xvnessa
Hallo alle zusammen!☺️ Ich wünsche mir gerne Austausch und Erfahrungsberichte von anderen Mama's, die sich dazu entschieden haben relativ früh wieder arbeiten zu gehen. Momentan stoße ich auf sehr viel Missverständniss, Vorwürfe und Vorurteile, würde mir aber wirklich einfach mal gerne Erfahrungsberichte von anderen Mama's anhören, die eventuell in einer ähnlichen Situation sind/waren. Mein Sohn wird mit 7 Monaten in die Krippe gehen. Ich werde dann 35h/Woche arbeiten mit festen geregelten Arbeitszeiten. Mein Mann arbeitet Vollzeit, hat aber unterschiedliche Schichten. Die Schichten fallen so, dass der Kleine nie ganztags betreut werden muss, sondern entweder um 2 wieder abgeholt werden kann, oder um 10/halb 11 erst von meinem Mann hingebracht werden kann. Zudem hat er auch teilweise mal eine ganze Woche frei, wenn der davor Nachtschicht hatte. Ich selbst werde jeden Tag von 8:30 bis 15:30 arbeiten. Man könnte also fast sagen, unsere Jobs sind so gut kombinierbar, dass wir beide (fast) Vollzeit arbeiten können und trotzdem keinen Ganztagsplatz benötigen. Das ganze möchten wir aus zwei Gründen machen, a) werde ich mit 35/h die Woche immernoch weniger verdienen, als andere an Elterngeld erhalten (ihr könnt euch also vorstellen, dass ich imoment kaum etwas bekomme) und b) arbeite ich einfach auch sehr gerne und mag den Austausch mit meinen Kollegen, ich bin also entspannter mit einem geregelten Tagesablauf. Hattet ihr eine ähnliche Situation & könnt berichten? Und bitte verschont mich mit Belehrungen und oder Sätzen wie "dann bekommt man kein Kind/das weiß man doch vorher/wie kann man nur...." Einen Mann fragt man auch nicht, wo eig. das Kind abgeblieben ist, wenn er ein paar Tage nach der Geburt wieder Vollzeit arbeitet. Danke :-) LG Vanessa mit Stupsi
mein oberster tipp: hör damit auf dich zu rechtfertigen. dein ganzes posting strotzt vor "habt mich lieb auch wenn ich sowas böses mache!!" du machst nichts böses und wenn jemand das anders sieht ist das wayne. allein du und dein mann entscheiden wie ihr das macht und solange es euch allen damit gut geht ist es auch gut. wir haben 4 kinder und ich bin nach jedem kind schon nach wenigen wochen langsam wieder in den job reingerutscht. ich bin selbständig dewegen kann ich das gut einteilen und kann notfalls auch mal zurückrudern wenn irgendwas nicht klappt wie geplant aber natürlich muss ich einfach auch sehen dass ich die familie ernähren kann. mein mann bezieht bei uns das elterngeld und arbeitet seit 11 jahren teilzeit in elternzeit. direkt nach den geburten mit 0 stunden, das hat er dann immer gesteigert wie es gepasst hat. alle kinder kamen mit 12 monaten in die kita. diese aufteilung haben wir gewählt weil mein mann besser mit kindern umgehen kann als ich. ich liebe meine arbeit und hätte eher auf kinder verzichtet als die arbeit aufzugeben. auch wenn ich meine arbeit gut einteilen kann und deswegen auch tagsüber zur verfügung stehe wenn es notwendig ist liege ich im schnitt bei deutlich mehr als den üblichen 40 wochenstunden, eher so bei 50/60. das muss ich halt nachts und am wochenende reinarbeiten. das passt gut für mich. wenn es nicht passen würde müssten wir uns zusammensetzen und schauen wie wir es anders hinkriegen. aber gesetzt ist: ich erarbeite das familieneinkommen, das einkommen meines mannes ist "on top", derzeit leben wir gut von meinem einkommen aber mit 4 kindern gibt es auch nicht viel spielraum nach unten also sind 40 wochenstunden für mich schon fast das bare minimum, wenn ich dauerhaft weniger arbeite müssen wir an unserem lebensstandard drehen. den kindern geht es gut damit. wir haben eine richtig gute kita gefunden. das war uns wichtig wenn die kinder schon so früh hinsollen. die erzieher*innen sind zugewandt und liebevoll, die kinder werden gefördert und gesehen. in der gruppe sind kinder bis zur einschulung so dass alle bis auf k1 schon ein geschwisterkind in der kita hatte, außerdem kannten die kinder die einrichtung und die erzieher*innen vom bringen und holen. ach so, noch ein tipp: schaut dass ihr möglichst viel regelmäßigkeit reinbekommt. kinder sind gewohnheitstierchen und dieses heute wirst du dann geholt und morgen anders verwirrt sie meistens. aber das ergibt sich sicher mit der zeit.
