Mitglied inaktiv
Ich habe zwei Kinder, 22 Monate und 3 Monate alt. Seit der ersten SS bin ich zu Hause, vorher war ich Wissenschaftl. Mitarbeiterin an der Uni. Das zu Hause sein bis zur Geburt des zweiten Kindes war ganz ok. Habe nebenbei noch ein Ergänzungs-/Fernstudium gemacht, mit großem Erfolg. Leider habe ich bis zur Geburt nicht mehr das Studien-Pensum geschafft, was ich mir vorgenommen hatte. Aber gut, ich hab mir gesagt, ich nehme halt mal eine Auszeit. Aber seitdem das Baby da ist, bekomme ich manchmal fast Zustände. Mein Mann ist arbeiten, und bei mir dreht sich alles nur noch um die Kinder. Der ganze Tag besteht nur aus wickeln, füttern, essen, dem Großen hinterherrennen, wieder wickeln, hinterherrennen, usw. usw. usw.... Ich habe das Gefühl, ich versinke in einen einigermaßen öden Alltagstrott. Ich unternehme viel mit den Kindern, aber das ändert nichts daran. Ich bin auch super vergesslich geworden. Mein Mann meint, das könnte daran liegen, dass ich geistig nicht mehr gefordert werde. Ich denke, das stimmt sicher zu einem großen Teil. Das Auf- und Erziehen kleiner Kinder ist zwar mehr oder weniger anstrengend, aber erfordert ja nun wirklich keine großen Geistessprünge. Es ist schon soweit gekommen, dass ich mich zu meinem Studium kaum noch motivieren kann. Brauche bis zum Beginn der Abschlussarbeit nicht mehr viel machen, kann mich aber kaum aufraffen. Es ist wie ein Teufelskreis. Hab auch schon nach einem Job Ausschau gehalten, aber für ein paar Stunden pro Woche ist ja praktisch nichts Gescheites (Anspruchsvolles!) zu finden. Als sog. Servicekraft (was reihenweise gesucht wird) oder Klamottenverkäuferin bei H&M will ich nicht enden... Ich bin auch nicht der Typ, der in Haushalt und Familie nun sein allergrößtes Glück findet. Ich will - und werde - nicht zum "Muttertier" mutieren (wo die größte geistige Anforderung darin besteht, irgendwelche Musikstunden u.ä. der Kinder zu organisieren). Auch mein Mann legt DARAUF keinen Wert. Er will eine moderne Frau, die auch noch was anderes kann als Kinder... Er geht voll arbeiten, was ja auch in Ordnung ist. Immerhin sorgt er so momentan als einziger für den Lebensunterhalt der Familie. Und das so gut, dass wir keine Sorgen haben. Wobei es mir gar nicht gefällt, dass ich bei eigenen Wünschen finanziell etwas auf ihn angewiesen bin. Er erfüllt mir gern Wünsche, aber ich möchte das SO gar nicht. Mein Arbeitsvertrag war befristet, war vor der Geburt des zweiten Kindes beendet und das Forschungsprojekt von damals ist auch zu Ende. Im Moment besteht keine Aussicht, dort wieder irgend etwas zu bekommen. Und so hänge ich hier zu Hause mit zwei kleinen Kindern am Rockzipfel und krieg die Krise...
