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Mobbing

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Hallo ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.... Ich hatte mich mit 25 entschlossen noch eine Ausbildung als Arzthelferin zu machen. Mittlerweile bin ich im 2.Lehrjahr und wäre eigentlich in einem Jahr fertig. In der Praxis sind eine Vollzeitkraft und 2 Teilzeitkräfte. Alle drei haben mir von anfang an das Leben schwer gemacht. Es war richtiges Mobbing. Sie haben bei den Chefs lügen über mich erzählt, haben hinter meinem Rücken über mich geredet und wenn irgendwas schief gelaufen ist war ich es immer. Manchmal wurde ich auch dafür angeschrien. Es war wirklich die Hölle. Ich könnte tausende Beispiele aufzählen... Letzte Woche habe ich dann alleine alles meinen Chefs erzählt. Ich musste auch ständig Überstunden machen (im Schnitt 1 Std. am Tag), was auch ok für mich war. Da es ja aufgeschrieben wurde und ich dafür auch mal frei bekam. Dann haben sie aber erzählt ich wäre so langsam und würde deshalb immer länger arbeiten. Was nicht stimmte da sie mir immer mehr aufgaben übertragen haben und ich nicht mehr wusste wo mir der Kopf steht. Sie haben nur da gesessen und sich ein schönes Leben gemacht und ich musste rennen. Zum Schluß haben sie dann die Chefs soweit gehabt das es hieß die dürfen entscheiden wie lange ich länger bleiben muss und ich bekomme nichts aufgeschrieben. Ich musste dann oft von Morgens 7:30h bis 18:30h arbeiten und bekam manchmal die Pause (30minuten) gestrichen. Letzten Mittwoch war ich dann Nervlich so fertig (ich war schon länger psychisch fertig), das mich mein Arzt Krakgeschrieben hat. Das schlimmste daran ist das ich in einer Psychologischen Praxis arbeite! Ich habe dann auch mit meiner Chefin telefoniert...es würde ihr alles so leid tun und sie möchte das ich wieder komme. Sie hat versprochen alles dafür zu tun das es besser wird. Heute soll ich nochmal zu einem Gespräch mit ihr in die Praxis kommen. Ich habe aber Angst davor. Eigentlich würde ich gerne Kündigen. Ich kann und will einfach nicht mehr dort arbeiten, weil ich weiß das meine Arbeitskollegen mir die Hölle machen werden. Ich habe aber auch Angst das wenn ich kündige ich ohne Geld da stehe. Wovon soll ich dann Leben. Das Arbeitsamt wird mich doch dann sperren. Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen sollen. Dann bin ich Alleinerziehend und habe Zwillinge von 5 Jahren, ich muss ja auch an die beiden denken. Vielleicht kann mir jemand von euch einen Rat geben. Ich wäre wirklich dankbar dafür. Liebe Grüße Tanja


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ach du süüßße. Das tut mir aber leid :-(. Bei mir war es auch so ähnlich wie bei dir, aber nur das ich halt von einer person immer gemobbt wurde. Ich bin auch nicht so eine, die alles einstecken kann. Sie hatte mich vor samt patienten blamiert und das lief ich mir nicht gefallen und hab das selbe mit ihr gemacht. Das ganze war auch während meiner Ausbildung auch Arzthelferin. Sie hat es dann mein Chef verpetzt was mir eigentlich auch sch*** egal war. Sie war nicht weniger dran schuldig. Aber Azubi bekommt es immer ab. Ein Rat sollen wir dir geben? Hmmm, an deiner stelle würde ich was deine Chefin gesagt hat ernst nehmen und zu dem termin gehen damit du alles aber auch wirklich alles besprechen kannst. Ab dann würde ich mich auch nicht mehr mobben lassen. Im endeffekt hast duch auch nichts mehr zu verlieren. Drück dir die daumen und gib uns doch bitte bescheid. Lg Gibsyyy die dich drückt und dich versteht


