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Hat es auch jemand nicht geschafft?

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Hallo, ich lese hier oft von vielen Erfolgsgeschichten, was Arbeit + Muttersein betrifft und frage mich, ob es auch Familien gibt, die den Spagat zwischen Beruf und Familie nicht geschafft haben, oder zumindest Abstriche (z.B. Stundenreduzierung) machen mussten. Ich arbeite seit Ende des Mutterschutzes wieder, im 1.LJ meines Sohnes 30 Stunden, seit Januar 41 Std. / Woche. Mein Mann arbeitet voll und ist oft beruflich unterwegs. (D.h. manchmal ist er nur am Wochenende da oder spät abends). Wir haben bis vor 4 Wochen gebaut (fast alles selbst gemacht und insg. 2 Jahre Bauzeit gehabt). Letztes Jahr war mein Mann über 3 Monate krank und zwischenzeitlich 5 Wochen zur Kur. Ich war oft kurz davor, nicht mehr zu können. Im Januar habe ich eine Mutter-Kind-Kur verschrieben bekommen, die ich nicht antreten konnte, weil in meinem Krankenkassentarif (Privat) keine Kur vorgesehen ist. Im Moment geht alles wieder bergauf, ich habe zwei Wochen Urlaub mit meinem Mann zusammen (der erste gemeinsame Urlaub seit der Geburt unseres Sohnes vor 15 Monaten). Wir sind zwar nicht weggefahren, aber die gemeinsame Zeit tut schon gut. Wir werden jetzt sehen, wie es ohne den Umbau weiter läuft. Aber wir haben schon einmal angedacht, dass einer von uns die Stunden reduziert, weil ich manchmal das Gefühl habe, das Pensum nicht zu schaffen. Dazu kommt, dass ich 13 Stunden im Büro arbeite und 28 Stunden zuhause. Natürlich ist es toll einen Heimarbeitsplatz zu haben, aber es ist auch sowas von anstrengend und bedeutet oft abends oder nachts nach zu arbeiten. Einen richtigen Feierabend kenne ich gar nicht. Kennt ihr auch solche Schwierigkeiten? Wie habt ihr euch Hilfe geholt bzw. was organisiert, um alles besser in den Griff zu bekommen? Bei uns z.B. putzt Antons Kinderfrau die Wohnung, wenn sie da ist. Außerdem hat sie von sich aus angeboten, an den zwei Tagen, an denen sie da ist (meine Bürotage) auch zu kochen. Das ist schon eine enorme Erleichterung. Außerdem bekommen wir Donnerstags immer eine Lieferung vom Bioladen (Obst, Gemüse, Brot etc.) Vielleicht mögt ihr mir ja erzählen, wie es bei euch geregelt ist, was vielleicht nicht so gut geklappt hat oder wie es besser klappen kann. Ich bin einfach mal neugierig und vielleicht kommt mir ja auch noch die eine oder andere zündende Idee. LG Stephanie


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also nimms mir nicht übel, aber zeig mir doch mal bitte eine Stelle, wo es bei Euch nicht klappt? Ihr habt BEIDE einen Job. Das Kind ist in Betreuung. Ihr baut ein Haus. Ihr macht Urlaub. Ihr habt eine Putzfrau. Und wo ist Eure Geschichte nicht von Erfolg gekrönt??? Da kenn ich aber ganz andere... LG Sue


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vielleicht sollte ich das posting nochmal lesen, um zu verstehen, wo irgendwas nicht geschafft worden ist?? also, ich würd mal sagen: alles klar Schiff geregelt ;-) LG JAcky