mir gehts ähnlich. lg doreen
Ich reihe mich auch ein. Die Kinder sind 4 Jahre und 6 Monate, und ich habe mich jetzt auf eine "richtige" Stelle beworben, also nicht nur Job, sondern karrieremäßig. Könnte hier manchmal die Wände raufgehen. Ich muss einfach wieder raus, den Kopf anstrengen usw. Einen Rat kann ich Dir also leider nicht geben, außer, Dir wieder eine entsprechende Position zu suchen und die Kinder dann betreuen zu lassen - bevor sich die Frustration aufstaut. LG
Das schaffst Du schon noch - du mußt Dich nur erst einmal wieder aufraffen etwas für Dein Studium zu tun und wenn Du da im richtigen Rhytmus und Lerntrott wieder drin bist dann läuft es von alleine weiter. Es ist halt wie bei einer Dampflok - es deuert bis sie startet aber dann ist sie kaum noch zu bremsen. Also reiß Dich zusammen und versuch die Dampflok zum Starten zu bringen. Dann geht es Dir auch wieder besser. Das wird schon. Servus Karin
Du hast vollkommen Recht. Es ist eigentlich simpel und ganz klar, in der Realität aber trotzdem schwierig ;-( Das Problem ist, dass ich eigentlich nur Abends Zeit habe, was für das Studium zu tun. Was mir sogar entgegen kommt, weil ich ziemlich nachtaktiv bin. Aber irgendwie - nach einem Tag mit den beiden Kleinen bin ich immer froh, wenn mein Mann kommt und ich eine Weile quasi nichts machen brauche. Dann reichts nur noch für surfen, rumhängen und ähnliches. Die Luft ist dann einfach raus.
Hallo, vor allem erstmal: keine Panik! Das ist eine schwierige Phase, hatte ich auch schon, geht aber auch vorüber. Deine beiden sind auch eng beieinander, das ist klar, dass das anstrengend ist. Unabhängig von der Anstrenung mit den Kindern must Du Deine eigene Perspektive klären, denn das ist der Kern des Problems. - Wie alt bist Du? - Wie viele Semester oder Scheine fehlen Dir noch zum Ende des Studiums? - Wie sind Deine beruflichen Pläne darüber hinaus? Die Unzufriedenheit, die aus dieser beruflich ungeklärten Situation entsteht, scheint mir das wirkliche Problem. Wärst Du da halbwegs zufrieden (hättest was in "trockenen Tüchern") dann würdest Du auch das Familiäre noch gelassener hinkriegen. Deswegen: mach Dir einen Plan, am besten mit einer Kommilitonin, geh zur Studienberatung, überleg Dir einen zeitlichen Rahmen, in dem Du das Studium beenden kannst. Schau, ob Du an der Uni Kinderbetreuung organisiert kriegst. Uni-Krippe, Netzwerk mit anderen studentischen Müttern, gegenseitig abwechseln bei der Betreuung. Reservier Dir unabhängig davon Zeit für Dich auch jetzt schon (zwei Abende in der Woche oder so). Also, pack das an, entwirf Dir einen Weg (nicht gleich übertreiben, aber Ziel fest fixieren). Dann schaffst Du das. Und denk dran: Du hast dann Deine Kinder schon und die schwierige Zeit hinter Dir, die auf andere erst noch zukommt.....wird Dir auch noch eines Tages sehr positiv erscheinen, glaub´s mir! viel Glück, Christiane
Wie ich schon geschrieben habe, das ist kein normales Hochschulstudium. DIESES habe ich bereits vor Jahren abgeschlossen. Habe danach ja an der Uni in der Forschung gearbeitet. Das Studium jetzt ist lediglich ein Ergänzungsstudium, und zwar als Fernstudium. Da gibt es keine Scheine in dem Sinne, keine Studienberatung, Kommilitonen nur über ein spezielles Forum, keine Uni-Kinderbetreuung, und der zeitliche Rahmen ist vorgegeben. Ende: Mai 2008. Beruflich ist allerdings alles unklar, das stimmt. Mein (erster) Studiengang ist zwar bei Bewerbern heiss begehrt, bei Arbeitgebern deutlich weniger...
