Elternforum Baby und Job

Mobbing noch vor Antritt des neuen Jobs - Hilfe!

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Hi, im November hatte ich mich auf eine Stelle in der Stadtverwaltung unserer nächstgelegenen Kleinstadt beworben und auch den Job bekommen. Ausschlaggebend war dabei, daß ich die beste Qualifikation mitbringe sowie daß ich wegen der sichtbaren Schwangerschaft einen Einstieg als Freiberuflerin mit dem Ziele der zeitnahen Einarbeitung angeboten hatte. Das Problem ist nun folgendes: Der Bürgermeister hatte der Landratstochter den Job bereits zugesagt (natürlich nicht offiziell) und hat mich nun auf dem Kicker, tut aber recht nett Der Knabe, der den Job eigentlich macht und den ich ersetzen soll, obwohl er der Vorgesetzte bleibt, ist schwer krank und fürchtet offenbar, ich würde ihn verdrängen bzw. hat ein Problem mit meinen Qualifikationen - kann mich also vorsichtshalber auch nicht leiden Die Geschäftsführung tut so, als spiele sie mit "offenen Karten", versucht mir aber den Job auszureden, indem meine Freiberuflichkeit angeblich so nicht umsetzbar sei (ich hatte verschiedene Modelle angeboten, die laut meiner Steuerberaterin auch praktikabel sind) und ich Mitarbeitern, die aber dafür bezahlt werden und seit der Jobzusage im Urlaub sind, angeblich unendlich viel Mehrarbeit verursacht hätte (weshalb ich dort auch unbeliebt sei - völliger Quatsch). Man will mir nun also eine Zusage abluchsen, daß ich auf den Job verzichte, da ja alles so kompliziert sei und ich doch einen schweren Start hätte. Im Ausgleich bekäme ich die Zusage auf sichere (*gähn*) freiberufliche Projektarbeit - wer`s glaubt, wird selig. Der Bürgermeister hat mir heute gedroht, man werde meinen Namen in Negativmeldungen in der Presse lesen, falls ich Fehler machen würde und ich müßte mich grundsätzlich auf persönliche (!) Angriffe gefaßt machen. Ich bin mir sicher, auch meine Nachfolgerin wird die Probezeit nicht überstehen, da alles darauf abzielt, die Abteilung aufzuräumen - und dann, wenn die übelste Arbeit geschafft ist, das Landratskind einzustellen, das selbst seinen aktuellen Job erst kündigen müßte (was ja nicht von heut` auf morgen geht) und das sich dann ins gemachte Nest setzt und die Erfolge der anderen feiert. Bestehe ich auf dem Job, dann bin ich mir sicher, daß ich mir aus Rache ebenfalls während der Probezeit gekündigt wird, d.h. egal was ich mache, es ist falsch. Bestehe ich auf dem Job und werde dann gechasst, bin ich meine üblichen Auftraggeber los, was eine Katastrophe wäre. Ziehe ich mich zurück, dann habe ich einen Sperjob (eigentlich) mit einer Menge Sicherheiten kampflos aufgegeben. Alles in allem extrem harter Tobak. Was würdet Ihr tun und welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich? Vielen Dank für Euere Antworten! LG Fiammetta


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Tja, das ist mal wieder das wahre Leben. Du hast genau zwei Chancen: a) du gibst auf und schonst dadurch evtl. dein Nervenkostüum b) du ziehst die Geschichte durch und hast mit ein bißchen Glück, sogar großen Erfolg Wie wichtig ist dir der Job ? Oder geht es dir mehr ums Prinzip ? Lena


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Hallo, arbeitest Du denn freiberuflich für die Stadt, oder wirst Du angestellt? Hast Du denn nebenher noch andere Kunden? Ich arbeite selbst bei einer Stadtverwaltung ( ca. 95.000 Einwohner ) und ich persönlich finde, es ist die Pest. Nicht meine Arbeit, aber im Personalbüro und in allen anderen Querschnittsämtern ist immer noch das Verhalten von vor 30 Jahren aktuell ( bloß nichts Neues einführen, nicht zuviel denken und ja nicht zuviel arbeiten ). Ich verstehe nur nicht, warum Du überhaupt die Zusage bekommen hast.... bei uns sind die Jobs meist auch schon vergeben, wenn sie ausgeschrieben werden, aber dann bekommt auch wirklich niemand anderes den Job. Was machst Du denn für die Stadt? Ich persönlich bin immer für kämpfen, aber es kommt auch darauf an, ob absehbar ist, ob es sich lohnt. Wegen der rechtlichen Möglichkeiten würde ich mich mal bei einem Rechtsanwalt (oder bist Du in der Gewerkschaft, dann kannst Du Dich da auch erkundigen) erkundigen. LG und alles Gute Stephanie


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Falls du dich stark genug fühlst, das durchzuziehen: Einen guten Anwalt für Arbeitsrecht suchen und mit ihm die Sache besprechen. Bin selbst noch im Jurastudium, also noch weit entfernt eine Expertin zu sein, aber was du beschreibst schreit förmlich nach mehrfacher Verletzung des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes, das seit August 2006 in Kraft ist und von vielen Arbeitgebern noch in keiner Weise umgesetzt wird. Es rollen bereits Klagewellen auf die Gerichte zu, da schon Indizien und Hinweise auf Verletzung des Gesetzes ausreichen um Klage führen zu können. Die Arbeitgeber sind dann in der Beweispflicht, dass sie sich doch daran gehalten haben. Das Gesetz bezieht übrigens nicht nur Arbeitnehmer sondern auch Kunden, Lieferanten, Geschäftspartner usw. in seinen Anwendungsbereich ein. Bist du bei deiner Vertraggestaltung mit dem Amt zu keinem Zeitpunkt auf dieses Gesetz hingewiesen oder es dir eläutert worden, ist das bereits ein hinreichendes Indiz, dass es missachtet wurde und erhöht deine Chancen bei Klageführung enorm. Wie gesagt, bin keine Expertin aber da müsste was gehen... junima