Elternforum Baby und Job

Schlechte Gewissen......- Achtung lang!!

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Hallöchen!! Schreibe das erste Mal bei euch, bin 31 Jahre alt, verheiratet und wir haben Zwillingsmädchen mit 4,5 Jahren. Seit Juni vorigen Jahres gehe ich wieder Vollzeit arbeiten und obwohl von den Kindern bis jetzt wirklich absolut nichts negatives zurückkommt seit sie den ganzen Tag im Kindergarten sind, kann ich mein schlechtes Gewissen einfach nicht abstellen!! Sie fühlen sich wirklich pudelwohl im Kindergarten und haben schon viele Freunde, aber wenn ich hier in der Arbeit sitze und z.B. nichts zu tun habe, dann denke ich mir wie wertvoll ich doch die Zeit mit den Mädels nutzen könnte!! Und wenn sie krank sind und ich kann nicht bei ihnen sein, "frißt" mich das innerlich einfach auf!! Ich komme aus Österreich und der Kindergarten ist sauteuer und ich "muß" mindestens 30 Stunden arbeiten gehen damit von meinem Gehalt auch was überbleibt, 30 Stunden findet man aber so schwer (Büro), 20- oder 25 sind wie gesagt einfach zuwenig und daher gehe ich jetzt 40 Stunden arbeiten da ich diese Stelle relativ schnell gefunden habe. Finanziell ist es jetzt auch gut so, aber ich habe das Gefühl mir läuft die Zeit unter den Fingern davon! Dann kommt noch dazu, das mir auch die Kinder wichtiger sind als der Haushalt und so schaut´s halt öfters schon chaotisch aus, also nicht schmutzig oder so aber es bleibt schon mal die Kleidung im Trockner drinnen usw. Denn Waschmaschine und Trockner laufen bei uns im Akkord. Ach, kennt jemand dieses Gefühl, ich gehe wirklich sehr gerne arbeiten denn ich bin ein Mensch der Gesellschaft und Aufgaben braucht aber ich kann dieses schlechte Gewissen einfach nicht aus meinen Kopf verbannen?!! Ich war schon einmal arbeiten, da waren sie 2 1/2, aber da hat das überhaupt nicht funktioniert, war aus verschiedenen Gründen nur Stress und die Mädels und ich waren Dauerkrank, habe dann nach 7 Montaten gekündigt, weil es einfach nicht mehr ging. Die Arbeit jetzt ist sehr locker und es funktioniert jetzt wirklich alles super, nur halt dieses schlechte Gewissen macht mich doch ziemlich fertig. Sie sagen zu mir, sie würden so gerne einmal in Ballett gehen, aber es geht sich von der Zeit einfach nicht aus, ich muß Mo-FR von 08:30 - 17 Uhr arbeiten, bin dann um 17.20 im Kindergarten und um 20Uhr sollten sie aber schlafen gehen sonst kommen sie um 7 Uhr in der Früh nicht auf usw. - mich macht das einfach fertig, ich würde so gerne etwas mit ihnen unternehmen - z.B. schwimmen gehen oder so...... Entschuldigt bitte die Länge des Textes!! Grüssli Barbara


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Hallo Barbara, habe vor 1 Woche fast die gleiche Diskussion gestartet (Schlechtes Gewissen) ... ich glaube das ist einfach so. Wenn es deinen Kleinen gut dort gefällt, dann ist es vor allem für dich schwer, nicht so viel mit ihnen zusammen zu sein. Wenn deine Töchter es akzeptieren, ich glaube dann sollten wir es auch so annehmen - vor allem weil man ja an der Situation nichts ändern kann. Wenn du dann die Zeit lieber mit deinen Kleinen verbringst als mit putzen, das ist doch 1. Nebensache, und 2. viel wichtiger als dass es blitzt und blinkt! ich hoffe, deine 'schlechte-Gewissen-Phase'ist bald vorbei, es ist schon hart wenn sie gerade krank sind, aber man kann leider leider nicht an allen Fronten gleichzeitig sein. Vielleicht hast du ja die Möglichkeit doch eine 30h Stelle zu finden, kannst dich ja immer mal bewerben... Alles gute, Kathrin (mir geht es ähnlich, arbeite von 9h bis 18h, schon seit er 3 Monate ist ... aber es ist auch toll wenn man Arbeit und Familie verbinden kann, sonst würde dir vielleicht auch die Decke auf den Kopf fallen, oder?)


