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Experiment zum Thema Unterschicht - etwas länger

Experiment zum Thema Unterschicht - etwas länger

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Ich hab letzthin die Diskussion zum Thema Unterschicht gelesen und - da angehende Sozialpädagogin - mir sofort meine Gedanken dazu gemacht. Vor allem, was Vorurteile, Bezeichnungen wie "assozial" und den Zusammenhang mit dem Geld angeht. Ich habe bisher unter diesem Begriff (oder eher Kategorie?) Menschen gesehen, die tatsächlich einen geringen Bildungsstandart, ein niedriges soziales Niveau und aufgrund fehlender Förderung, Angebote bzw. mangelnder Erziehung nichts an diesem Zustand zu ändern wünschen. Leider scheinen diese Menschen einen niedrigen IQ aufzuzeigen, der gar nicht immer so niedrig ist. Auch wir leben von ALGII, beide in Ausbildung/Studium, zweites Kind ist unterwegs. Andere könnten jetzt meckern, für uns ist es nur eine Übergangszeit. Letzhin habe ich ein Experiment gestartet: Ich wollte wissen, ob die Ansprechpartner fürs ALGII beim AA denn auf alle Menschen gleich reagiern. Bsher war es immer so, dass ich sehr bemüht war, mich dort bei Gesprächen von der "Unterschicht" azuheben. Da die Dame nie in unsere Akte schaut sondern nur fragt, was wir denn nun schon wirder wollen, hatte ich immer betont, dass wir nur vorrübergehend ALGII beziehen, studieren, zwar jetzt Unterstützung brauchen - dafür aber bald nicht mehr. Meist war ich hinterher frustriert, denen jeden Cent aus der Nase ziehen zu müssen (klar, sie habens ja nicht üppig, deshalb hab ichs immer eingesehen). Gestern hab ichs dann mal anders versucht: Ich habe mir eine rosa Jacke und eine Jogginhose (da ich ja schwanger bin) angezogen und hab meine Tochter (15 Monate) mitgenommen. Diese räumte natürlich im Zimmer sofort Aktenschränke und Papierkörbe aus, ohne dass ich allzu erzieherisch eingriff. Ich hab die ganze Zeit gejammert, wie schlecht es uns geht und dass wir uns kaum was zu essen leisten könnten. Und wisst Ihr was?? So schnell konnte ich gar nicht gucken, wie ich Sachen bewilligt bekommen habe, die sie zwei Monate vorher abgelehnt hatte!! Da war ich doch echt verblüfft. Klar war es wohl etwas gemein, was ich da veranstaltet habe, aber DAS darf doch denn wohl nicht ganz sein, wenn es auf der Welt gerecht zugehen soll, oder?? Naja, könnt gern schimpfen...


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Hast Du das ehrlich gemacht? Ich will nicht den Stab über der Sachbearbeiterin brechen, die will halt solche Leute schnell loswerden, das ist nur allzu menschlich. Tatsächlich so verhalten darf sie sich aber natürlich nicht. Gruß Tina


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*g* und nur für uns hast Du jetzt "Bildungsstandard" und "asozial" falsch geschrieben, damir wir Dich auch für "bildungsfern" halten? Sorry, aber das fiel mir zuerst auf. Ansonsten: Hmmmm, hoffentlich ist diese Arbeitsamttante ein Einzelfall. Viele Grüße Ulli


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o.t.


