Elternforum Baby und Job

Ganztagskinderbetreuung

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Hallo, kann mir jemand einen Rat geben? Im Mai 07 wird unser Baby zur Welt kommen. Zur Zeit bin ich voll berufstätig und mein Job macht mir auch sehr viel Spass! Da in unserem Unternehmen zur Zeit Umstrukturierungsmassnahmen, die zu Personalkostenreduzierungen führen sollen, durchgeführt werden, möchte ich, um "am Ball zu bleiben" nach einem Jahr wieder voll arbeiten. Außerdem sind wir ehrlich gesagt auch auf ein 2. Gehalt angewiesen. Nun gibt es in meiner Stadt keine Ganztagskinderbetreuung für Kinder unter 3 Jahren. Unsere Arbeitsstellen befinden sich je ca. 70 km von unserem Wohnort entfernt. Gleich gegenüber meiner Arbeitsstelle gibt es eine Kinderkrippe mit Ganztagsbetreuung. Ich benötige nun eine Kostenübernahme meiner Heimatstadt, wo wir wohnen. Ein Anruf bei der Stadtverwaltung hat ergeben, dass ich mir keine großen Hoffnungen machen kann, dass die Stadt den Antrag auf Kostenübernahme bewilligt. Da es auch Tagesmütter gibt, muss erst diese Variante versucht werden. So weit ich weiß, sind Tagesmütter aber wesentlich teurer. So wird das Arbeiten ein teures Hobby, zumal ich schon fast 300€ Spritkosten pro Monat für den Arbeitsweg aufbringen muss. Gibt es wirklich keine andere Alternative? Weder mein Freund noch ich haben Familie, die uns unterstützen könnte. Gibt es wirklich so wenig Mamis, die nach 1 Jahr wieder arbeiten gehen müssen oder wollen? Vielleicht kann mir ja auch jemand einen Tipp geben für gute Begründungen im Kostenübernahmeantrag? Unser Baby ist ein Wunschkind, aber ich hatte mir die Betreuung einfacher vorgestellt! Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass sich ein Umzug auch schwierig gestalten würde. Mein Freund hat ein Haus gebaut, bevor wir uns kennenlernten und dieses liegt genau in der Mitte unserer Arbeitswege. (Er fährt ca. 60 km in den Süden, ich 70 km in den Norden. Lieben Gruß Anja


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Hallo Anja, das ganze kommt mir sehr bekannt vor. Meine Tochter wird im feb. geboren und ich muss nach 1 Jahr wieder los - die Großeltern wohnen 400 km weit weg. a) werde ich Elternzeit für 3 Jahre wegen dem Kündigungsschutz beantragen - sollte meine Abteilung in den nächsten Jahren ins osteurpäische Ausland verlegt werden - habe ich, im Gegensatz, zu meinen Kollegen Kündigungsschutz und wie es in 3 Jahren aussieht weiß es noch niemand b) werde ich nach einem Jahr TZ arbeiten - rechne das mal bei dir aus - ob nicht auch 3 volle Tage die Woche reichen - oft ist bei einem niedrigen Netto - das Brutto erstaunlich hoch - außerdem sparst du Fahrtkosten c) ist es leichter für ein 1 jähriges Kind eine Betreuung für einzelne Tage zu bekommen - zumindest bei uns Das mit der Kostenübernahme deiner Heimatgemeinde verstehe ich nicht. Kann dein AG nicht die KIGA-Kosten als Gehaltsumwandlung zahlen ? Das mindert die Steuerbelastung. Lena, die auch noch nciht weiß, wie das alles werden soll.


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dass man Euch von Anfang an keine Hoffnungen macht, kann ich gar nicht naachvollziehen und finde ich echt zum kotzen. Natürlich ist es für die Stadt einfacher, auf die Tagesmütter zu verweisen - dann brauchen sie nichts bezahlen. Dass es aber nicht wirklich in jedem Ort (gute) Tagesmütter gibt oder vielleicht sogar gar keine gibt, das raffen die dann nicht. Ihr könntet vielleicht beim Jugendamt nachfragen, ob sie sich finanziell an der Tamu beteiligen würden. Das wurde z.B. bei mir gemacht. Dazu reicht Ihr Verdienstbescheinigungen + alle Ausgaben/Versicherungen, die ihr habt, zusammen mit einem Antrag beim Jugendamt ein. DAs geht allerdings erst ab dem ersten Monat, wo das Kind dann auch bei der Tamu ist. Also schwierig in Eurem Fall, denn ich habe das Gefühl, Tamu MUSS jetzt nicht unbedingt bei Euch sein. Also von Deinem Gefühl heraus meine ich. Bei mir war es genauso, in meinem Ort gabs gar keine Krippe aber dafür vier Kindergärten, alle ab 3 Jahre. Da ich Rand/Land München wohnte hat mich auch die Stadt nicht aufgenommen, da sie nur "Stadtkinder" nahmen. Und dabei blieb es auch. Der run auf diese Plätze ist einfach zu groß, dass mein Kind vorgezogen wurde. Obwohl ich Alleinerziehend war und nach einem Jahr ebenfalls volltags wieder arbeiten gegangen bin. Ich habe mir dann in München eine Tagesmutter genommen und lag bei 500 Euro, Mo - Fr von 8 - 18 Uhr, manchmal auch länger. Das JA hat sich in meinem Fall mit über der Hälfte an den Kosten beteiligt. Versucht das also auch mal. Ein Umzug kann Euch nicht zugemutet werden, ich finde das frech. Was auch immer sehr hilft ist ein Schreiben an den Bürgermeister :o) Habt Ihr zufällig private Eltern-Initiativ-Gruppen bei Euch? LG Sue