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Hallöchen!! Danke für deine rasche Antwort. Ja, ich gehe gerne arbeiten, bin nicht die "geborene Hausfrau" - haha!! Na bumm, so zeitig bist du schon arbeiten gegangen - wirklich beachtlich!! Wünsche dir noch einen schönen Tag!!


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"Ich komme aus Österreich und der Kindergarten ist sauteuer und ich "muß" mindestens 30 Stunden arbeiten gehen damit von meinem Gehalt auch was überbleibt" Versteh ich nicht ganz, wenn die Kinder nur halbtags im KiGa wären, wird er doch auch billiger, dann könntest Du doch auch weniger arbeiten? Nur mal so als Überlegung... Wenn ich meine Kleine den ganzen Tag in den KiGa bringen würde, müsste ich auch mehr arbeiten, um ihn zu finanzieren. Gehe momentan 25 Std./Woche und 2x die Woche Nebenjob. Viele Grüsse, Sonja


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Hallo!! Der Kindergarten kostet Teilzeit nur um € 110,-- im Monat weniger (für beide Kinder schon zusammen). Da ich aber in Teilzeit um einiges weniger verdienen würde, hätte ich weniger wie jetzt weil die Spanne nicht so groß ist, hoffe du verstehst was ich meine.


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Der Kindergarten kostet im Monat € 540,-- und ich verdiene ca. 1.250,--, wenn ich 25 Std. arbeiten gehen würde hätte ich ca. € 850,-- und der Kindergarten würde aber noch immer 430,-- kosten - ich hoffe jetzt verstehst du warum. Denn ich habe nicht nur ein Kind sondern Zwillinge!!


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Boah, in welchen Luxus KiGa gehen Deine Kinder denn??? *g* Ich bezahle für meine Jungs (auch Zwillinge Juli `02) 162,50 Euro pro Monat, wir haben aber auch einen Geschwistertarif, wenn es den nicht gäbe, müssten wir 280 Euro zahlen, wir haben auch Ganztagsplätze von 7:15 - 16°° Mit dem Arbeiten kann ich Dich aber völlig verstehen, ich gehe nun schon wieder arbeuten seit dem die Jungs 1 Jahr alt gewesen sind, aber dennoch plagt mich mein schlechtes Gewissen. Zu Hause bleiben kann ich aber nicht, weil es dann finanziell wieder zu eng wird. LG naine


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Hallöchen!! Na, dann sind unsere Kinder fast gleich alt, unsere Mädels sind am 01.08.2002 geboren. Der Kindergarten ist ein ganz normaler städtischer Kindergarten und Geschwisterrabatt gibt es keinen , konnte ich auch gar nicht glauben - ist aber so und das obwohl ich bei der Anmeldung noch in Karenz war und damals nur mein Mann arbeiten ging. Die "liebe" Stadt Wien rechnet nämlich das gesamte Jahresfamilieneinkommen inkl. Kinderbeihilfe zusammen und dann ist man schnell über die Grenze raus. Ich frage mich oft ob die lieben Politiker eigentlich wissen was sie einer jungen Familie antun - aber bitte?!! Grüssli Barbara


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Hi Barbara! Das folgende schreib ich nicht, um Dir ein schlechtes Gewissen zu machen. Ich gehe als Ingenieurin halbtags arbeiten und nach Abzug der Kinderbtreuungskosten (4,5 Stunden pro Woche Stellenverkürzung von meinem Mann sowie Kindermädchen für 12,5 Stunden die Woche (Kids sind 2,5 und 1,25) bleiben mir pro Monat 190 Euro übrig (verglichen zu der Situation, daß mein Mann vollzeit arbeiten gehen würde!). Wenn der "Große" in den Kindergarten kommt, sind dafür zusätzlich auch noch mal 150 Euro weg. Besser wird erst wenn auch Joana in den Kindergarten kommt und wir unser Kindermädchen nicht brauchen. Lange Rede, kurzer Sinn: Auch 190 Euro sind Geld, arbeiten gehen kann man auch weil Spaß macht und man im Job bleibt, und wieviel schlechtes Gewissen man dabei hat, muß jeder selbst wissen. Ich bin froh, daß die Halbtagslösung funktioniert, wäre ich immer nur zuhause, wäre ich nämlich sehr, sehr unleidlich! Ciao Regina


