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off topic: an die Grundschullehrer ANTOLIN

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Hallo, was haltet ihr von ANTOLIN? Es scheint bei uns (erste Klasse) negativ auszuarten. Wir haben die Logins genannt bekommen und das war es. Die Schule selber hat keine PCs. Es gab keine Einführung wie sich die Lehrerin das vorstellt und was sie mit Antolin bezweckt. Also wird es entsprechend unterschiedlich durch die Familien gehandhabt (manche Kinder lesen komplett alleine, manche Kinder bekommen die Bücher vorgelesen und müssen nur die Fragen selber lesen, manche Kinder bekommen noch mehr Unterstzg, manche Kinder haben gar keinen InternetAnschluß und sind komplett außen vor). Die Lehrerin logt sich ein und schaut welches Kind wieviele Punkte hat und veröffentlicht dies teilweise. Und ein Kind hat bereits zu Hause erzählt, daß die Lehrerin nicht glaubt daß sie die Bücher selber liest (was bei manch anderem Kinder teilweise wohl auch stimmt) und muß sich dies zur Zeit auch von den Mitschülern vorhalten lassen. Was soll das??? Wie kann eine Schule OHNE Internet Antolin "einsetzen"? Wie können Lehrer sich einloggen um zu sehen was die Kinder in der Freizeit machen vor allen Dingen wenn nicht klar ist WIE es gemacht wurde. Wir hängen doch auch keine Listen aus in den die Punkte in Mensch-Ärgere-Dich-Nicht (mathematisch und sozial sehr sinnvolles Spiel!) welches wir zu hause spielen aufgelistet werden. Freizeit und Schule sollten meines Erachtens getrennt werden. Ich boykottiere zur Zeit Antolin, weil es meiner Tochter drohte den Spaß am Lesen zu rauben. Der Konkurrenzkampf unter den Kindern ist außerdem sehr nervig. Schlecht programmiert ist es außerdem (der Wechsel zwischen den Fragen ist zu schnell da übergangslos) und ich mutmaße einfach mal so als mißtrauischer Mensch daß hier einige Verlage ihre Verkaufsschancen verbessert haben? Wer kann mir mehr dazu sagen? Ich bin zutiefst verwundert daß das auch noch Geld kostet und würde (wenn ich könnte) den Einsatz an Schulen unterbinden. Einzig sinnvoll würde mir erscheinen wenn die Kinder ausschießlich in der Schule darauf Zugriff hätten - dann wäre auch einen Chancengleichheit gegeben. ODER wenn die Lehrer KEINEN Zugriff auf die Daten der Kinder hätten. Was kann ein Lehrer überhaupt aus den Daten ableiten??? Danke Karin


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Hallo, Leonie kam ganz begeistert mit einem Zettel heim, in der das programm vorgestellt wurde. Darauf stand auch noch, wie toll das von dem Verlag wäre, dass er dieses Programm finanziell unterstützt. Ja, wirklich sehr großzügig von dem Verlag. Ich habe mir das mal angeschaut, wir haben uns eingeloggt und gesehen, dass die Bücher alle von dem Verlag sind, der das so großzügig finanziell unterstützt. Natürlich muss man die Bücher kaufen, ich war am Anfang der irrigen Meinung, man würde die Bücher zur Verfügung gestellt bekommen. Danach war ich diesem großzügigen Verlag, der mit dieser Werbekampagne finanziell schön absahnt, doch nicht mehr so dankbar für dieses tolle Angebot. Sorry, für mich ist das großer Schmu, wir verzichten auf dieses Angebot und lesen andere Bücher, die ich dann mit meiner Tochter gemeinsam bespreche. LG Ivonne


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Eine Inet-Seite für Grundschule? Zu welchem Zweck? Hab noch nie davon gehört. LG Nadine


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hHallo, schau mal hier: http://www.antolin.de/ LG Gunda


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Danke. Ist ja interssant. Ist es aber nicht viel schöner ein Buch in der Hand zu haben? Ist doch richtig, dass das alles per Internat funktioniert? Ich glaube, damit beschäftige ich mich noch mal näher. LG Nadine