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Ich kenne das Thema Mobbing in der Ausbildung sehr gut. Ist mir auch wiederfahren. Bei mir sprang die Handelskammer ein und hat geholfen. Müsste bei dir eine andere Innung oder Kammer sein, aber ich würde mich dort mal informieren. Die suchen dir bei Bedarf auch eine andere Stelle, wo du die Ausbildung beenden kannst. Liebe Grüße Steffi


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Einfach die Stelle wechseln, um woanders die Ausbildung fertig zu machen ist nicht so einfach. Eigentlich darf das Ausbildungsverhältnis vom Azubi nur dann gekündigt werden, wenn er einen anderen Beruf erlernen will oder sich ganz gegen die Ausbildung entschieden. Aber möglich wäre es vermutlich schon bei Dir. Ich würde auf jeden Fall zu dem Gespräch mit der Chefin gehen und das abklären. Und dann nimm sie in die Pflicht. Sage ihr, dass Du gerne bereit bist, Überstunden zu leisten, aber nur gegen Aufschrieb. Auch wenn Du nicht findest, dass Du langsam bist, so hast Du als Azubi das RECHT, langsamer zu sein als eine ausgebildete Kraft - sag ihr das! Und wenn Du sturzlangsam wärest, gibt es niemandem das Recht, die Überstunden machen zu lassen ohne Aufschrieb, das wäre dann Pech des Lehrherren! Nimm die Chefin in die Pflicht. Bitte sie darum, dass Du mit allen Anliegen zu ihr kommen kannst und verlange, dass sie auch mit den anderen beiden spricht. Ich kenne Arztpraxen ja nur als Patient, aber von 10 Praxen habe ich bei 9 den Eindruck, dass ein Oberdrachen an der REzeption sitzt, der nichts anderes zu tun hat als Kollegen anzupflaumen (manchmal auch den Chef) und Patienten zusammenzustauchen, weil sie - welch Verbrechen - ihre Versichertenkarte oder was weiß ich nicth dabei haben. Insofern kann ich mir vorstellen, dass ein sehr schlechtes Klima bei Euch herrscht und leider haben auch Chefs manchmal vor ihren Angestellten Angst, weil sie Wechsel fürchten - dabei kann ein Wechsel so befreiend sein. Kopf hoch, schau nach vorne und steck nicht ein, sondern wende Dich an höhere Stelle. Gruß Tina


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ich würd mich an deiner stelle auch an eine höhere stelle wenden, und ich glaube nich das es für dich schwierig sein wird ne neue ausbildungsstelle zu beschaffen, wenn du sogar schon ein attest vom arzt hast....so schwer ist das nich! aber ich würde trotzdem nochmal mit deiner chefin sprechen und vor allen dingen, wenn du den arsch in der hose hast (und den solltest du haben ;-) ) auch nochmal deinen kollegen vor deinem chef die meinung geigen.... ich wünsch dir viel glück lg jessi