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Ok, ich habe mir gerade meinen Beitrag mal durchgelesen und gebe euch recht. Ich hab mich nicht so ganz klar ausgedrückt. Also ich habe ja kein richtiges Problem. Es ist halt so, dass alles geregelt ist und offensichtlich gut läuft, aber ich trotzdem immer das Gefühl habe, nicht allem gerecht zu werden. Das ist jetzt auch wieder falsch ausgedrückt. Also ich glaube, dass es unserem Sohn wirklich gut geht mit unserer Lösung. Im Job bin ich auch gut. (Hört sich jetzt eingebildet an, aber so empfinde ich das und mein Chef bestätigt es). Ich denke immer, dass ich vielleicht noch etwas verbessern könnte, etwas noch besser organisieren könnte etc. Manchmal glaub ich, ich bleibe auf der Strecke, manchmal denke ich wir rackern uns beide so ab und es lohnt sich gar nicht. Wie kommt man dahin, wirklich mit sich im Reinen zu sein und wissen, dass alles ok ist, wie man es macht? Es würde mich einfach interessieren, ob ihr auch manchmal denkt, dass es zwar ok aussieht wie es läuft, aber es sich anders anfühlt. Das habe ich oben nicht geschrieben, aber: Warum z.B. lässt es mich gar nicht kalt, wenn ich wg. meiner Arbeit angefeindet werde? Wenn ich doch mit unserer Lösung zufrieden wäre, dann könnte es mir doch egal sein, was andere denken. Die Ausgangsfrage hätte lauten sollen: Ist jemand auch super organisiert und offenkundig läuft alles gut, aber er fühlt sich dabei nicht gut und musste deshalb die Stunden reduzieren, oder ganz aufhören zu arbeiten? Das würde den Kern zwar auch noch nicht ganz treffen, aber da ich merke, dass ich mich heute nicht so gut ausdrücken kann, kommts dem schon nahe. Bei uns würde es übrigens nicht zur Debatte stehen, dass ich die Stunden reduziere, sondern wenn, dann würde mein Mann weniger arbeiten. LG Stephanie


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Also ich bin zwar noch neu bzw. wieder neu, trotzdem hab ich beim lesen Deines 1.Postings schon genau verstanden, was Du meinst. Ich bin auch nicht so toll im Ausdrücken, ich kann nur von mir aus sagen, dass ich auch ein schlechtes Gewissen habe, dass ich "nur" 16 std. arbeite, also 4 halbe Tage, obwohl mein Mann zu Hause ist (krank) und wir finanziell sicher besser da ständen, wenn ich Voll gehn würde. Andererseits weiss ich aber, dass ich mich auf meinen Bauch verlassen kann, und der sagt mir, dass ich ruckzuck keine Ausgeglichenheit mehr fühlen und rüberbringen könnte, weil ich mit 40 std., Haushalt und Mamasein überfordert wäre. OBWOHL mein Mann echt viel daheim macht, es ist eben nicht so gründlich, wie ich es erwarte und ich bin auch noch so vereinsengagiert, dass alles, was mir für mich wichtig ist, auf der Strecke bleiben würde. So wie anscheinend bei Dir einfach keine Zeit zum ZurRuhekommen bleibt. Ich versteh Dich. Nur würde sich das ändern, wenn Dein Mann die Stunden reduziert? Mir sieht das ehr danach aus, dass Du etwas mehr Zeit zum SpontanSein bräuchtest. Also nciht auf den Schlips getreten fühlen, ich denke, ich hab Dich verstanden. Viele Grüsse


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Tja, ich schaffe es, aber zur Zeit nur gerade so. AE, mit 3,5-jährigem Kleinkind, das sehr fordernd ist, und wenig Schlaf braucht. Manchmal könnte ich vor Erschöpfung einfach nur im Stehen einschlafen. Mein sehnlichster Wunsch ist, so abartig das klingen mag, ein Wellnesswochenende. Einfach mal abschalten, verwöhnen lassen, nichts hören, nichts sehen...... Leider garnicht drin. Meine Kleine hat eine absolute "nur-Mama-darf-machen"-Phase, und akzeptiert außerhalb des Kindergartens keinerlei Fremdbetreuung, auch nicht von langjährigen Freunden. Tja, auch wenn alles eigentlich reibungslos funktioniert kommt man selbst an vielen Stellen einfach zu kurz. Das Gesamtbild sollte halt stimmen, und dazu gehört auch eine innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit. Leider bei mir zur Zeit auch nicht auffindbar. Ich hoffe, daß die Zeit es richten wird, und mit zunehmendem Alter meiner Tochter ich auch wieder mehr Ruhephasen finden kann. Gruß Karen