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nein, Du mußt ein Buch kaufen, das Kind muss es lesen und dann im Internet fragen dazu beantworten. LG Ivonne


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Man muss also das Buch nicht kaufen. wir an der Schule arbeiten nicht mit Antolin, weil die Schullizenz zu teuer ist und nur wenige Kollegen damit arbeiten würden. Natürlich ist das Ganze letztlich eine Werbekampagne der Verlage, um die Bücher abzusetzen. Warum auch nicht? Es gibt Schlimmeres. Und das Buchangebot ist sehr groß, du kannst auch billigere Ausgaben wie Taschenbücher oder Clubausgaben hernehmen, also wo ist das Problem?


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Hallo, an unserer Schule gibt es ebenfalls Antolin und alle sind begeistert. Bei uns wird Antolin ausdrücklich vom Elternbeirat unterstüztt und bezahlt. Bei uns wurde es Mitte des 1. Schuljahres eingeführt, kurz erklärt und letztendlich jedem selbst überlassen, ob er die Bücher vorliest oder das Kind liest sie selber etc. Bisher hat sich niemand beklagt, weil es jeder so macht, wie er kann. Allerdings werden auch die ERgebnisse nicht öffentlich gemacht. Lediglich der Jahrgangsbeste (der mit den meisten Pkt im Jahrgang). Kinder die kein Internet haben können ab und zu in der Schule eintippen, ansonsten machen sie es nicht. Es wirkt sich nicht auf die Note oder so auch, denn es gehört ja nicht zum Lehrplan. Es ist ein zusätzliches Angebot. Meiner TOchter macht es sehr viel Spass und es hat sie grad am Anfang wirklich zum Lesen angespornt. Das habe ich auxh von anderen Eltern mittlerweile gehört. Wir haben übrigens nichts von irgendeinem Verlag gehört, der die Bücher verkaufen will???!!! Wir leihen alle Bücher aus der Bücherei. Dass die Lehrerin sich einloggen kann ist für mich okay. Es bringt ihr nicht wirklich was, da einige Kinder kein Internet haben, aber es soll wohl idealerweise mal in der Zukunft so sein, dass die Kinder das in der Schule machen können. Was ja auch toll wäre (eine LEsestunde). Ich finde Antolin gut und untersützte den Einsatz an unserer Schule. Bei uns haben aber auch fast alle Familien Internet und eine lesefördende Umgebung. D.h. man muss es wohl für jede einzelne Schule entscheiden, ob der Einsatz sinnvoll ist oder nicht. Gruss Mariakat


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Hallo, man muss die Bücher nicht extra! kaufen. Die Kinder schauen, welche Bücher sie zu Hause haben, aus der Bibliothek bekommen etc. und lesen die Geschichten, beantworten anschließend Fragen dazu. Wer z.B. Das hässliche junge Entlein von Andersen liest, braucht nicht das Buch von dem einen Verlag...egal, wer sie abdruckt, gleicher Inhalt. Optimal wäre eine Stunde pro Woche in der Schule, in der die Kinder die Sachen bearbeiten können. Wenn es zu Hause getan wird, kann es wirklich "ungerecht" zugehen. Der Sinn liegt darin, dass die Lehrerin sieht, wer das sinnentnehmende Lesen versteht. Helfen Eltern dabei..schaden sie ihrem im Prinzip nur ihrem Kind.


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"Helfe Eltern dabei schaden sie ihrem Kind" sehe ich bei der Erfahrung unserer Klasse nicht so - die Lehrerin bekommt den Eindruck ein sehr fleißiges Kind vor sich zu haben und speichert dies ob sie will unbewußt ab. Wenn sie dem Kind unterstellt (auch schon bei uns vorgekommen), daß es "schummelt" (Eltern lesen vor) - dann speichert sie es negativ ab und das Kind ist extrem frustriert. Ich würde Antolin positiv sehen, wenn der Lehrer keinen Zugriff auf das Ergebnis hätte oder nur auf die Aufgaben die in der Schule gelöst wurden. Unsere Schule hat allerdings keinen InternetAnschluß. Danke für die Rückmeldungen - schade aber daß kein Lehrer dabei war. Servus karin