Du hast mdst einen Rechenfehler in deinem Post - nach 6 Stunden Arbeitszeit musst du zwingend eine Pause von einer halben Stunde einlegen. Bei den genannten Zeiten bist du also 35 Stunden im Betrieb, erzielst aber eine Arbeitszeit von 32,5 Stunden........ Und wenn du eh so wenig verdienst, verstehe ich nicht, warum ihr das wenige Geld dann in eine Krippe investiert. Insgesamt wirkt dein Post sehr inszeniert. Ich habe eher den Eindruck, dass du Stimmung machen willst - sind ja auch Ferien 😎
Der Post ist nicht inszeniert :)
Hallo Vanessa, meine Situation ist zwar nicht 100% mit Deiner vegleichbar, aber zumindest teilweise: Unser Kleiner ist jetzt 5 Monate alt und Ich bin direkt nach dem Mutterschutz wieder 30h/Woche arbeiten gegangen. Ich mache extra nicht mehr Stunden damit Ich keine Pause machen "muss" und so arbeite Ich "nur" von 9-15 Uhr. Der Unterschied bei uns ist, dass der Papa komplett zu Hause ist und der Kleine nicht in die Betreuung muss. Trotzdem weiß Ich, wie Du dich fühlst. Von Anfang an - schon in der Schwangerschaft, als Ich von unseren Plänen erzählt habe - waren alle entsetzt und haben mir ein schlechtes Gewissen gemacht weil das Baby doch seine Mama rund um die Uhr brauchen würde. Ich habe mich lange schlecht gefühlt aber ganz ehrlich: Es läuft super und mittlerweile bin Ich mir sicher, dass nicht zählt wie viel Zeit man zusammen verbringt sondern die Qualität der Zeit, die man zusammen hat. Versuche unbedingt, nur auf dein Gefühl zu hören und scheiß drauf, was die Leute sagen :-) Eine zufriedene Mama ist bestimmt auch eine bessere Mama! Liebe Grüße
Das Elterngeld gibt es ja erst seit 2007, davor war es ziemlich normal, dass wenig Vermögen der Eltern ihre Kinder früh in die Krippe gegeben haben, ganz besonders in Ostdeutschland. ich selber habe es genossen, dass mein Kind 14 Monate zu Hause war und hätte gerne noch vier Monate mit der Kindertagesstätte gewartet. Ich konnte mir das aber auch nicht leisten. Und arbeiten finde ich ebenfalls nicht schrecklich. Und den Kindern ist es völlig egal, solange sie sichere Bezugspersonen in der Einrichtung haben! Wie hier schon geschrieben, würde ich Regelmäßigkeit anstreben. Mit einer Woche Pause macht Man manchmal mehr kaputt als gut. Schon nach einer Woche Urlaub merken wir, dass die ersten Tage etwas anstrengender sind. Aber am Ende werdet ihr euren ganz eigenen Rhythmus finden!