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Hallo Barbara, ich habe genau deine Gedanken gehabt! Ich kann das gut nachvollziehen, aber einen Tipp kann ich dir auch nicht geben. Dich nur ermutigen, dass du nicht alleine bist. Zu meiner Gesicht: Ich habe für mich beschlossen, eine andere Stelle zu suchen als ich eigentlich hatte (Krankenhaus, Schichtarbeit, Vollzeit - Wochenenddienste, Nachtdienste etc.): Ich kam dann zu dem Entschluß, dass es in meinem Beruf nur klappt (Beruf und dennoch Zeit fürs Kind), wenn ich vorrangig Nachtdienste mache. So habe ich dann zum Glück relativ schnell was gefunden und sogar in 50 % Teilzeit. War echt Glück, denn das Pflegeheim hatte neu aufgemacht. Ich mußte zurückstecken - wollte eigentlich nie im Pflegeheim arbeiten, bin ja eigentlich auch Krankenschwester, nicht Altenpflegerin, aber so kann ich es mit meinem Gewissen vereinbaren, tagsüber viel Zeit mit meiner Kleinen zu verbringen. Dass ich allerdings unter der Belastung leide, ist auch klar. Die Nachtdienste schlauchen sehr, auch wenn es "nur" 10 Nächte im Monat sind, aber dann kommt noch der andere Job, der Haushalt und eben das Kind. Die Partnerschaft leidet sowieso. Jetzt im Herbst wird sie 3 und kann dann in den Kindergarten gehen. Dann habe ich da schon wieder ein schlechtes Gewissen, wenn ich die Zeit bis maximal 15 Uhr wähle (kann sie ja dennoch früher holen). Ist eigentlich verrückt, weil 15 h ist doch eine gute Zeit. Dann habe ich mir auch vorgenommen sämtliches mit ihr zu unternehmen: Musikgarten, Kinderturnen, Tanzen oder was immer ihr gefällt. Aber vielleicht wird ihr das auch zu viel?! Ich will ihr viel bieten, aber andererseits kostet das ja auch alles Geld, dann muß ich auch weiter arbeiten. Ich habe immer (noch) das Gefühl, etwas an ihr zu verpassen, ihr etwas nicht geben zu können. Naja, Zeit eben. Obwohl ich es soweit und so gut wie möglich geregelt habe (wenn ich Nachtdienst habe, ist ja der Papa da und sie schläft ja). Nun arbeite ich noch im Minijob, allerdings geht es da - bis sie in den Kiga gehen kann - auch nur am Wochenende. Und da ist dann wirklich so gut wie nichts mit FAMILIENleben, sprich mit Papa. Das finde ich fast noch schlimmer. Da ist dann oftmals das gemeinsame Essen und Spielen abends die einzige Zeit zu dritt. Ich hoffe, ich kann es regeln, dass ich wenn sie im Kiga ist dann mehr unter der Woche arbeite, um auf meine Stunden zu kommen und am WE dann vielleicht nur jedes zweite. Im sozialen Bereich, gerade mit Schichtarbeiten, ist es sehr schwierig, Famile und Beruf unter einen Hut zu bringen. V. a. eben auch emotional. Sobald ich irgendwann eine Halbtagsstelle bei einem Arzt finde, werde ich mich bewerben. Dann habe ich hoffentlich nur Vormittagsdienste und nur mo - fr. Das wäre optimal. Aber mal abwarten, da ist die Tücke vielleicht, dass man unerwartet Überstunden machen muß. Alles Gute und Grüße, Bianca