger im Betrieb ( sie war Azubi und davor Praktikantin) und bin 4 Jahre älter. Sie ist ja Single und kinderlos. Meine andere Kollegin, die sich ebenfalls in Elternzeit befindet, ist aber länger als ich im Betrieb, dazu noch 7 Jahre älter. ich hoffe bei mir schlägt das Schicksal so positiv zu wie bei meiner ehem. Schwangerschaftsvertretung. . Die fand nach der Schule wegen ihres schlechten Zeugnisses keine Ausbildung und bat bei uns um ein Praktikum wo sie umsonst arbeitete, so bekam sie einen Ausbildungsplatz. Danach sollte sie nicht übernommen werden. Nun erwartete ich im Juli 2005 ein Baby und das passte gut mit dem Ende ihrer Ausbildung, zumal man keinen neuen suchen musste und ich sie auch anlernen konnte. So ging ich im Juni 2005 in Mutterschutz und sie fing am 1.4.05 bei uns in der Abteilung an ( sie hatte übrigens bei uns während der Ausbildung nur eine mittelmäßige Beurteilung erhalten, aber der Zeitpunkt passte halt), jetzt ist mein Chef bald weg und sie bekommt ne Chance die ich sonst bekommen hätte. LG Eure Kerstin aus NRW
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