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dann schaff Deine Tochter zu mir, Simon ist gleichalt :o) die werden sich schon ergänzen. Also ich denke, so einen Hang zum Perfektionismus hat jeder, sobald er ein Kind hat. Für sich und auch nach außen hin, das war auch lange mein "Fehler" Ich war zwei JAhre so richtig alleinerziehend, habe nach einem Jahr Mutterzeit wieder angefangen zu arbeiten und zwar fast 40 Stunden die Woche. Wir hatten ein gutes Einkommen/Auskommen, die Wohnung war soweit ok. Eigentlich hätte auch alles schön laufen können, wenn ich das mal zugelassen hätte. Aber ich wollte immer NOCH besser sein, jetzt frag mich heute nicht mehr, warum. So sehr ich einerseits Hilfe wollte - so habe ich sie andererseits abgelehnt. Ich denke heute, mir ging es viel mehr um die Anerkennung und das Lob von außen, wie supertoll ich das alles mache. Dann immer meine Einstellung, ich wäre eine schlechte Mutter. Ich bin keine schlechte Mutter - ich hab halt nur meine Macken und natürlich, wie sicherlich jeder bis auf unsere Alpha-Tiere hier, auch meine Fehler gemacht in Simons Erziehung. Ich denke, würdest Du Dir noch mehr aufbürden, dann wärst Du noch unglücklicher, weils Dir nie genug sein wird. Ich finde Euer Leben durchaus lebenswert und fast perfekt :o) Ihr habt beide Arbeit, Ihr habt ein Haus gebaut und das ganz alleine, Deine Arbeit ist gut und wird gelobt und honoriert (was gäbe ich um einen Telearbeitsplatz!!!! - ich bin nämlich ein absoluter Nachtmensch) - wenn ich dafür mehr Zeit mit meinem Kind draußen verbringen könnte. Ihr könnt Urlaub machen und jemand hält Euch die Bude sauber. Na, besser gehts doch gar nicht?! Auch mein Leben ist lebenswert, ich habe (alleine) viel erreicht, habe die erste Zeit mein Kind großgezogen, konnte unsere hohe Miete zahlen, habe uns eine Wohnung mit Garten gegönnt, fliege jetzt ebenfalls in Urlaub, gehe immer noch arbeiten und mache nebenher ein Fernstudium, mit dem ich jetzt hoffentlich bald fertig bin. Mein Sohn ist im Kiga, fühlt sich da wohl soweit... auch ich hätte keinen Grund zur KLage - und klage doch. Mir ist auch immer so, als würde ich was falsch machen. Oder zu wenig. Oder irgendwo zu viel. Bullshit :o) ist das. LG Sue LG Sue


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Also, ich habe auch immer mal wieder das gefuehl, dass mir alles ueber den Kopf waechst und ich der asche nicht gewachsen bin. ab und an halt- weil es ja auch tierisch was zu bewegen ist, wenn man Kinder und vollen job und Haushalt und das uebliche wie Behoerden,versicherungs, Bankkram, altes Haus, nervige schwiMu, Mann, social life etc alles zu wuppen hat. Du hast das meiste schon aufgeschreiben was ich normalerweise gesagt haette. also bleiben- dickes Fell zulegen, keine Perfektion verlangen und es als natuerlich ansehen, dass man sich bei dem Pensum schonmal fertig fuehlt.Und daran denken, dass wir in 3 7 oder 10 Jahren ueber den Bertg sind. Mein Vierter ist zweieinhalb, er geht ab September von 9-15 Uhr in die Kita, dann ist er drei, dann ist viel geschafft und dann wird es von Tag zu Tag besser. Kopf hoch, benedikte