Elternforum Baby und Job

Frage an alle

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Hallo, muss euch mal was fragen, ob ihr ähnliche Gefühle habt, bzw. mir vielleicht helfen könnt. Mein Mann und ich sind beide selbständig, d.h. wenig Urlaub, viel Arbeit. Seit der Geburt unsere Tochter August 2006 nimmt mein Mann mir viel Arbeit ab, aber dennoch muss ich natürlich mithelfen. Die Zeit kann ich mir sehr frei einteilen, so im Schnitt arbeite ich ca. 25 - 30 Stunden die Woche. ´ Ich habe also eigentlich schon relativ viel Zeit mit meiner Tochter und trotzdem habe ich jedes Mal wenn ich sie weg gebe (sie ist entweder bei meiner Mutter oder bei meiner Schwiegermutter, also bei niemand Fremden) ein schlechtes Gewissen. Ich weiß auch, dass sie gern bei ihren Omas ist und die beiden sich viel Zeit für sie nehmen und trotzdem geht es mir einfach schlecht und ich denke, dass ich eine schlechte Mutter bin, weil ich arbeiten gehe. Und vermisse sie schon, wenn sie nur eine Minute weg ist. Wollte jetzt auch nicht irgendwie groß rum jammern, will einfach nur wissen, ob es hier jemanden ähnlich geht lg Sonja


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Hallo Sonja, mir gehts genauso. Meine Kleine ist seit sie 3 Jahre war im KiGa, da ich aber alleinerziehend bin, muß ich auch mehr arbeiten, um über die Runden zu kommen. Die beiden Nachmittage (Nebenjob) decken die Großeltern ab. Ich vermisse meine Kleine zwar sehr, aber ich weiß sie gut in der Familie (und vormittags im KiGa) aufgehoben und das ist das Wichtigste! Ich verstehe Dich und Deine Gefühle sehr gut, aber du hast für Dich die bestmögliche Betreuung für Deine Süsse! Kopf hoch, Du machst das gut! LG, Sonja


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hallo! mir geht es ähnlich, ab herbst wird mein sohn (dann 5 monate) vormittgags bei seinen omas sein. ich WEIß zwar, dass er bestens versorgt ist und dass es ihm gut geht, aber ein schlechtes gewissen habe ich trotzdem. es wird einem halt immer wieder direkt und indirekt beigebracht, dass man nur dann eine gute mutter sein kann, wenn man möglichst die ganze zeit mit dem kind verbringt. versuch's mal mit anderen augen zu sehen: deine tochter bekommt abwechslung, sie hat zwei zusätzliche bezugspersonen, sie wird durch die andere umgebung und die anderen spiele gefördert,... mütter, die nicht berufstätig sind, geben ihre kinder auch hin und wieder ab. ein schlechtes gewissen musst du ganz sicher nicht haben, ich verstehe aber, dass es dir trotzdem schlecht dabei geht, mir geht's genauso! glg, melony


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Danke für die Antworten, irgendwie tut es gut zu lesen, dass es anderen auch so geht. Naja, wir werden das schon machen, hauptsache unseren Mäusen gehts gut lg Sonja


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Hallo, das Gefühl kennen bestimmt viele und ich auch. Habe es heute auch noch ab und an und das obwohl ich auch "nur" Teilzeit arbeite und sie auch oft bei Bekannten, also nicht Fremden ist. Ich denke, das Gefühl ist normal. Mir geht es dann schnell wieder besser, wenn ich mir bewusst mache, dass sie dort dann viel Spass hat und ich sehe ja, dass sie gerne dort ist und glücklic hingeht und zurückkommt. Zudem tut mir die Arbeit gut, einfach selbst Geld verdienen, generell mehr Geld für die Familie zu haben (es lebt sich ja schon einfacher als wenn man jeden Cent wahrhaft umdrehen muß) und auch andere Dinge im Kopf zu haben als nur Haushalt und Kind. Gruß, Bianca (mit Tochter fast 3)


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Hm, mir geht es da wohl eher wie normalerweise den Männern - ich denk nicht groß an mein Kind, wenn ich arbeiten / studieren bin, und bin froh, mein eigenes Leben zu leben. Nur wenn die Kinder mal außer der Reihe länger als sonst betreut werden müssen, dann hab ich auch gleich ein schlechtes Gewissen... LG sun


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Mir geht es wie sun: Im Job und beim Studium muss ich mich voll konzentrieren. Da denke ich weniger an meine Kinder. Zu Hause bin ich dann aber auch vollständig für sie da und hänge in Gedanken nicht noch woanders. Genau dafür habe ich mir ja aber viel Zeit bei der Auswahl der Betreuung gelassen. Ich bin überzeugt, dass es ihr gut geht und kann so loslassen für die Zeit des Arbeitens. Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen. Das hat aber nichts mit schlechtem Gewissen zu tun. Vielmehr denke ich vermehrt an sie, wenn an dem Tag was besonderes ansteht - Ausflug oder so. Dann frage ich mich kurz, wie es ihr wohl gefällt. Gleiches gilt aber auch für Tage, an denen mein Mann einen wichtigen beruflichen Termin hat und ich hoffe, dass alles zu seiner Zufriedenheit läuft. Ich frage mich, wie ich meine Arbeit schaffen würde, wenn ich die meiste Zeit rumgrüble. Für mich wäre das eher ein Zeichen dafür, dass ich innerlich nicht mit meiner Entscheidung zufrieden bin und mir nochmal ersthaft Gedanken machen müsste.