.....na dann hast Du ja auch schon einiges geschafft, wenn das jetzt Dein Aufbaustudium ist. Tatsächlich brauchst Du jetzt einen Motivationsschub, dass Du das durchziehen willst, eine gute Zeiteinteilung, das musst Du mit Deinem Mann besprechen, wenigstens mal für zwischendurch Babysitter oder Kinderbetreuung mit anderen gemeinsam im Wechsel planen. Ein Zeitplan und eine feste Struktur und dabei eben kinderfreie Zeiten sind der entscheidende Punkt. Habe ich mir auch immer so organisieren müssen in der Promotions- und Postdoktorandenzeit an der Uni. Du brauchst ein Netzwerk und klare zeitliche Strukturen sowie feste Absprachen mit dem Papa. Dann wirst Du das schaffen! LG, Christiane
Hallo. Tja , da kann ich jetzt auch gar nicht viel raten. Schwierig. Nur mitfühlen. Es geht, glaube ich, ganz vielen Müttern mal so. Ich kenne das jedenfalls auch sehr gut, diese unangenehme Mischung aus Überforderung dadurch, dass man quasi ständig auf "stand by" geschaltet ist und nie ganz runterkommt (daher auch die Vergesslichkiet, vermute ich) und Unterforderung, weil alles so fürchterlich einseitig sein kann. Auszeiten/ Arbeitszeiten wären Gold wert, aber du hast ja noch so ein kleines Baby. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass die Rahmenbedingungen ja nur eine relativ kurze Zeitspanne in deinem Leben so bleiben werden wie jetzt. Die Kinder werden größer, damit hast du mehr Möglichkeiten, dir Auszeiten zu gönnen, folglich wieder mehr Kraft und Energie, das Studium wieder konsequent anzugehen. Vielleicht könnte dein Mann ja auch jetzt schon seine Arbeitszeiten reduzieren, so dass ihr euch BEIDE mehr um die Kinder kümmern könnt und nicht alles an dir hängen bleibt?! In einem allerdings kann ich dir nicht so ganz folgen: Ich finde, es ist schon eine große auch geistige (und spirituelle?) Herausforderung, sein Kind, also einen brandneuen Erdenbürger, ins Leben zu begleiten. Da kann man auf vielen Ebenen selber mitwachsen, seine eigene Lebensphilosophie hinterfragen, neue Perspektiven entdecken. Das kannst du im Moment vielleicht nur nicht sehen (verständlicherweise, dazu muss man nämlich auch mal Distanz haben dürfen) - so im Alltag eingeklemmt zwischen Wickeltisch und Legoklötzen...
Hallo! Habe auch bis zur Geburt unserer Tochter als WiMi gearbeitet und plane gerade ein Fernstudium zu beginnen. Bin mir aber noch nicht ganz sicher, was genau und bei welcher Fernuni. Darf ich mal fragen wo Du Dein Studium absolvierst und wie Du mit den Studienbedingungen zufrieden bist?
Hallo! Ich absolviere ein Studium an einer Journalistenschule. Genauer gesagt an der Deutschen Fachjournalistenschule. Das ist die einzige Journalistenschule, bei der man per Fernstudium studieren kann (und dort auch nur auf diese Weise), und hat außerdem keine Altersbeschränkung. Ist im Prinzip für fast jeden Akademiker etwas, weil man über jedes Fachgebiet journalistische Artikel schreiben kann. Das ganze dauert max. 2 Jahre, man muss 12 Module bearbeiten, und natürlich eine Abschlussarbeit. Das ganze funktioniert recht gut (sofern man sich auch nur annähernd motivieren kann...). Ich habe pro Modul immer so ca. 1 Monat gebraucht, stressfrei. Das ganze kostet natürlich Geld, ist aber auch seriös. Man muss sich bewerben. Mir hat es immer Spass gemacht, fand es auch sehr interessant. Insgesamt interessanter als mein Erststudium. Bin nur halt in einem Motivationsloch und finde den Ausstieg nicht :-( Die Bedingungen sind ansonsten recht gut, bei Fragen an Tutoren oder die Direktorin kommen immer sofort nette und sehr hilfreiche Antworten. Ist inhaltlich auch für jeden zu schaffen. Hier mal der Link: http://www.fachjournalistenschule.de/ Wenn Du noch Fragen hast, nur zu.