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ich wurde selbst sehr lange gemobbt, anfangs habe ich das nichtmal mitbekommen. Es war damals mein Chef, ich war schon mit Ausbildung fertig und arbeitete wirklich HERVORRAGEND im Notariat seines Büros. Er hat mir das Leben zur Hölle gemacht, ebenfalls Fehler unterstellt, Termine ausgemacht nach meinem Feierabend, wo ich dann auf die Mandanten warten mußte - die nicht kamen, weil es gar keinen Termin gab. Oder hat mich sonntags daheim angerufen, ich soll mal im Wörterbuch nachsehen was "immobilie" auf Englisch heißt. Wirklich! Alles begann damit, dass ich in einer Kanzlei in berlin, mein dann kennengelernter Freund ein Kollege unserer Münchner Kanzlei war. Nachdem es aufgeflogen war, dass wir zusammen waren (mein Chef vorher nicht landen konnte) hatte ich den Stress. Er hat sogar versucht, Gelder zu unterschlagen und mir das unter zu jubeln, dummerweise habe ich damals unsere KOnten geführt und er hat mich für dümmer gehalten, als ich es war. Ich habe damals sehr sehr rechtzeitig unsere Personalabteilung informiert, die leider nicht in Berlin ansässig war, von daher hat man mir anfangs keinen Glauben geschenkt. In München hat nämlich mein Chef immer angerufen und denen erzählt, wie schlimm das Arbeiten mit mir wäre, ich würde so viele Fehler machen. Gott sei Dank hat damals mein Freund auch noch ein wort mitgeredet und hatte zu unserem Personaler einen sehr guten Draht. Ein Ende fand alles, als ich im Februar nach einem Streit vor Mandanten mit ihm einen Kreislaufzusammenbruch bekam und meine Kollegin den Krankenwagen rief, weil ich hyperventilierte. Mein Chef hat, und das ist jetzt kein Witz, damals dem Krankenwagenfahrer noch seine Karte in die Hand gedrückt mit den Worten "Hier, falls Sie mal hilfe brauchen" Ich war 2 Monate krankgeschrieben und genauso lange in psychologischer Behandlung. Dort hat man mein Selbstbewußtsein sehr gut aufgebaut. Mein Chef hat in der Zwischenzeit meinen Arbeitsplatz neu besetzt, was ein großer Fehler war, denn arbeitsrechtlich darf er das nicht. Ich habe mich hinter seinem Rücken nach einer neuen Stelle umgesehen und sofort eine bekommen, gut, da liegt bei mir der Vorteil Dir gegenüber. An dem Tag, wo er mir gegenüber wieder sein Vertrauen aussprach habe ich ihm die KÜndigung hingelegt :o) War ein geiles Gefühl. Später wurde er aus der Kanzlei entlassen. War auch ein geiles Gefühl. --- Ich weiß es selbst aus unserer Firma, dass es eigentlich fast immer möglich war, in der Azubizeit die Arbeitsstelle zu wechseln, das haben viele Azubis von uns gemacht, wir wiederum haben aber auch Azubis von anderen Firmen unter den Lehrjahren übernommen. Eine "Strafe" für Deine Kolleginnen sollte selbstverständlich sein, Frage ist nur - was erwartet Dich danach? Vielleicht kannst Du Deiner Chefin glaubhaft versichern, dass Du so nicht mehr arbeiten kannst und Angst vor den Kolleginnen hast - und ob sie nicht jemanden kennt, wo Du Deine Lehre fortführen kannst. Halte uns mal auf dem Laufenden. LG Sue


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Hallo, wenn du meinst du schaffst es nicht mehr durchzuhalten bewerbe dich für eine neue Stelle, aber hör nicht auf bevor du was neues hast. Sooo einfach ist das nämlich nicht. Ich hatte damals auch nur noch ein 3/4 Jahr vor mir, es würde ewig dauern u erzählen warum ich die Ausbildung bei dieser Zahnärztin nicht weiter machen konnte. Aber ich hab keine Stelle mehr gefunden wo ich mine Ausbildung zu ende machen konnte und hab dementsprechen nun nichts gelernt. Aber wenn du gut bist, kannst du die Ausbildung verkürzen das heisst du wärst im Frühjahr schon fertig. Sprech mal darüber mit der Schule, der Ärtekammer bzw. mit deiner Chefin. LG Britta