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Hallo lenirettig, in Deiner Geschichte kommen mir mehrere Details unglaubwuerdig vor. Zum einen rein faktische Dinge: Wenn man studiert, kriegt man meistens Geld von den Eltern oder Bafoeg oder ein Stipendium oder arbeitet. Aber ein Vollstudium zu betreiben und waehrend man dort eingeschrieben ist ALG 2 zu beziehen- das geht nicht. Wenn Du studierst, bist Du ja gerade nicht arbeitslos.Und wer Hartz 4 kriegt, muss ja fuer Massnahmen zur Eingliederung in den Bildungsmarkt bereit stehen, EinEuro Jobs machen, sich qualifizieren- da hat man ja im Studium weder Bedarf noch Interesse fuer. Also- das glaube ich nicht. Und dann- was willst Du denn alles an Einzelleistungen beantragt haben? Als ich im Sozialamt war- anfang der 90ger und eine Stage gemacht habe, da gab es Sozialhilfe in der form von Hilfe zum Lebensunterhalt und Hilfe in besonderen lebenslagen- bei letzterem konnte man Dinge beantragen und musste das begruenden. Kleider, Kuehlschraenke etc. Mit Hartz4 oder Alg2 wird dem Hilfeempfaenger aber doch eine pauschalierte Leistung bewilligt- jetzt rund 345 Euro und vorher unter 300 Euro. Von diesem zusaetzlichen Geld muessen doch alle Sachen angespart werden, die man frueher so beantragen konnte.Ich glaube, fuer Klassenreisen kann man noch zusaetzliches Geld beantragen oder Erstausstattungen- aber bitte, was willst Du sonst beantragt und bewilligt gekriegt haben. Und die behauptung, dass eine Sachbearbeiterin als reaktion auf Deine rosa Jogginghose wie ein Pawlowscher Jund alles bewilligt erhalten hat was sie Dir vorher abgelehnt hat- so schnell wie Du nicht mal schauen konntest- das glaube ich Dir vorne und hinten nicht.Sorry- aber wenn man einen Kunden hat, braucht man seine Akte- da steht alles drin.Und wenn man selber bei gleichen Fakten innerhalb von zwei Monaten voellig unterscheidlich entscheidet nur weil die Kundschaft auf einmal eine rosa Jogginghose anhat- das gibt aerger bei jeder Pruefung.Kein Ermessen der Welt kann da sachgerecht ausgeuebt sein- und jeder Sachbearbeiter weiss das. Und so, wie Du schriebst, hat sie Dir alles bewilligt- da verstehe ich, dass sie " abschliessend zeichungsberechtigt" ist- sprich eine alte HAesin, die nie den von Dir beschreibenen fehler machen wuerde. Vielleicht schreibst Du mal was dazu.Ich nehme Dir die Geschicht nicht ab- und wenn das auch wieder eines Deiner Experimente sein soll als angehende Sozialpaedagogin um zu schauen, wie im Internet auf die Unterschicht gebasht wird, dann ist es kein sorgfaeltig geplantes Experiment. Benedikte


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Diese Ungereimtheiten, die Benedikte da aufführt, kamen mir auch komisch vor. Insobesondere die Tatsache ALG2 bei Studium zu beziehen (das bezieht aber vielleicht der Partner) und dann aber zusätzlich zu ALG2 und Hartz IV noch Gelder zu bekommen. Ralph aus dem AE-Forum arbeite ja auch in diesem Bereich. Insofern würde mich genaueres auch interessieren. Grüße Tina I


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Hallo, ich habe bis 2001 im Sozialamt gearbeitet. Damals war es so, dass man sich, um Sozialhilfe zu bekommen, erst exmatrikulieren und dem Sozialamt eine Bescheinigung darüber vorlegen mußte. Gleichzeitig mußte man sich uneingeschränkt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stellen - egal für welche Tätigkeit - und Bewerbungen nachweisen. Einzige Ausnahme damals: man befand sich NACHWEISLICH bereits im letzten Studienjahr / arbeitete bereits an der Diplomarbeit. Dann bekam man für die paar restlichen Monate zwar Sozialhilfe, aber nur darlehensweise! Hoffe, ich konnte etwas helfen;-) LG Murmeline


