Elternforum Baby und Job

Rückkehr in TZ. Eure Erfahrungen????

Rückkehr in TZ. Eure Erfahrungen????

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Hallo, seit 3 Wochen arbeite ich jetzt Teilteit (20 Stunden) in der Elternzeit. Vorher Vollzeit. Ich habe gemerkt, dass jetzt viel an mir vorbei geht. Ich bin halt oft nicht da, wenn Gespräche stattfinden. Vielfach werde ich dann einfach übergangen. Wenn ich nach 5 Stunden nach Hause gehen, kommen Bemerkungen von den Kollegen: "Wie Du gehst schon! Du hast es gut....". Langsam nervt es.... Wie ging es Euch in dieser Situation? Ich fühle mich ein bißchen auf verlorenen Posten, ich bin die einzige und erste in TZ. Vielleicht ja jemand Tipps, wie man diese Klippen umschifft... Viele Grüße, Rike


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Hallo.... ich bin ein Jahr nach Elternzeit auch am Anfang in TZ mit 30 Stunden gestartet. Ich kenne das Gefühl, dass man nicht dazu gehört oder sich ausgegrenzt fühlt. Vielmals kommen blöde Sprüche auch von Kollegen, die selber keine Kinder haben und nicht wissen, was es bedeutet neben der Arbeit noch ein Kleinkind zu Hause zu haben. Das war damals auch eine Situation die mich stark belastet hat und habe das mit meiner Vorgesetzten beredet - die hatte mir damals gut zugesprochen und mich unterstüzt. Das ich eben nicht von der Arbeit aussgegrenzt wurde. Geholfen hat mir auch, dass ich eben mit Sprüchen gekontert habe: "so tschüß dann, ich geh mal zu meiem Zweitjob"....viel hat auch geholfen, dass ich gerade den Kinderlosen mal meinen Tagesablauf mit Kind erklärt habe und was es heißt wenn ein Kind krank ist. - Lohneinbußen, nur 10-20 Tage auf Kind krank möglich..etc.... vielen hat das die Augen geöffnet und mir dadurch Verständnis eingebracht. Dazu kann ich dir auch nur raten. Versuche auch dich mit anderen Muttis kurz zu schliessen im Betrieb, sofern es welche gibt. Ansonsten bleibt mir noch, die alles gute zu wünschen!


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hallo rike, das kenne ich! ich arbeite jetzt seit ca. 5 jahren in teilzeit und fand die umstellung auch schwierig. bei mir ist es noch etwas anders, weil meine arbeitszeiten sehr flexibel sind und ich somit auch an einigen tagen vollzeit da bin. da hat man dann wenigstens nicht das gefühl, man geht raus und alle denken "die hats gut", sondern man ist auch manchmal selbst die letzte, die das büro verlässt. dann sehen die kollegen auch, dass man bereit ist, den vollen einsatz zu bringen, auch wenn man "nur" teilzeit hat. mittlerweile ist es zum glück so, dass ich schon öfters zu hören bekam, dass ich in meinen 30 stunden mehr leiste als andere in vollzeit - immerhin! aber es gibt trotzdem immer mal wieder neue kollegen, die komisch gucken, wenn man um 14.00 h geht. dann lasse ich gerne mal augenzwinkernd die bemerkung fallen, dass ich dafür auch auf einen teil meines gehaltes verzichte. also, ich drück dir die daumen. katrin


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Hallo, also bei uns arbeiten mehrere Frauen Teilzeit, d.h. 4 Tage pro Woche. Eine von ihnen hat sich mal berechtigterweise beschwert, dass Termine regelmässig auf ihrem freien Tag lagen, und das wurde dann geändert. Das war ok, weil sie sehr sehr gut ist. Die Bemerkungen würe ich einfach zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus lassen. Ich persönlich finde einen oder zwei freie Tage besser akzeptierbar als weniger Stunden pro Tag. - ich arbeite mit Ingenieuren und Technikern zusammen. norchen


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Hallo, ich habe zwar keinen Teilzeitjob, aber ich arbeite 28 von 41 Stunden von zuhause. Das ist in etwa vergleichbar. Ich bekomme so Sachen zu hören wie: Was Du gehst schon wieder? Alle Termine für Besprechungen werden aber mit mir abgestimmt, damit ich daran teilnehmen kann. Als vor ein paar Monaten zwei Kollegen wirklich richtiges Mobbing anfingen habe ich sofort gegengesteuert. Man kann meine Arbeit schließlich kontrollieren und ich arbeite gut. Ich konnte belegen, was ich wann gemacht habe und bin damit offensiv umgegangen. Danach war erstmal Ruhe. Also bei mir war es von vorneherein festgelegt, dass Dienstbesprechungen nur stattfinden, wenn ich da bin. Außerdem bin ich telefonisch jederzeit erreichbar. Hm, aber zum Teilzeitproblem, ich finde es echt nicht fair, wenn die Leute sowas sagen wie: Du hasts ja gut, wenn Du gehst. Schließlich bekommst Du ja auch nur das halbe Gehalt. Tja, jetzt konnte ich Dir leider auch nicht wirklich helfen... LG Stephanie


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Hallo, ich arbeite auch 20 Stunden. Von den Arbeitszeiten her finde ich das sehr angenehm. Und ich bin hier zum Glueck nicht die einzige in TZ, im Gegenteil inzwischen gibt es sehr viele, da kommen kaum komische Kommentare. Allerdings habe ich manchmal das Gefuehl, dass mehr von mir erwartet wird, als ich in der Zeit leisten kann. Wir haben z.B. ein woechentliches Meeting, wo wir erzaehlen, was wir in der Woche gemacht haben. Bei mir ist das natuerlich nicht so viel wie bei den anderen (sie haben 5 Tage gearbeitet und ich nur 2.5 in der Zwischenzeit) und ich komme mir bloed dabei vor. Aber vielleicht passiert das auch nur in meinem Kopf.. Denke ein gesundes Selbstbewusstsein ist der beste Schutz, auch wenn man wirklich Gegenwind von Vollzeitlern bekommt. LG Berit


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also, gib Dir und Deinem Umfeld Zeit! Es dauert nach meiner ERfahrung mindestens 3 Monate, bis die Kollegen sich an Deine neue ARbeitszeit gewöhnt haben und die Meetings so legen, dass Du auch daran teilnehmen kannst. Und wegen der´Sprüche: ich kontere dann immer "tja, ich krieg dafür auch nur die Hälfte vom Geld",oder "der stressige Teil des Tages kommt noch" oder "zu Hause warten meine beiden anderen Chefs".. das wirkt dann irgendwann. Aber Du musst Geduld haben. Und nach Möglichkeit auch etwas Flexibilität beweisen. Wenn ein wirklich wichtiges meeting am Nachmittag stattfindet, dann organisiere eine Kinderbetreuung und erscheine dort! Mach aber klar, dass das eine AUsnahme ist. Wenn Dein Umfeld erkennt, dass Du trotz Teilzeit die gleiche Leistung bringen willst (anteilig, versteht sich), dann werden sie Dich auch bald wieder voll integrieren! Ulrike