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jetzt, wo Simon im Kindergarten ist, beteiligt sich übrigens mein Arbeitgeber an den Kosten, d.h. er hat sie komplett übernommen. Hätte er auch damals bei der Tagesmutter. Wenn ich das von Anfang an gewußt hätte, hätte ich es so gemacht anstatt übers Jugendamt, die nämlich mit ihren Zahlungen nie ausm Knick kamen. Frag doch einfach mal nach ob das geht. LG Sue


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Hallo Anja, habe leider selber die Erfahrung gemacht das einem das arbeiten gehen nicht sehr leicht gemacht wird. Zum einen musste ich mir selber eine Tagesmutter suchen, zum anderen musste ich als allein erziehende 100€ im Monat dafür bezahlen. Das ist ne Menge Geld wenn man nicht allzuviel verdient. Nach 3 verschiedenen Tagesmüttern hatte ich dann die Nase voll und wollte meinem Kind auch den Stress ersparen. Es war für uns beide eine schlimme Zeit. Ich musste ihn weinend morgens um 7 abgeben und dann arbeiten gehen und er musste sich immer wieder an die neuen Tagesmütter gewöhnen. Man bekommt leider wenig Unterstützung dabei. Ich wünsche Dir aber ganz viel Glück das es bei dir besser läuft. LG Susi


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Leider hast Du keinen Anspruch auf einen Krippenplatz - und schon gar nicht in einer Gemeinde, in der Du nicht wohnst. Bleibt Dir nur die Tagesmutter (die leider viel kostet). Ich arbeite seit kurzem wieder, mein Sohn ist ein knappes Jahr alt. Er geht jetzt zu einer Tagesmutter, die zwischen meiner Wohnung und Arbeitsstelle liegt. Im Juni kommt Kind Nr. 2 und sobald das dann auch betreut werden muss, bleibt von meinem Gehalt nichts mehr übrig. Da wir eh umziehen müssen, werden wir jetzt in die Stadt ziehen, in der ich arbeite, denn sonst hätten wir nachher mit dem Kindergarten ja das gleiche Problem. Die Alternative ist, dass Du nach einer Krippe in Deinem Wohnort suchst. Vielleicht klappt es zeitlich, wenn Du das Kind hinbringst und Dein Mann es abholt (oder umgekehrt). Ansonsten bräuchtet ihr noch eine Tagesmutter, die das Kind abholt und solange betreut, bis einer von Euch nach Hause kommt. Ist alles nicht wirklich praktisch, aber besser ist es in Deutschland zur Zeit leider nicht. Du kannst quasi schon froh sein, überhaupt eine Ganztagsbetreuung für ein ind unter 2 zu finden. Viel Erfolg noch! Linda


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Entweder Umziehen - was auch langsfristig Sinn macht - in der Nähe der Arbeit und der Kinderbetreuung zu wohnen. Wenn ihr keine Krippe im Ort habt habt ihr sicher auch keinen Hort für Schulkinder, oder? Die ach so preiswerte Wohnung auf dem land kann sich wegen Fahrtkosten, Fahrtzeitverlust und Kinderbetreuung als extrem teuer heraustellen. Oder ummelden, z.B. offiziell bei einem Bekannten in der Stadt mit der Krippe anmelden. Die Kostenübernahme alleine bringt Dir gar nichts, Du bekämst wahrscheinlich eh keinen Platz. Gemeindemitglieder werden immer bevorzugt. Ich habe damals meine Tochter in über 10 Einrichtungen in ganz München 1,5 bevor ich einen platz brauchte (12 SSW) angemeldet und dann letztendlich 3 Zusagen gehabt (eine davon für einen Halbtagsplatz). Servus Karin


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Da kann ich mich wohl sehr glücklich schätzen...andere (Bundes)länder, andere Sitten... vielleicht hängst du bei dir in der Stadt einen Zettel aus oder fragst im Bekanntenkreis, vielleicht kannst du dich mit einer anderen Mutter abwechseln? Und ich würde mich direkt an die Krippe bei deiner Arbeit wenden, wenn du eh selbst bezahlen musst, dann ist doch egal ob TaMu oder KiTa. Vielleicht finden die einen Weg. AUßerdem bezahlst du dann ja weniger STunden, weil die Fahrtzeit wegfällt.