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Und doch hat alles seine Richtigkeit: Ich gebe zu, dass ich nicht aus Experimentiergründen dort so erschienen bin, sondern vor allem über die völlig andere Reaktion der Frau überrascht war und dann überlegt habe, woran das wohl gelegen haben könnte. Dass sie mich schnell los werden wollte, war so offensichtlich! Wir bekommen durchaus ALGII (nicht, dass ich stolz drauf bin, aber es ist so!) Ich selber bin beurlaubte Studentin (bekomme also kein BaföG) und darf bei Beurlaubung aus familiären Gründen (Elternzeit, Schwangerschaft) das Studium weiterführen. Derzeit bin ich in der Diplomphase. Mein Partner hatte schon einmal studiert und macht jetzt eine Ausbildung - obwohl er im Studium kein BaföG erhalten hat, hat er bei einer Zweitausbildung keinen Anspruch mehr. Wovon sollten wir also leben? Dem Arbeitsmarkt stehen wir nicht zur Verfügung (Elternzeit bzw. 40-Stundenwoche Schule und Praktikum ohne Vergütung). Wenn uns das Arbeitsamt nach diesen Angaben ins ALGII sortiert, wird es wohl stimmen. Und was ich beantragt habe? Umziehen zu dürfen (vor zwei Monaten wurde es als zumutbar empfunden, dass eine Familie in zwei Räumen auf 58 qm mit Kind und Schwanger wohnt. Diesmal wurde uns ein Umzug sofort bewilligt. Und dazu eben eine Knderzimmererstausstattung, die ich das letzte Mal ebenso vergeblich beantragte. Ganz zu schweigen von einer Pauschale für Umstandsmode und einer anteiligen Babyerstausstattung, da ich mit dünnen Umstandshosen und -T-Shirts nun mal nicht über den Winter komme. Und ich wurde GEFRAGT, ob wir auch einen Geschwisterwagen brauchen. So entgegenkomment ist die Bearbeiterin noch nie gewesen, wenn es mal Probleme gegeben hat, wurde und immer sofort Betrug unterstellt (ist die "Unterschicht dafür nicht intelligent genug??) und nötige Dinke erst nach Einspruch bewilligt. Ich bin der Meinung, dass es solch unterschiedliches Verhalten nicht geben darf. Woran es nun wirklich gelegen hat, weiß ich nicht. Vielleicht hat sie ja auch nur einen guten Tag gehabt. Wie sie das in ihrem Team klärt, ist allerdings nicht meine Sache. So, hoffe, Deine Fragen ausreichend beantwortet zu haben...


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Hallo nochmal, das gibt's ja wohl nicht. Sorry das hätte ich im Leben nicht bewilligt, wir haben zu dritt im Wohnheim (Familienappartement) auf 40m² gelebt. Ich wäre gar nicht auf die Idee gekommen, deswegen zum Amt zu rennen. Ich war froh, dass wir so billig wohnen konnten, beide im Studium mit einem Kind. Als ich anfing zu arbeiten sind wir in einer luxuriöse (?) 3 Zimmer-Wohnung mit 70m² gezogen, wo wir dann auch zu viert gewohnt haben, bis mein Mann auch nen Job hatte und wir bauen konnten. Sorry - kein Verständnis für Eure Bedürfnisse. Viele Grüße Ulli


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ist das, was ich fordere - nich mehr und nicht weniger. Und das sind in Sachsen nun mal 75 qm für drei Personen. Womit wir wieder bei dem Thema "Spenden für die Wohlfahrt" wären, wenn ich darauf verzichte, damit jemand aus der "Unterschicht" es problemlos bewilligt bekommt.


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Hi, ich denke, genau das ist der Punkt - es gibt Leute, die sich mit dem zufrieden geben, was sie selbst finanzieren können, obwohl ihnen mehr "zustünde" und die, vorausgesetzt die Verhältnisse sind nicht unzumutbar, aus Anstand so handeln wie Du. Es gibt aber eben auch die anderen, die bestens wissen, was sie, wieviel, wie oft und wo herausholen können, im Zweifelsfalle mit der Mitleidsschiene. Natürlich gibt es Fälle, die besonders hart sind, aber es gibt eben auch viel Mißbrauch. Ich bin in meinen Kursen oft entsetzt darüber gewesen, daß sich Menschen kiloweise Zigaretten, etc. leisten können (ich könnte das nicht), gleichzeitig aber unentwegt darüber jammern, daß es ihnen sonst an vielem fehle, das sie natürlich auch haben wollen. Ich war auch geschockt darüber, wie gut das Informationssystem in manchen Bevölkerungsgruppen funktioniert, um sich darüber auszutauschen, was man noch wie aus diesem Staat herausholen kann. Sogar Leute, die ich aufgrund ihres Berufes, etc. als relativ vernünftig betrachtet hatte, bedienen sich schamlos und ohne mit der Wimper zu zucken. Umfragen haben ja inzwischen eindeutig ergeben, daß es in unserer Bevölkerung kein moralisches Problem darstellt, den Staat zu schädigen - wobei sich aber offenbar niemand damit auseinandersetzen will, daß wir alle den Staat bilden, also nicht nur ein abstraktes Konstrukt ausgenutzt wird. Meiner Ansicht nach wird die eigentliche Wertediskussion in unserer Gesellschaft aus purer Bequemlichkeit zu stark vernachläßigt, was eben dieses mangelnde Bewußtsein zur Folge hat. LG Fiammetta