Hallo Jana, ich kann Dich sehr gut verstehen. Meine beiden Kinder sind 2,5 Jahre bzw. 5 MOnate alt. Mich schafft der Alltag mit den beiden auch in doppelter Hinsicht bzw. hat geschafft. Ich war den ganzen Tag auf Trapp und hatte alle Hände voll zu tun und war auf der anderen Seite geistig nicht gefordert. Nun bin ich froh, dass die Krippe der Großen wieder geöffnet ist und der kleine nun in der 2. Eingewöhnungswoche ist und ich heute schon 3 Stunden ganz für mich habe. In 2 Wochen darf ich auch endlich wieder arbeiten! UNd mir geht es viel besser, vorher habe ich mich nicht wohl in meiner Haut gefühlt, ich kann nicht den ganzen Tag nur für meine Kinder da sein, ich muss auch mal für mich sein können und nicht nur Abends, wenn ich schon müde bin. Vielleicht hilft es Dir ja auch, wenn Du eine Betreuung für Deine Kinder findest. Eventuell reicht Dir ja ein verläßlicher Vormittag in der Woche, an dem Du zunächst einfach wieder Motivation findest, für Dich etwas zu tun, etwas Schönes,geistig anregendes, nichts verpflichtendes und dann gelingt es Dir bestimmt besser, Dich für Dein Studium zu motivieren. Viele Grüße, Sabine
genau das, was du beschreibst, war für mich der grund, gaaanz schnell wieder arbeiten zu gehen, obwohl ich eigentlich geplant hatte, recht lang daheim zu bleiben :-). zu deiner situation: ich habe während dem erziehungsjahr mit meiner tochter (zumindest in der zweiten hälfte) für ein staatsexamen gelernt und dieses dann während einer vollzeitarbeit abgelegt. das ging, da mir meine tochter abgenommen wurde, und zwar von mutter und mann. könnte dein mann dir nicht einen studiensamstag geben? bei uns war samstag immer "papatag", d.h. papa war mit hannah unterwegs oder daheim und ich war "weg" in meinem arbeitszimmer. hat sehr gut funktioniert. mal sehen, wie das hier ab 10.9. dann mit zwei kindern geht... alles gute jedenfalls!
Ich kann das so gut verstehen. Bei mir kam noch erschwerend dazu, daß mein Sohn verhaltensauffällig ist, was meinen Alltag so anstrengend macht, daß ich psychisch total erschöpft bin. Meine Kinder sind jetzt 5 und 3 und für mich waren es die härtesten 5 Jahre meines Lebens. Ich hätte so gerne wieder gearbeitet, aber verschiedene Umstände (Risikoschwangerschaft, Hausbau, Umzug, fehlende Betreuungsangebote) haben es die beste Entscheidung erscheinen lassen die Zähne zusammen zu beißen und daheim durchzuhalten. Für mich war es nicht die beste Lösung, für meine Kinder denke ich schon. Ob es die beste Lösung war, weiß ich nicht. Ich habe schon einen Preis dafür bezahlt. Andererseits war es mir schon wichtig, in den ersten Lebensjahren meiner Kinder da zu sein. Im Nachhinein gesehen, geht die Zeit dann doch schnell vorbei. Nächste Woche wird auch mein zweites Kind in den Kindergarten kommen und die Jobsuche läuft auf Hochtouren. Jetzt kann ich auch flexiblere Arbeitszeiten anbieten und habe ein Vorstellungsgespräch für meine Traumfirma bekommen. Ich glaube mir wird es dann viel besser gehen und das was ich durchgemacht habe wird mir helfen nur ein erträglich schlechtes Gewissen zu haben, wenn meine Kinder bis 14 oder 15 Uhr in KiGa oder nächstes Jahr nach der Schule in den Hort gehen.
Habe mir den Link mal angesehen, hört sich durchaus interessant an. Werde mich mal genauer damit befassen. Wie hoch ist bei Dir in etwa der Zeitaufwand ? Liebe Grüße (aus) Bremen
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