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Hallo, ich bin Grundschullehrerin und begeisterte Antolin-Nutzerin mit Schullizenz. Bei uns läuft es so, dass jedes Kind im Laufe des 1. Schuljahres einen Login bekommt und ihn bis zur 4. Klasse behält. Wir gehen einmal im Monat in die Bücherei unserer benachbarteb Kirchengemeinde und jedes Kind darf sich Bücher ausleihen. So hat jedes Kind die Chance, an Bücher zu gelangen und Fragen bei Antolin zu beantworten. Sie dürfen von zu Hause ODER in der Schule darauf zugreifen, denn Lesen SOLL SCHULE UND FREIZEIT ZU HAUSÈ verbinden und Schule und Familie sollen sich gegenseitig unterstützen. Das fördert wissenschaftlichen Studien zufolge die Stabilität der Lesefreude und ein gutes Leseklima. Ich würde dir und der Klassenlehrerin ganz dringend raten, in diesem Punkt von dem Leistungsgedanken wegzukommen. Denn wie du selbst erkannt hast, sagt Antolin nichts über die Leseleistung aus und will dies auch gar nicht. Es gibt der Lehrerin lediglich Informationen der folgenden Art: Aha, der liest viel, der eher wenig (vielleicht gebe ich ihm als Lehrerin mal mehr Anregung?), der oder die liest gerne diese Art von Bücher oder eher eine andere.... Den Kindern gibt es Lesetipps und trägt dazu bei, dass das Gelesene durch die Fragen nochmal verarbeitet und reflektiert wird. Als zusätzlichen Bonus, um die Kinder zu locken, können dann Urkunden ab einen gewissen Punktestand vergeben werden. Such das Gespräch mit der Lehrerin und erzähl ihr die Bedenken. Vielleicht weiß sie gar nichts von dem Ranking zwischen den Kindern? LG Alema PS: Es sind übrigens inzwischen fast alle Bücher unterschiedlicher Verlage dort vertreten. Wenn ein Buch mal nicht zu finden ist, kannst du es auch selber einstellen. (siehe Benutzeranleitung bei www.antolin.de)


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Hallo, also ich arbeite mit Antolin in meiner 3. Klasse, habe allerdings mit meinem eigenen Namen Bücher aus einer Bücherei ausgeliehen, die bei Antolin gefunden werden können. Diese Kiste steht im Klassenzimmer für einige Wochen zur freien Verfügung. Meine Erfahrung: Die Kinder, die gerne lesen, nehmen das Angebot an. Die, die sowie so nicht lesen, nehmen sich manchmal im Klassenzimmer eins in die Hand. Alte Bücher sind leider nicht abfragbar. Schüler mit größeren Geschwistern haben Vorteile, weil sie Fragen zu dickeren Büchern beantworten können. DAnn gibt es auch mehr Punkte. Es gibt auch Kinder, die kein Internet haben. Ich habe erklärt, dass es nichts macht. Sie lesen trotzdem! Wir haben leider auch keinen Internetanschluss im Klassenzimmer :-( Ich habe auch den Eindruck, dass nur bestimmte Verlage ihre Bücher im Antolin bereitstellen. Der Schroedel Schulbuchverlag ist damit verbunden ... Insgesamt finde ich Antolin o.K. Gruß Cella


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Bin auch Grundschullehrerin und arbeite mit Antolin. Ich habe ein 2. Schuljahr. Die Bücher können sich die Kinder in der Schule ausleihen oder ihre eigenen bearbeiten. Auch die örtliche Bücherei hat inzwischen die Antolinbücher speziell gekennzeichnet. Meine Schüler können die Bücher entweder zu Hause oder in der Schule bearbeiten. Dazu besteht in jeder Woche mindestens in einer Stunde die Möglichkeit. Ich sehe Antolin als Bereicherung zur vielseitigen Leseförderung. Gruß Makri