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Hi Fiammetta, ja gestern Abend habe ich drei verschieden Antworten getippt und dann alles gelassen. Es hat keinen Sinn über sowas zu disktuieren. Aber ich kann mich auch nicht freisprechen, wir haben auch viel staatliche Unterstützung bekommen und waren sehr froh darüber. (Kindergeld, Erziehungsgeld, eine zeitlang kostenfreie Krippe, vergünstigtes Wohnheim ...) Aber ich finde, gerade wenn man weiß, es ist nur für den Übergang und es wird besser, kann man sich mit vielem arrangieren. *g* Ich weiß aber noch gut, wie mein Schwiegervater im Wohnheim stand und in den Innenhof runterschaut und sagte "tiefer kann man wohl nicht mehr sinken". Aber ich musste darüber lächeln. Viele Grüße Ulli (die nicht bestreitet, viel Unterstützung und viel Glück gehabt zu haben)


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lenirettig, ich glaube, ich verstehe langsam, was Du mit Deinem ersten posting wolltest.Naemlich schlichtweg Stimmung schueren gegen die " Unterschicht" nach dem Motto " Andere ( Unterschicht) kriegen alles sozusagen geschenkt waehrend wir kaempfen muessen um jede Leistung."So verstehe ich auch hier deine Bemerkung " wieso soll ich den Sozialstaat nicht zum Anschlag in Anspruch nehmen, wenn ich rechtliche Moeglichkeiten dazu habe." Gleichzeitig moechtest Du aber nicht mit " denen" in einen Topf geworfen werden- also einerseits auch alles aus dem Staat herauskitzeln und durch Transferleistungen leben, moechtest Dich aber nicht zur Unterschicht zaehlen lassen. Also fuer mich macht das keinen grossen Unterschied ob jemand volle staatliche Leistungen mit rosa Jogginghose bezieht ( Unterschicht deiner Meinung nach) oder eine Studentin ( wie Du).Ich wuerde bei einer Frau mit rosa Jogginghose den Kopf schuetteln, wenn sie ein zweites Kind kriegt obwohl weder sie noch ihr Mann in der Lage sind, das Kind materiell zu versorgen wie ich das auch bei einer Studentin tue.Eigentlich schuettel ich den Kopf bei der Studentin staerker- denn deren abschluss wird durch ein zweites Kind gefaehrdet oder zumindest erschwert.Jemand, der eh keinen Abschluss macht, ist durch ein weiteres Kind auch nicht schlechter dran. Wobei- auch das ganz klar- jeder in deutschland soviele Kinder kriegen kann wie er will und den Sozialstaat fuer das versorgen der Kinder beanspruchen darf.Wie Du selber sagst- das steht einem laut Gesetz zu und das forderst Du.Ist in ordnung- ist vom gesetz gedeckt. Aber dass Du Dich ueber die " Unterschicht" beschwerst und nicht dazugehoeren willst, das leuchtet mir nicht ein.Man kann auch als Student- oder Studentenehepaar- zur Unterschicht gehoeren- das ist schliesslich keine Frage des Bildungsabschlusses.Im uebrigen hast Du ja selber zugegeben, kein richtiges " Experiment" durchgefuehrt zu haben, sondern ganz normal in rosa Jogginghose dort aufgetaucht zu sein. Kurzum- es ist voellig in Ordnung, dass Ihr alle staatlichen Leistungen ausschoepft, aber versuche nicht, dass bei der " Unterschicht" zu diskreditieren und so zu tun als ob Du ueber ihnen stuendest. Benedikte