Also wirschaftlich ist das ja nicht wirklich, was ihr vorhabt. 35 h/Woche und nicht mehr als Elterngeld verdient? Das EG wird zudem gekürzt un den Betrag den du zuverdienst. Hinzu kommen die Kosten für einen richtig teuren Krippen-Plätze. Habt ihr den überhaupt einen Platz; der zu eurem Plan passt? Der Anspruch auf Betreuung besteht erst mit Vollendung des 1. Geburtstag. Die Krippen arbeiten zudem nach pädagogischen Konzepten, da wird es nicht gern gesehen, wenn die Kinder außerhalb der vorgesehen Zeiten abgegeben/ geholt werden. Ich mag meinen Beruf und meine Kollegen auch sehr gern, aber dass hätte ich nicht mitgemacht. Grundsätzlich bin ich Pro Krippe/Kita und schnellen Wiedereinstieg in den Beruf. Wir haben uns bemüht, unsere Kinder rund um den 1. Geburtstag herum in die Beteuung durch die Kita zu geben. Das hat bei Kind 1 noch relativ gut mit einem super teuren Firmen-Krippen-Platz geklappt. Bei Kind 2 bis Kind 4 wurde es mit dem Krippenplatz im städtischen Kita jedoch immer später. Kind 4 hat dann mit 20 Monaten erst einen Krippenplatz bekommen. Bei Kind 4 bin ich wieder ab dem 5. Monat mit 30h in den Beruf eingestiegen als TZ in EZ. Das war aber 2021/2022; da gab es quasi HO für alle. Sowohl mein Mann als auch ich haben zu hause gearbeitet. Und das Baby war einfach dabei. Es wurde schwieriger, als Kind 4 dann mobiler wurde; aber da sollte es ja eigentlich auch schon in dir Krippe (so der urspüngliche Plan). In den Krippen-Gruppen meiner Kinder waren U1/Babys eher die Ausnahme. Im Firmen-Kita von Kind 1 war 1 Kind mit 7 Monaten in der Gruppe; der Firmen-Kita hat Kinder theoretisch ab 8 Wochen aufgenommen; praktisch ab 6 Monate. Aber halt sehr teuer. Bei Kind 4 war auch 1 Kind mit 6/7 Monaten aufgenommen worden, das war das Kind der Kita-Leiterin. So konnte sie wieder arbeiten, und hat natürlich tagsüber das Baby gesehen. Mein Fazit: Es schadet nicht, aber profitieren wird ein U1 Baby von Fremdbetreuung in der Krippe nicht. Die Krippen sind auch nicht begeistert U1 Babies aufzunehmen, zum einen ist die Warteliste der Ü1 Kinder für die Krippe in der Regel sehr lang. Und U1 Babies stören den Ablauf in der Krippe: der pflegerische Aufwand ist nochmal höher (müssen getragen, öfter gefüttert, bekommen noch Milch, interagieren nicht wir Ü1 Kinder). In der Regel brauchen die U1 Babies eine 1:1 Betreuung; am besten natürlich immer von der gleichen Person. Also hat man hier wieder Probleme mit dem Personalschlüssel. Ich würde mir den Plan nochmal überlegen; vielleicht findest ihr noch eine andere Möglichkeit euer Kind betreuen zu lassen. Oder der Vater nimmt EZ für die Zeit deines beruflichen Wiedereinstieges. Rechnet es doch mal durch.
Also ich kann hier mal ein kleines Update geben, da wir momentan in der Eingewöhnungsphase sind :) Ganz kurz zu dem wirtschaftlichen: ich verdiene natürlich mehr als ich dann jetzt an Elterngeld hatte, ich meinte das mein Elterngeldbezug nur sehr sehr wenig ist & deutlich unter dem maximalen Bezugsbetrag liegt. Wenn ich arbeiten gehe habe ich gerade so 1,7 netto, was immernoch unter dem Elterngeldbezug von anderen Müttern z.B. liegt. Mein Mann kann keine Elternzeit nehmen bis April, da noch in Ausbildung. Also keine Option. Wir haben gesetzlich keinen Anspruch unter 1 Jahr, dementsprechend war die Suche schwieriger, aber wir haben eine wundervollen Krippe gefunden. Momentan sind dort mit unserem Baby noch 3 weitere Kids, aber Ü1 auf 2 Betreuungspersonen. Wir sind wirklich Happy und das wichtigste - dem kleinen Mann geht es auch gut und er hat schon Freunde zum Spielen gefunden. Also happy end für alle :)
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