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Hallo, ich kann Dir gut nachfühlen. Ich hatte während meiner Ausbildung auch so Probleme, allerdings mit dem Chef. Das war noch schlimmer. Aber ich habe durchgehalten, weil es immer schlecht ist, woanders wird man gefragt, warum man in der alten Praxis aufgehört hat usw. Das macht sich nicht gut. Aber jetzt muß ich sagen, ist es teilweise nicht besser. Bin auf 400 Euro in einer Allg.arztpraxis. Vorher hatte ich Kinderarzt (Lehre) und Gynäkologe (bis ich schwanger wurde). Ich musste also erst noch viel wieder lernen, auffrischen etc. für Allgemeinarzt. Das war nicht so einfach, mir fehlt einfach immer noch einiges Wissen. An unserer Anmeldung sitzt auch so ein Feldwebel. Die geht sogar am Wochenende in die Praxis, um zu arbeiten, was unter der WOche nicht gemacht wurde. Und dreisterweise schreibt sie sich Überstunden auf. Das finde ich nicht fair. Wir sind immer zu zweit früh, entweder der Feldwebel mit mir oder mit der Kollegin (auch 400 Euro Kraft), da wäre die Arbeit schon zu schaffen. Nachmittags ist es immer relativ ruhig, da schafft man auhc viel. Sie muss sich aber immer ins "Rampenlicht" stellen, immer gut dastehen, wieviel sie doch tut für die Praxis und den Chef. Sie besucht tausend Seminare und Fortbildungen, wir müssten IMMER mit, ich tue es aber selten. Familie geht vor bei mir, außerdem interessiert mich nicht alles. Natürlich habe ich auch Angst, dass sie mich irgendwann rausmobbt, weil ich nicht so ziehe, wie sie will. Aber soweit sind wir noch nicht. Grundsätzlich kommen wir zurecht. Aber das Oberfeldwebelgehabe nervt schonmal tierisch. Vor allem die eigenen Fehler gesteht sie sich nie ein. Du schaffst das. Wenn die Chefin hinter Dir steht und weiß worum es geht, und vor allem, was sie an Dir hat. Da klappt. Halte durch, das eine Jahr schaffst Du schon. Und dann kannst Du Dir ja was anderes suchen. Alles Gute. Melli


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Hallo! Bitte bitte versteh mich jetzt nicht falsch, was ich dir sage: Ich hab schon sehr viele Jobs gehabt und auch Mobbing erlebt (als Zuschauer, nicht als Betroffene) und ich denke: zum Mobbing gehören immer zwei. Einer der mobbt. Und einer der es sich mobben lässt. Denke jetzt bloß nicht ich meine damit du seist selber schuld! Aber du solltest deinen Wert erkennen: Du musst unbedingt an dir arbeiten, dass du selbstbewußter auftrittst und deine Rechte durchsetzt. Z.B. 7.30 bis 18.30 Uhr ohne Pause darf es nicht geben (hab selber schon viel länger ohne Pause geschafft aber freiwillig bzw. aus Ehrgeiz, etwas fertigzukriegen - zwingen darf einen dazu keiner!) Wie kommt's, dass sie über dich bei deinen Chefs erzählen: Also quatschen sie mit den Chefs und du bist still und nimmst dich zurück. Ändere das! Mach ein bißchen Smalltalk, unterhalte dich mit ihnen, geh aus dir raus. Wenn du ein paarmal mit den Chefs einen Schlagabtausch hast, wenn die beiden Hühner zugucken, werden sie beim nächsten mal schon vorsichtiger sein, was sie erzählen - sie wissen nicht, wie gut du mit den Chefs stehst (hätten sie das Gefühl, du bist bei beiden gut angesehen, würden sie sofort bei dir schleimen, so läuft das). Hab Haare auf den Zähnen. Wenn du rennst und die sitzen bequem da, drück ihnen einen Spruch, werde frech, werde unverschämt - sie sind es auch!! Und duck dich nicht, wenn einer dich anschreit. Du musst sofort sauer werden und zurückschießen: Was soll denn das jetzt?! Ich hab doch ....! etc. Du wirst nicht angeschrien, weil du Fehler machst. Du wirst angeschrien, weil andere Leute denken, dass sie dich anschreien können. Sobald sie merken, da läuft nichts, bei der muss man vorsichtig sein, was man sagt, sonst geht sie ab, werden sie dich in Ruhe lassen, glaub es mir. Nicht die Fleißigen und die Ehrlichen sind die "Könige" am Arbeitsplatz. Sondern die Opportunisten mit der größten Klappe. Bevor du kündigst, geh einfach mal mit der Entschlossenheit zur Arbeit, dass du deinen Job gut machst und dir keiner was anhaben kann. Denk an deine Kiddies und dass du den Job brauchst und dass du dich nicht unterkriegen lässt. Lass dich unbedingt von dieser Chefin unterstützen, fordere das ein von ihr, du hast das Recht dazu! Ich wünsche dir ganz viel Kraft, LG, Stefanie