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... dass das Kind ALG II bekommt. So ist es bei einer Freundin, die selbst Bafög bekommt. Aber für ihre Tochter (3) bekommt sie ALG II. LG Dani


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Hi, gut, die Story kam mir auch seltsam vor. Allerdings holte mir das zwei Erlebnisse zurück: 1. Nach dem Studium saß ich an unserem Arbeitsamt-Suchsystem und recherchierte, welche Jobs für mich eventl. in Frage kämen. Irgendwann setzen sich zwei Personen neben mich, deren Zigarettengestank mich fast weggebeamt hat, dazu hatten sie sich noch große Bierdosen mitgebracht. Der Gestank und die Rülpserei haben mich sehr schnell den Heimweg antreten lassen. 2. Ich hatte `mal einen Kursteilnehmer, der den Kursraum mit seinem Schweiß- und Zigarettengestank verpestete, permanent Darmgeräusche absondern mußte, dazu alkoholtrübe Augen, ständig gegen alles war, nur herumpöbelte - ein Widerling hoch Drei. Ich durfte ihn abmahnen, aber noch nicht des Kurses verweisen, dabei hätte ich ihn am liebsten an den Südpol verbannt. Mir war selten während einer Schulung so dauerübel wie da. Weshalb schreibe ich das Ganze? Es gibt einfach Menschen, deren Verhalten sämtliche Grenzen übersteigt und das hat nicht unbedingt etwas mit Sucht zu tun. Ob man solchen Leuten innerhalb der möglichen Grenzen bevorzugt behandeln, um sie schnellsten loszuwerden oder sie genau deswegen abfahren läßt, hängt vermutlich von der jeweils eigenen aktuellen Konstitution ab. Ich kann mir aber gut vorstellen, daß es Leute (wenn auch wenige) gibt, die solche Ekeltouren bewußt auf Ämtern reiten, um ihren Forderungen Gewicht zu verleihen. LG Fiammetta


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Hi, fühl Dich nicht angesprochen - unsere Postings haben sich offenbar überschnitten. Ich habe nur wiedergegeben, woran mich die Situation auf dem Amt erinnert hatte. LG Fiammetta


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hallo, also ich hatte damals mit meinen eltern und meiner schwester in einer 60 qm-whg. gewohnt. ganze 15 jahre. das ging alledings auch nicht anders, weil es damals zu ddr-zeiten war und nach der wende meine eltern mit dem gedanken gespielt haben, ein häusl zu bauen. und so war es dann auch. dann haben sie sich eins gebaut und 2 jahre später wohnen sie alleine da drin, weil ich und meine schwester ausgezogen sind. tja, so kanns gehen. ich wohne nun mit meinem freund (z. zt. noch alleine ohne kind) in einer 110 qm-whg. wir bekommen allerdings keine gelder zur mitfinanzierung der miete... so, das wollte ich mal eben schreiben :o) lg


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Hallo, vielleicht hatte die nette Dame von der ARGE bzw. der BA ja zwischenzeitlich endlich die offensichtlich dringend benötigte Schulung :-). Nein im Ernst. Die Personalsituation bei den Arbeitsgemeinschaften bzw. der BA ist katastrophal. Es sind kaum noch "Stamm"-Mitarbeiter der ursprünglichen Sozialämter vorhanden, die Fluktuation ist immens hoch. Ganz ehrlich, ich habe auch im Sozialamt gearbeitet. Als die Umstellung zur ARGE auf das ALG II kam und ich mitbekommen habe, wie alles noch bürokratischer wurde, habe ich mir schnellstens einen anderen Job gesucht. Viele der Mitarbeiter die dort arbeiten sind eigentlich gar nicht entsprechend ausgebildet. Und den Stress der dort auf einem lastet (sowohl durch den Publikumsverkehr, als auch durch die Materie an sich), der ist wirklich nicht zu unterschätzen. Natürlich dürfte das theoretisch nicht an den Kunden ausgelassen werden, aber wer kann schon von sich behaupten, dass er immer professionell bleibt? LG Stephanie


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hallo, also ich kann mir gut vorstellen, dass es ein absolutes bedrückendes arbeitsklima beim amt sein muss. immer dieses "elend" zu sehen und andersrum leute, die das so ausnutzen... für mich wäre das nix! schlimm find ich das, die menschen die da arbeiten, machen ja die gesetze nicht und können für den ganzen trouble nix. aber die bekommen es ab. teilweise echt unfair. lg manja


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Also bei unserer ARGE habe ich bisher nur Mitarbeiter erlebt, die am Einzelfall nicht interessiert waren, grundsätzlich in jedem einen Leistungserschleicher sahen, schlecht informiert und nicht gut eingearbeitet waren. Letzteres liegt sicherlich mit am System der ARGE, ersteres aber an den Mitarbeitern selbst. Wir sind wirklich Leute, die versuchen, wann immer es geht auf eigenen Füßen zu stehen, und keine Gelder mitnehmen, die uns nicht zustehen (auch, wenn es oft einfach wäre), und immer freundlich und zur Mitarbeit bereit sind - aber wenn man nur Ablehnung und Inkompetenz erfährt, muss man auch mal schimpfen dürfen. LG sun


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hallöchen habe ich es jetzt richtig verstanden, dass du da arbeitest? klar, ihr sollt ja auch meckern und schimpfen, manche brauchen das. ich selbst kenne so einen fall, der sich echt ziemlich durchgeschummelt hat (ups! darf ich das sagen?!) - naja, ist jetzt aber auch vorbei. egal! ich war im mai/juni beim sozi-amt weil ich einfach nur übergangsgeld brauchte. hatte ärger mit chef, 2 monate kein geld etc. die "olle" hat mich so von oben herab angeguckt, so in der art "du brauchst geld, ich habs...". das war auch die einzige! bei a-amt wg. algI die waren bis jetzt alle sehr nett und haben auch mal nachgefragt im gespräch, wie es denn mit meiner ss zu läuft. alleine der gesichtsausdruck macht schon so viel aus. (wobei ich sagen muss, das ich beim sozi-amt bestimmt auch nicht fröhlich aussah.. kam mir ziemlich fehl am platz vor). aber wie gesagt, für mich wäre der job nix. ich kann es nicht, jemanden zu sagen, sie kriegen nix, obwohl sie/er es brauch und ein anderer, die einfach null bock hat und schon mit offenen händen reinkommt, den auch noch was reinzulegen. übrigens schäme ich mich, dass ich überhaupt zum a-amt muss. finde es ganz schlimm so abhängig zu sein. und denke immer, hier gehörst du gar nicht her oder besser gesagt, hier willst du nicht zugehören. bitte nicht als arrogant auffassen... lg


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Nun, ich mag mich jetzt nicht weiter rechtfertigen, warum ich das, was mir zusteht/was ich bekomme auch annehme (hab auch nie gesagt, dass ich dafür nicht dankbar wäre) weil ich der Meinung bin, dass wir es derzeit brauchen (ohne Hunderte von Euro davon bei Alkohol und Zigaretten zu lassen). Vielleicht hab ich selbst dort mal einen Job, könnts mir gut vorstellen. Grade weil ich weiß, wieviel Ungerechtigkeit es gibt und noch optimistisch genug bin, daran was ändern zu wollen...


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Mit "unserer" ARGE meinte ich die für uns zuständige. Und die Mitarbeiter dort sind uns echt immer imkompetent und desinteressiert begegnet, meinem Mann und mir. Wir mussten nämlich schon mal ergänzendes ALG2 beziehen, weil das Einkommen meines Mannes unterhalb des ALG2-Satzes lag... daher haben wir leider Erfahrung mit denen... Ich weiß ja, dass es viele gibt, die sich zurücklehnen und Leistungen erschleichen, aber deswegen will man ja nicht so behandelt werden, als wäre man einer davon... LG sun


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hallo, sorry, ich hab jetzt eigentlich keinen ansprechen wollen. tut mir leid, wenn´s so rüberkam. lg